an den feuern der mark

HerbertH

Mitglied
ein riss in meiner seite
schwärt länglich immer weit
es tröpfelt in die weite
ein neues stück der zeit

die lust ist ziemlich schwanger
von pheromonen voll
um ihren hals da schlang er
ein neues pilzlein knoll

so refft sich stolzes segel
im sturm so furchtbar stumm
wer kriegt denn in der regel
und biegt sich krümmer krumm

wer lacht an meiner seite
wer träumt sich dennoch frei
wer hat noch kraft zur weite
ein schelm freit nur unfrei
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Es hat mich auf magische Weise an "An den Feuern der Leyermark" von Amery erinnert, als ich den Titel las.
Dort geht es um eine Alternativgeschichte, die man ebenfalls als Riss in der Zeit interpretieren könnet.
Hier die Mark, dort die Leyermark.

Für mich klingt es stark nach Kampf und Krieg, obwohl das Wort nirgends auftaucht.

Es ist ein "vormoderner" Krieg, der noch mit Repetiergewehren geführt wird.

Es ist ein tragischer Kampf.

Ich kann aber völlig daneben liegen mit meiner Interpretation.

Die Parallelen mit Amerys Buch sind zufällig - und je genauer man hinschaut, desto mehr verschwinden sie, lösen sich auf in den Nebeln der Geschichte.
 

HerbertH

Mitglied
Hallo Bernd,

vielleicht war Amerys Roman Pate bei der Titelgebung, die ziemlich spontan ablief, wie so vieles.

Die Assoziation mit Kampf und Krieg ist sicherlich möglich. Du spürst aus dem Text einiges heraus.

Danke dafür und liebe Grüße

Herbert
 

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