Abschiedsblues

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Walther

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Abschiedsblues

Ich stehe hier. Ein Bad im Abschiedsblues
Nahm ich am Abend schon. Dein Schatten schneidet
Sich aus dem Hellen. Selbst das Türblatt leidet
Und schließt sich hinter dir als letzter Gruß.

Du trägst ein Leben in der Hand und reist
Damit woanders hin, wo Wir nicht ist;
Vielleicht ein andres Wir, so wie du bist.
Die Wunde nässt. Dein Platz bei mir verwaist.

Ich bin nur hälftig, halb ist mein Gefühl:
Es will zugleich dein Gehen wie dein Bleiben.
Ich spüre, wie die Bilder sich verreiben;
Und dort, wo Wärme war, wird es jetzt kühl.
 

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