Am Himmel keine Geigen - Sonnet

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Walther

Mitglied
Am Himmel keine Geigen

Die Welt verbrennt nicht nur die letzte Kohle.
Es fackelt auch das letzte Gas, und lang
Wird nicht gefackelt: Bombe und Pistole,
Rakete und Gewehr. Bekannter Klang

Für die, die schon den heißen Krieg erlitten –
Nicht nur den Kalten. Deine Hand zu halten,
Das möchte ich erbitten und inmitten
Der wilden Zeit, in tosenden Gewalten

Möcht ich so bei dir sein, wie ich’s jetzt bin.
Ich möcht in deinen Haaren wühlen, riechen,
Dich küssen von der Stirn bis auf dein Kinn,
Mich mit dir im Kokon ganz tief verkriechen:

Da bleiben wir, bis endlich Waffen schweigen
Und‘s endet, Welt und Zukunft zu vergeigen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 24019

Gast
Hallo Walther,

ich bin alles andere als ein Fachmann für Gedichte, aber ich weiß, dass mir dieses hier wirklich richtig gut gefällt. Ich habe es sehr gerne gelesen. Mehrfach.
Allerdings wird der Kokon wohl leider sehr sehr lange halten müssen ...
 

Walther

Mitglied
Hallo Walther,

ich bin alles andere als ein Fachmann für Gedichte, aber ich weiß, dass mir dieses hier wirklich richtig gut gefällt. Ich habe es sehr gerne gelesen. Mehrfach.
Allerdings wird der Kokon wohl leider sehr sehr lange halten müssen ...
hey @Kurzgeschrieben,
sei fürs lesen, besprechen und empfehlung bedankt!
lg W.
Der Kokon wird gekocht, um den Faden von der verblichenen Raupe abzuwickeln.

Bei Seidenraupen.
das leben hängt an einem seidnen faden!

der dichter dankt @Tula und @Kurzgeschrieben für die freundlichen leseempfehlungen!
 



 
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