Affen im Gehege

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molly

Mitglied
Affen im Gehege / Der Neue ( Aktuelle Version)

Voll Trauer liegt der Affenmann
Am Boden, schaut den Himmel an.
Er denkt an seine Affenschar,
mit der er einst zusammen war.

Die Affendamen im Gehege
sie widmen sich der Läusepflege.
Der Neue schleicht auf leisen Sohlen
und will sich nur vom Obst was holen.

Die Affendamen zeigen Zähne
und schütteln drohend ihre Mähne.
Sie stürzen sich auf ihn im Nu
und kratzen, beißen, schlagen zu.

Der Affenmann zieht sich zurück
und findet doch zu seinem Glück
ein Seil gespannt von Pfahl zu Pfahl,
denkt finster nur: „Ihr könnt mich mal.“

Auf allen vieren springt er rauf.
und richtet sich ganz stattlich auf,
tanzt übers Seil, sehr elegant,
hält’s Gleichgewicht mit Arm und Hand.

Die Affendamen, erst so rau,
hört man verzückt nun: "Schau, nur schau,
was unser Affenmann doch kann,
so nehmen wir ihn gerne an.“
*
Will einer nicht mehr einsam sein
und macht sich deshalb mal zum Affen,
dann fällt ihm schon was Gutes ein,
um sich Beachtung zu verschaffen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ciconia

Mitglied
Hallo molly,

Tiergedichte, und seien sie noch so komisch, scheinen momentan in der Leselupe nicht angesagt zu sein. Dabei gab es doch schon andere Zeiten …

Mir gefällt Dein Affengedicht – es ist lustig, sauber gereimt und hat eine treffende Pointe.

Gruß Ciconia
 

molly

Mitglied
Hallo Ciconia,

herzlichen Dank für Dein Echo, wie schön, dass es Dir gefällt.
Eines Tages werden auch Tiergedichte hier wieder angesagt sein, ganz bestimmt:)

Viele Grüße

molly
 

anbas

Mitglied
Liebe Monika,

auch mir gefällt das Gedicht. Wie Du siehst, konnte ich aber nicht die Finger davon lassen und habe einige Änderungsvorschläge sowie ein paar kleine Korrekturen für Dich. Einige Änderungen habe ich vorgenommen, um die Anzahl des Wortes "Affe" etwas zu minimieren.

Vielleicht magst Du ja das eine oder andere übernehmen.


Liebe Grüße

Andreas

Affen im Gehege

Voll Trauer liegt der Affenmann
Am Boden, schaut den Himmel an.
Er denkt an seine Affenschar,
mit der er einst zusammen war.

Die Affendamen im Gehege
sie widmen sich der Läusepflege.
[blue]Das Männchen[/blue] schleicht auf leisen Sohlen
und will sich nur vom Obst was holen.

Die Affendamen zeigen Zähne
[blue]und[/blue] schütteln drohend ihre Mähne[blue].(Punkt)[/blue]
[blue]Sie[/blue] stürzen sich auf ihn im N[red]u[/red]
[blue]und[/blue] kratzen, beißen, schlagen zu.

Der Affenmann zieht sich zurück,
und findet doch zu seinem Glück
ein Seil gespannt von Pfahl zu Pfahl,
denkt finster nur: „Ihr könnt mich mal.“

Auf allen vieren springt er rauf.
[blue]und[/blue] richtet sich [blue]ganz stattlich[/blue] auf,
tanzt übers Seil, sehr elegant,
[red]h[/red]ält’s Gleichgewicht mit Arm und Hand.

Die Affendamen, erst so rau,
[blue]hört man verzückt nun:[/blue] "[red]S[/red]chau, nur schau,
was unser Affenmann doch kann,
[blue]so[/blue] nehmen wir [blue]ihn[/blue] gerne an.“
*
Will einer nicht mehr einsam sein
Und macht sich deshalb mal zum Affen,
dann fäll[red]t[/red] ihm schon was Gutes ein[blue],
um sich Beachtung zu[/blue] verschaffen.
 

Tula

Mitglied
Hallo molly

Jede Ähnlichkeit mit Artverwandten (Dichter mit eingeschlossen) ist rein zufällig :)

Gern gelesen
Tula
 

molly

Mitglied
Affen im Gehege

Affen im Gehege / Der Neue

Voll Trauer liegt der Affenmann
Am Boden, schaut den Himmel an.
Er denkt an seine Affenschar,
mit der er einst zusammen war.

Die Affendamen im Gehege
sie widmen sich der Läusepflege.
Der Neue schleicht auf leisen Sohlen
und will sich nur vom Obst was holen.

Die Affendamen zeigen Zähne
und schütteln drohend ihre Mähne.
Sie stürzen sich auf ihn im Nu
und kratzen, beißen, schlagen zu.

Der Affenmann zieht sich zurück
und findet doch zu seinem Glück
ein Seil gespannt von Pfahl zu Pfahl,
denkt finster nur: „Ihr könnt mich mal.“

Auf allen vieren springt er rauf.
und richtet sich ganz stattlich auf,
tanzt übers Seil, sehr elegant,
hält’s Gleichgewicht mit Arm und Hand.

