Au marché de Carpendras

Hübsche Schalen sind zu sehen,
hundert Stände zu begehen.
Frisches Obst und das Gemüse, fein,
funkelt auf dem Markt im Sonnenschein.

Auch bei vielen anderen Sachen
fängt das Herz an, froh zu lachen.
Ketten, Ringe, Edelsteine
kauft ein Mann gern für die Seine.

Bongos gibt es schon zum halben Preis,
der Verkäufer trommelt laut und leis,
gut in vollem Ton und schönem Klang,
bietet gerade mir die Bongo an.

Diese will ich gern besitzen,
komm beim Feilschen nicht ins Schwitzen,
bliebe gern noch Jahre da
auf dem Markt von Carpendras.
 
Zuletzt bearbeitet:

Frodomir

Mitglied
Hallo SilberneDelfine,

das ist ein Gedicht, was mir gute Laune macht. Ich fühle mich wie im Urlaub in einem exotischen Land, wenn ich das lese. Besonders liebe ich das Ende des Gedichtes:
bliebe gern noch Jahre da
auf dem Markt von Carpendras.
Das klingt einfach schön, diese Mischung aus Wehmut und Schönheit ist eins meiner Lieblingsgefühle.

Wenn ich ein bisschen literaturkritischer auf das Gedicht schaue, muss ich allerdings auch sagen, dass in der erste Strophe (Vers 3/4) doch ganz schön getrickst wurde, um den Paarreim zu ermöglichen, aber ehrlichgesagt geht das für mich auch in der tollen Stimmung deines Gedichts unter.

Insgesamt habe ich deinen Text sehr gern gelesen, danke für das Urlaubsgefühl!

Liebe Grüße
Frodomir
 
Hallo Frodomir,

vielen Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich, dass dir das Gedicht gefällt, und ich habe wirklich an Vers 3/4 etwas gefeilt, bis es passte :).
Schön, dass das Gedicht die Urlaubsstimmung einfängt - das war mein Ziel.

LG SilberneDelfine
 



 
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