am Meer (Pantun)

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Tula

Mitglied
am Meer

das stete Hin und Her, das große Rauschen
der Beutezug der Wellen hin zum Strand
das Herz am Wind, der Ewigkeit zu lauschen
ein Segel, das am Horizont verschwand

der Beutezug der Wellen hin zum Strand
für kurzen Ruhm und Agonie in Kreisen
ein Segel, das am Horizont verschwand
in Mythen, die das Heldentum beweisen

für kurzen Ruhm und Agonie in Kreisen
ein Schaum, der stets vergeht und doch verharrt
in Mythen, die das Heldentum beweisen
wie Geister, in der Muschel aufbewahrt

ein Schaum, der stets vergeht und doch verharrt
das Herz am Wind, der Ewigkeit zu lauschen
und Geistern, in der Muschel aufbewahrt
das stete Hin und Her, das große Rauschen
 

wiesner

Mitglied
Lieber Tula,

es macht große Freude, das Pantun in seinem tänzerischen Hin und Her und Vorwärts zu lesen. Und wenn es gelungen wie Deines ist, umso größere!
Mir will sowas gar nicht gelingen, schon vor Jahren hab ich's aufgegeben.

Gruß
Béla
 

Tula

Mitglied
Lieber Béla
Sorry für die späte Antwort, nichtsdestotrotz mit einem herzlichen Dankeschön! - Die Idee dazu kam, na klar, bei einer Wanderung am Strand. Aber das wäre auch so gar nicht nötig gewesen, ich bin in Gedanken immerzu am Meer :)
Das Pantun hat ja was und ist eine schöne dichterische Herausforderung, gerade weil Wiederholungen eigentlich schnell langweilig wirken. Dem entgegenzuwirken bedarf etwas Geduld, fast so wie bei den Surfern, die stundenlang im Wasser auf DIE WELLE des Tages warten :)

Dankend lieben Gruß
Tula
 



 
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