Am Samowar

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Am Samovar

Rolf-Peter Wille


Am Samoware schlummert Rachman lange.
Der Rachman schnarcht, es summt der Samowar.
Sie schnurren wie zwei Kätzchen wunderbar
In munterem, harmonischen Gesange.

Es grollt der ferne Donner wie ein Drache.
Am Samoware schlummert Rachman lange
Und schnurret in harmonischem Gesange.
Nur leis, daß unser Sänger nicht erwache!

Und aus der Ferne grollt der Donner bange.
Es tanzt ein leichter Regen auf dem Dache
Recht leise, daß der Schläfer nicht erwache.
Am Samoware schlummert Rachman lange.

An dem Rachmane summt der Samowar.
Und in dem Samoware schnurrt der Tee.
Recht leise auf dem Dache tanzt der Schnee
Und singet mit dem Drachen wunderbar.

Recht fern im Samoware fällt der Schnee.
Und auf dem Dache schlummert Rachman lange
Und grollet mit dem Donner im Gesange.
Im Zimmer wehet leis ein wilder Tee.

Und warme Dämpfe schweben wunderbar.
In weichem Sarge schlummert Rachman lange.
Es faucht der Tee an seiner kalten Wange
Und durch die Lüfte zischt der Samowar.

In seinem Zimmer sitzet Rachman lange
Und trinket langsam eine Tasse Tee.
Es singt der Samowar ein leises C
In seinem munter summenden Gesange.
 

Herr Müller

Mitglied
Man hört ihn blubbern

Ein Meisterwerk Rolf-Peter. Mehr kann ich dazu nicht sagen, nach dem Lesen war ich ein ganzes Stück ruhiger.

Henrik
 
Danke, Henrik, und..., ja genau, "blubbern"! Das war das Wort, das mir nicht einfiel... (ich haette sogar Pormanteau Woerter, "blummern" oder "schlubbern" einbauen koennen...)

Schlummernd blubbernde Gruesse,
Rolf-Peter
 

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