ASHIMA ABRAHAM I

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Tissop

Mitglied
Ich will morgen nicht in die Schule gehen, weil ich die Schule nicht mag. Dort glotzen sie mich wie 'ne Fremde an. Aber ich bin ich keine Fremde. Ich wurde in Deutschland geboren, spreche so Deutsch wie jede Blonde und Weiße, ohne weiß zu sein. Mein Vater ist ein Deutscher, meine Mutter eine Afro-Amerikanerin. Lebe ohne sie bei einer Pflegefamilie.

Ich bin eine Freundin der Stille. Ich mag es, zu schweigen. Denn wenn ich rede, fühle ich mich angestarrt. Wenn ich schweige, kann ich aber beobachten. Zum Beispiel die Mädchen aus meiner Klasse. Sie quatschen übers Auto vom Vater, das Kleid der Mutter. Haus der Eltern. Pool des Onkels. Und so fort. Ich denke manchmal, sie wollen sich über die Gespräche was beweisen. Aufmerksamkeit aus ihren Augen hervorzaubern.
 

Cellist

Mitglied
Hallo Tissop,

ich stimme der Frage von Wolfgang unter seiner Wertung zu. Der Text ist ein guter Einstieg, aber da sollte noch etwas kommen. Vielleicht ein kurzes Erlebnis in der Klasse oder so etwas? Etwas, das den bisherigen Text und die Gedanken des LyrIchs praktisch unterstreicht. Muss gar nicht so viel sein. Jetzt fehlt mir bei diesem Text noch etwas.


p.s. Na, ich sehe gerade die "I" hinter dem Titel. Da darf man ja doch noch etwas erwarten. ;)
 

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