Ab schaum

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Walther

Mitglied
Ab schaum


Es troff ihm der ab schaum vom mund
als er sich an seinem hohn gelächter
verschluckte – die augen wussten nicht
ob sie in ihren höhlen bleiben sollten &
Sein atem schwang eine armee rasseln

Die gott gleiche die er als haltung trug
wurde durch gerüttelt – am rand seines
hirns blinzelte ein kleines lichtchen aus
tiefstem dunkel – es roch schlecht aus
dem hals der stränge zeigte & streng auf

Stieß: mein rücken klopfen hielt er für
das auf der schulter als er seine tirade
weiter röchelte – so musste es gewesen
sein als mir mein wort auf den lippen er
starb & (sich) für immer ver(ab)schied(ete)
 

Perry

Mitglied
Hallo Walther,

ein sehr spezielles Szenario, bei dem es schwer fällt zu Gericht zu sitzen, da kann einem schon das Wort auf den Lippen ersterben.
LG
Manfred
 

Walther

Mitglied
Lb Perry,

das thema liegt in der zeit - und quer. das soll es auch. dein eintrag hat das pointiert beschrieben. ich habe keinen besseren weg gefunden, es aufzugreifen.

danke fürs lesen und drüber nachdenken.

lg W.
 

morgenklee

Mitglied
Fragen / Ungereimtes

Walther

Man sollte schon gute Argumente dafür haben, ein Gedicht "Ab schaum" zu nennen.
Heißt es so, weil die Irritation gleichsam mit der Überschrift beginnen soll?
Heißt das Gedicht so, weil es - assoziationsstark - neugierig machen soll?
Heißt es so, weil es dem Schaum wein gleich, sozusagen aus Dir heraussprudelte?

Aber, Walther, wenn Gedichte Fragen auslösen kann, ist schon viel erreicht.
Ich frage mich nur: Müsste ich die Antworten kennen?
 

Walther

Mitglied
Lb Morgenklee,

die idee ist, daß der leser diese fragen stellt (und viele weitere bitte sehr); schlimmer, er soll auch noch die antworten geben (stichwort: sign posting / assoziationsgewitter). das ist das haikueske element dieser poetik, die damit verfolgt wird.

also: du sollst die antwort nicht kennen, nein, du sollst dir bei jedem lesen neue fragen stellen und den blickwinkel wechseln.

danke für reinlesen, kommentieren und werten!!!

lg W.
 

revilo

Mitglied
Es troff ihm der ab schaum vom mund
als er sich an seinem hohn gelächter
verschluckte – die augen wussten nicht
ob sie in ihren höhlen bleiben sollten &
[red]Sein atem schwang eine armee rasseln[/red]

Die gott gleiche die er als haltung trug
wurde durch gerüttelt – am rand seines
hirns blinzelte ein kleines lichtchen aus
tiefstem dunkel – es roch schlecht aus
dem hals der stränge zeigte & streng auf

Stieß: mein rücken klopfen hielt er für
das auf der schulter als er seine tirade
weiter röchelte – so musste es gewesen
sein als mir mein wort auf den lippen er
starb & (sich) für immer ver(ab)schied(ete)

Lieber Walther mit th....... das versteh ich nicht......oder steh ich aifach nur aufm Schlauch????
 

Walther

Mitglied
hi revilo,

danke fürs reinlesen. gerne antworte ich auf die frage.

atem rasselt, rasseln rasseln. rasseln kann man schwingen, dann rasseln sie. und wenn man viele rasseln schwingt ...

hoffe, das schlägt die brücke, die zu fehlen scheint.

lg W.
 

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