Abholung aus dem Krankenhaus

"Abholung aus dem Krankenhaus"

Heute holt mich meine Freundin aus der Klinik ab.
Sieben Tage war ich jetzt da - und endlich geht es wieder heim.

Es war meine zweite Hüft - OP und ich fühlte mich gut.
Draußen am Rondell setzte ich mich auf eine Bank und wartete.
Es war ein herrlich warmer, sonniger Junitag.

Plötzlich klingelte mein Handy.

"Bist du schon fertig?" fragte mich meine Freundin Valentina
"Ja, ich sitze draußen am Eingang auf der Bank"
"Wo denn?"
"Na am Rondell."
"Willst du mich veralbern? Da stehst du nicht."
"Nein, ich steh auch nicht - Ich sitze."
"Nein, sitzt du nicht."
"Doch"
"Also ich stehe hier an den Bussen, wo wir dich
rausgelassen haben - und dich!"
"Busse??? Was für Busse? Hier sind keine Busse."
"Natürlich sind hier Busse, Ich steh doch davor."
"Ich sehe dich auch nicht. Ich lege jetzt auf."

Völlig genervt und leicht aggressiv beendete sie das Gespräch.
Ich stand total verdattert da und schaute mich um.
"Busse? "Wo sollen denn hier Busse sein?" dachte ich mir.

Nun ja, keine Ahnung welche Busse sie meint.
Mit meinen Krücken humpelte ich am Rondell vorbei nach
vorne zur Straße. Nichts. Keine Busse.
Ratlos ging ich zurück zur Bank.
Mein Handy klingelte wieder.

"Also hier am Eingang bist du nicht - und auch nicht auf einer
Bank am Rondell! Wo verdammt nochmal, bist du?"
"Ähm ....... Ich sitze auf der Bank, beim Rondell."
"Nein, da sitzt du nicht."
"Doch"
"Ich stehe hier am Eingang und du bist nicht da."
"Ich muss jetzt auflegen. Ich geh nochmal zum Parkplatz."

Aufgelegt

Was stimmt den heute mit ihr nicht?
Gibt´s hier vielleicht noch einen zweiten Eingang?
Langsam wurde ich selbst unsicher.
Ich stützte mich wieder auf meine Krücken, um doch noch
einmal nach diesen ominösen Bussen zu schauen, da klingelte
mein Handy erneut.

"Ja?"
"Gib mir mal die Adresse"
"Okay" Ich gab ihr die Adresse und wollte sie noch fragen,
wo sie denn steht?" Kam aber nicht mehr dazu.

Aufgelegt

Kaum hatte ich mich wieder gesetzt, klingelte das Handy erneut.

"Verdammt! Ich bin in Regensburg an der Klinik, wo ich dich
wegen der Bestrahlung rausgelassen habe!
Ich fahre jetzt los nach Bad Abbach."

Zack, aufgelegt.

In dem Moment dämmerte es mir.
Wir hatten komplett aneinander vorbei geredet.
Ich war die ganze Zeit davon ausgegangen, dass sie mich -
wie abgesprochen - in Bad Abbach abholt.

Kopfschüttelnd setzte ich mich wieder auf die Bank und wartete.
Dreißig Minuten später fuhr sie ins Rondell.
Wir sahen uns an und mussten beide einfach nur lachen.


A
 

Anders Tell

Mitglied
Nett erzählt, aber eine Kurzgeschichte ist der Text nicht. Ich mache mich sicher wieder unbeliebt, wenn ich trotz freundlicher Aufnahme neuer Mitglieder auf literarische Kriterien dränge.
 

jon

Mitglied
Das wirkt, als hättest du uns die allererste Fassung vor die Füße ge… geworfen. Unsinnige Leerzeilen, absurde Zeilenumbrüche, etliche weitere Fehler, (mindestens) eine inhaltlich rätselhafte Stelle …

Zu Letzterem:
"Also ich stehe hier an den Bussen, wo wir dich
rausgelassen haben - und dich!"
… und dich was?
 



 
Oben Unten