Abtsroda

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Perry

Mitglied
Hallo Wüstenrose,
scheint eine schön Gegend zu sein, von der Abtsrodaer Kuppe habe ich schon mal was gehört.
Mir gefällt die lyrische Verwortung auch gut, wobei ich auf die
Rand- ( Hessische Rhön herbstlich.)
bzw. Zusatzbemerkungen (Die sind traumerfüllt. / Die sind sternenklar.)
verzichten könnte. Aber das ist natürlch Geschmackssache. ;)
LG
Manfred
 

wüstenrose

Mitglied
Hallo Oscarchen,
o danke für dein Lob! Und diesmal auch ausdrücklich Dank den werten Wertern! Gewiss, man sollte die Sternchen nicht zu hoch hängen, aber manchmal, ganz ehrlich, tun sie auch gut. Bezogen auf dieses Gedicht nicht im Sinne von: ich wurde dekoriert! Sondern im Sinne von: da ist was angekommen, der Funke ist übergesprungen, das Thema berührt.
Und das erfreut kleine Dichterlein wie mich allemal: zu erfahren, dass eigene Worte berühren.
wüstenrose, du sagst es Oscarchen, dahinter steckt ein männlicher Dichter oder User. Es soll kein Versteckspiel sein. Aber unter diesem Avatar habe ich seinerzeit die Bühne der Leselupe betreten und jetzt bin ichs halt und jetzt bleibts dabei.

lg wüstenrose
 

wüstenrose

Mitglied
Hallo Manfred,
herzlichen Dank für dein Feedback!
Interessante Frage (hinsichtlich "Zusatzbemerkungen"), die du da aufwirfst.
Hinsichtlich der Eingangszeile kann ich dazu sagen: Prinzipiell ist Abtsroda arbiträr. An dieser Stelle könnten wohl viele Ortnamen stehen und somit könnte vielleicht ganz auf diese Zeile verzichtet werden.
Aber ein persönlicher Bezug zu Abtsroda ist vorhanden, und diese persönliche Bindung zu diesem Nest, das ich diesen Semptember für wenige Tage besuchte - - - vielleicht stellt die für den Autor einen wichtigen Anker dar, um das Gedicht und die ihm innewohnende Gefühlswelt überhaupt entfalten zu können.

lg wüstenrose
 

Tula

Mitglied
Hallo wüstenrose

Der Himmel pudert die Felder mit Stille.

In der Tat sehr stimmig und beschaulich.

Und der Abschluss natürlich

LG Tula
 

wüstenrose

Mitglied
Hallo Tula,

In der Tat sehr stimmig und beschaulich.
Danke für deinen Leseeindruck!
Der lässt mich darüber sinnieren, dass es nicht selten die Leser*innen sind, die als erstes - noch vor dem Autor - griffige Attribute finden, die dem betreffenden Gedicht zugeordnet werden können.
An "beschaulich" habe ich eigentlich nicht gedacht, aber es scheint mir für die von dir genannte Stelle sehr passend. Beschaulich, meditativ. Von hier aus gesehen wäre dann das schweigende Herz in der Schlusszeile weniger ein hartes, unempfängliches Herz, sondern vielleicht eher ein ruhendes, gleichzeitig ein empfängliches, offenes Herz.
Klar soll der Autor sein Gedicht nicht erklären. Aber ich verstehe es ja selber nicht, ich kann erstmal nur sagen: meinem Sprachgefühl nach passt es so! Der eigentliche Gehalt? Vielleicht findet sich der mit den Jahren.

lg wüstenrose
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo!

Ein Fest der Sprache, für das ich gerne eine Empfehlung ausspreche.

Liebe Grüße
Manfred
 

Mimi

Mitglied
Lieber wüstenrose,
immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich Leser Gedichte wahrnehmen...

Mir gefällt besonders die letzte Strophe.
Im Vorhof der Nacht
wartet dein Mandelblick
auf mein schweigendes Herz.
Ja, den Vorhof der Nacht lese ich als eine Art "Hohlraum", ähnlich dem des Herzens.
Ein sehr stimmiges Bild...

Gruß
Mimi
 

wüstenrose

Mitglied
Hallo Manfred,
schönen Dank, freut mich!

Hallo Mimi,
Ja, den Vorhof der Nacht lese ich als eine Art "Hohlraum", ähnlich dem des Herzens.
Ein sehr stimmiges Bild...
O, was für eine schöne Assoziation!
Wie gesagt: Es wäre Unsinn oder unehrlich zu sagen: genau das wollte ich ausdrücken! Denn hierfür fehlte mir, nach Worten suchend, das Bewusstsein. Schreiben als halbbewusster / unbewusster Prozess.
Erst im Nachgang erfolgt ein Herantasten an den Gehalt der Worte. Deine Lesart nimmt mich da quasi an die Hand, hilft mir dabei, dem eigenen Text zu vertrauen.

lg wüstenrose
 


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