abend teuer

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der sommerabend wärmt
in vorgärten und auf balkonen
matte versöhnung
bei rotwein und grillschnitzel
erlahmt scharfsinn
zu schläfriger fantasie

nicht einmal träume begegnen
der späten sonne in ihren rosa wolken
nur werner der stier
den die mutter verstieß
und die bäuerin einst
mit der flasche aufzog
brüllt brünstig gegen sein echo

im schatten der buchen
liegen wiederkäuend
seine kühe und kälber
 

anbas

Mitglied
Hallo Karl,

Du zeichnest mit Worten wieder mal ein Bild, das mir gut gefällt. "Grillschnitzel" klingt nicht, finde ich. Wie wäre es mit "Grillnacken" - aber das ist nun wirklich eine reine Geschmacksfrage :D.

Liebe Grüße

Andreas
 

Perry

Mitglied
Hallo Karl,

ja solche Abende sind uns "teuer", an denen wir uns "lebensmatt" mit der Natur versöhnen.
Werner, der Stier hat es da überschaubarer, erst mal groß und stark geworden ist er der Chef auf dem Hof.

Konstruktiv würde ich am Ende noch einmal die Eingangsthematik aufgreifen. Mein Vorschlag wäre die Zeilen:

"nicht einmal träume begegnen
der späten sonne in ihren rosa wolken"

an den Schluss setzen.

LG
Manfred
 
der sommerabend wärmt
in vorgärten und auf balkonen
matte versöhnung
bei rotwein und grillnacken
erlahmt scharfsinn
zu schläfriger fantasie

nur werner der stier
den die mutter verstieß
und die bäuerin einst
mit der flasche aufzog
brüllt brünstig gegen sein echo
im schatten der buchen
liegen wiederkäuend
seine kühe und kälber

nicht einmal in den rosa wolken
begegnen der sonne
verlassene träume
 
Lieber revilo,
danke dir. Nein, den Werner gibt es wirklich. Er brüllt sich täglich auf einer Weide unweit unseres Hauses die männliche Seele aus dem Leib.
Gruß
Karl
 

revilo

Mitglied
Ich dachte mir, daß Werner ein reales Rindvieh :D ist... wahrscheinlich gibt es in Deinem Dorf einige davon... vor allen Dingen jene, die fortwährend brünstig sind.. damit meine ich natürlich nicht den Verfasser des Gedichts. ..
 

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