Die Affendamen, erst so rau,
hört man verzückt nun: "Schau, nur schau,
was unser Affenmann doch kann,
so nehmen wir ihn gerne an.“
*
Will einer nicht mehr einsam sein
und macht sich deshalb mal zum Affen,
dann fällt ihm schon was Gutes ein,
um sich Beachtung zu verschaffen.
 

molly

Mitglied
Affen im Gehege / Der Neue

Voll Trauer liegt der Affenmann
Am Boden, schaut den Himmel an.
Er denkt an seine Affenschar,
mit der er einst zusammen war.

Die Affendamen im Gehege
sie widmen sich der Läusepflege.
Der Neue schleicht auf leisen Sohlen
und will sich nur vom Obst was holen.

Die Affendamen zeigen Zähne
und schütteln drohend ihre Mähne.
Sie stürzen sich auf ihn im Nu
und kratzen, beißen, schlagen zu.

Der Affenmann zieht sich zurück
und findet doch zu seinem Glück
ein Seil gespannt von Pfahl zu Pfahl,
denkt finster nur: „Ihr könnt mich mal.“

Auf allen vieren springt er rauf.
und richtet sich ganz stattlich auf,
tanzt übers Seil, sehr elegant,
hält’s Gleichgewicht mit Arm und Hand.

Die Affendamen, erst so rau,
hört man verzückt nun: "Schau, nur schau,
was unser Affenmann doch kann,
so nehmen wir ihn gerne an.“
*
Will einer nicht mehr einsam sein
und macht sich deshalb mal zum Affen,
dann fällt ihm schon was Gutes ein,
um sich Beachtung zu verschaffen.
 

molly

Mitglied
Herzlichen Dank, lieber Andreas. Ich habe fast alle Vorschläge übernommen, außer dem "Männchen". Durch Deinen "Feinschliff" gefällt mir das Gedicht noch besser.

Liebe Grüße

Monika
 

molly

Mitglied
Hallo Tula,

ich freue mich, dass Dir die Affengeschichte gefällt, die ich ohne Hintergedanken an bekannte Personen geschrieben habe. Tatsache ist, dass viele Tier, wenn sie von einem Zoo in den nächsten umziehen müssen, erstmal Heimweh haben. Das hat mir einmal ein Tierpfleger erzählt.

Dir noch einen schönen Sonntag und viele Grüße :)

molly
 

anbas

Mitglied
Liebe Monika,

schön, dass Du meine Vorschläge weitgehend übernommen hast. Ich freue mich, dass ich helfen konnte.

Die Ergänzung in der Überschrift ist auch gut, da die Gesamtsituation klarer wird. Zu überlegen wäre, ob man nicht eine Überschrift findet, die ohne "/" auskommt. "Der Neue" würde aus meiner Sicht z.B. völlig ausreichen, "Der Neuling" wäre auch nicht schlecht.

Trotzdem noch kurz ein paar Worte zum "Männchen" - ich hatte es auch als ironischen Seitenhieb zu "sich zum Affen machen" gewählt. Er will imponieren, dazu gehören und ist eigentlich nur ein bemitleidenswertes Männchen ;).

Liebe Grüße

Andreas
 

molly

Mitglied
"Er will imponieren, dazu gehören und ist eigentlich nur ein bemitleidenswertes Männchen"

Lieber Andreas, :)

Du siehst ihn als "bemitleidenswertes Männchen", für mich ist er ein ganzer Kerl. Die "Damen" behandeln ihn schlecht und so sucht er sich etwas, das ihm Freude macht. Sicher hat er nicht zuerst an die "Damen", im Gehege gedacht, sonder nur finster:"Ihr könnt
mich mal".

Das mit der Überschrift muss ich mir noch überlegen, wie wäre:
Der Neue im Gehege?

Liebe Grüße

Monika
 

anbas

Mitglied
Hm, vielleicht etwas weniger erläuternd...

- Der Gehegege-Neuling
- Frischer Wind im Affenstall ("Affengehege" ginge natürlich auch, klingt aber nicht so knackig)
- Frischer Wind für müde Damen

Eine andere Überlegung wäre, in der ersten Strophe deutlicher zu machen, dass der Affenmann neu in der Gruppe ist. Dann gäbe es bei der Überschrift noch mehr Varianten. Eine Möglichkeit wäre z.B.:

Es kommt ein junger Affenmann
ganz neu in dem Gehege an
und denkt nur an die Affenschar,
mit der er einst zusammen war.

(...)

Betrübt zieht dieser sich zurück
und findet doch zu seinem Glück
ein Seil gespannt von Pfahl zu Pfahl,
denkt finster nur: „Ihr könnt mich mal.“
Ich denke, dass in der ersten Strophe die Trauer nicht unbedingt erwähnt werden muss. In meinem Vorschlag wird sie dortr nur indirekt angedeutet. Viel wichtiger wäre es, sie da einzustreuen, wo er Ablehnung erfährt.

Das sind jetzt so ein paar Gedanken, die mir noch gekommen sind. Vielleicht ist ja was Passendes dabei.

Liebe Grüße

Andreas
 

molly

Mitglied
Dein Vorschlag hört sich nicht schlecht an, ich will noch einmal darüber schlafen.
"Affentanz" ist mir noch eingefallen.

Liebe Grüße

Monika
 

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