Absolutes Halteverbot

Absolutes Halteverbot

Von einem Kreisverkehr muss man auf dem Linienweg in eine Anliegerstraße abbiegen. Dort ist die Durchfahrt für den Individualverkehr ansonsten verboten (rundes Schild, weiß mit rotem Rand). Etwa 100 Meter weiter hinein in diese Straße muss man scharf rechts abbiegen.

Da dort fast immer Autos verkehrswidrig abgestellt sind, musste ich auch diesmal ein wenig nach links ausholen, um mit dem Gelenkbus um die Ecke zu kommen. Der Platz reichte aber trotzdem nicht, weil direkt an der Ecke ein PKW stand. Der Fahrer saß am Steuer, bemerkte mich aber nicht.
Erst als ich mit etwa zwei Meter Abstand neben ihm zum Stehen kam, bevor ich mit dem Gelenk sein Heck berührte, sah er auf, rührte sich aber nicht weiter. Ich öffnete die vordere Tür und bat ihn, das Fahrzeug weg zu setzen. Er rückte daraufhin etwa einen Meter weiter nach vorn. Ich folgte ihm und musste wieder stoppen. Ich wiederholte meine Aufforderung.
„Ich halte doch nur kurz...“, meinte er.
„Schön, aber ich würde gerne weiter. – Und noch etwas: Kennen Sie dieses Schild?“ Ich deutete auf das runde Schild direkt vor ihm (roter Rand, rotes Kreuz, blauer Hintergrund, Pfeil nach rechts).
Dann wollte er zunächst aussteigen, blieb dann aber doch sitzen und fuhr davon. Den Platz hatte ich ihm natürlich gelassen. Die Antwort ist er mir jedoch schuldig geblieben.

Manchmal könnte man glauben, Verkehrsschilder sind reine Dekoration ohne weiteren Nutzen ...
 
Hallo Liselotte,

manchmal glaube ich, manch ein Autofahrer hat gar kein Gehirn, dass er dafür verwenden könnte. Insofern wäre die automatische Erkennung praktisch. Fragt sich nur, ob der Fahrer dann auch weiß, wie er sich zu verhalten hat. Das wage ich nämlich zu bezweifeln.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 


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