Afrika bei Lüneburg

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wiesner

Mitglied
Afrika bei Lüneburg


nicht auf Tümpeln nur
sprengen Regentropfen
sich zu Kronen schön
auf rissiger Kruste auch
klatschen sie geadelt
als ein Puder auf Staub

ein Sonnentier faucht
wir erkennen ungläubig
und mit uns knochig
die hustende Schnucke
Halme fein verbraunen
und blöd sich krümmen

rings verlorener Höfe
brennt weißer Sand und
von trocknen Wassern her
mag ein Geschmeiß
als Vorgesang der Kalangu
die toten Mäuler finden
 
Zuletzt bearbeitet:

Ubertas

Mitglied
Lieber Béla,

ein Gedicht, das mich nicht loslässt! Ich mag es windseitig lesen und darin ein Vergehen wie ein letzter Hauch, der über diesen Zeilen schwebt, mitlesen: zernieseln, knochig, klatschen, verbraunen, Schnucken, es brennt verursachtes Wasser.
Als wäre es, als ist es: der eine Regen, den wir gläubig erkennen wollen, ungläubig wie wir sind, nachdem er sich mit getrocknetem, ausgefransten Mund noch fast zu sprechen hätte getraut. Sich verlor. Puderförmig, sich selbst krönend und Staub ist in seinem Niederfall. Hier versiegt er, gleich dem fauchenden Sonnentier danach. Nur ein Leseeindruck und ein Trommeln im Ohr. Ein immerzu unerhörtes.

Ein hervorragendes Gedicht.

Liebe Grüße,
ubertas
 

wiesner

Mitglied
Liebe Ubertas,

für Dein poetisches Singen und Loben herzlichen Dank! Immerhin eine/r mit Mut vor diesem Klimabrocken, der offenbar vielen hier im Halse steckengeblieben ist. Ich werde nun in die Ferien fahren und mir überlegen, wie's weitergehen soll in der zweiten Jahreshälfte.
Dir eine schöne Zeit und viel Inspiration für viel Neues!

All den anderen natürlich auch schöne Sommertage!

Gruß
Béla
 



 
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