auf auf

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Cellist

Mitglied
Hallo Herbert,

mich interessiert dein Text. Aber: ich verstehe zwar jede Zeile für sich, liebe Blues und bringe "Miles" auch damit in Verbindung. ;-) Aber spätrestens bei den abschließenden 2 Zeilen habe ich wohl ein Brett vor dem Kopf. ???

LG
Cellist
 

Vera-Lena

Mitglied
Lieber Herbert,

bei der Kurzlyrik geht es nach meiner Ansicht darum, für das Benannte einen gemeinsamen Kontext zu finden.

In diesem Falle hier würde ich sagen:

Einer macht dieses, ein anderer etwas Anderes und das Lyri macht das Seine. Allen gemeinsam ist, dass es sich dabei um Lebensfreude handelt, auf jeden Fall um positive Dinge.

Ein erfreulicher Text.

Liebe Grüße
Vera-Lena
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Cellist, liebe Vera-Lena

als ich diesen kurzen Text schrieb, hatte ich gerade eine ganze Reihe von Gedichten hier gelesen, die die melancholische bis extrem weltleidende Tonlage transportierten. - Sommer bluest.

Als Gegenmittel :) hörte ich eine Platte von Miles

Und dazu tanzte ich - was ich richtig gern mache

Und freute mich schon auf die kommende Reise nach Jerusalem

Auf auf, als Gegenstimmung zu den eher traurig stimmenden Gedichten


Vera-Lena,Du hast das mit den 'lauter positiven Dingen' richtig herausgelesen und damit meine Befürchtung entschärft, dass das Gedicht ausser dem Autor niemand verstehen kann :)

Danke für die Beschäftigung mit diesem ziemlich spontanen Kurzgedicht und liebe Grüße

Herbert
 

Cellist

Mitglied
Hallo,

Vera-Lenas Interpretation ist interessant. Darauf wäre ic hnicht gekommen, aber das liegt sicher an mir.

Danke für die zusätzliche Erklärung, Herbert.

LG
Cellist
 

Mondnein

Mitglied
Ich hing, lieber HerbertH,

(hänge noch) im "Jerusalem"-Vers fest.

"Reise nach Jerusalem" ist (in meiner Erinnerung) ein gemeines Spiel, ein Verlierer nach dem anderen scheidet aus. Charlie Harper setzte sich immer gleich auf den Schoß einer Frau. Ich scheide immer als zweiter aus und reise woanders hin.
Wenn nur noch ein Stuhl übrig ist, wird der Erfolg-Verlust-Regenbogen zu einem schwarzweißen Vexierbild.

Wie eigenartig ist es da, daß die Stadt einen Dual-Namen hat. Schon seit je. Wie die beiden Himmel und die Augen, die zugleich ein nur für Araber, Assyrer und Babylonier aussprechbarer Buchstabe sind. Seit den Griechen steht da im Alphabet unser nullförmiges O.

grusz, hansz
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Hansz,

Jerusalem ist eine faszinierende Stadt. In der Altstadt gibt vier Viertel: Das jüdische, das muslimische, das christliche und das armenische. Die Zahl der Schriften ist noch größer, auf Verkehrsschildern findet man oft hebräische, arabische und lateinische Bezeichnungen untereinander, und bei den christlichen Glaubensrichtungen kommen aufgrund der verschiedenen orthodoxen Glaubensrichtungen noch diverse Schriften dazu. Der jahrhundertelange Schmelztiegel Jerusalemer Geschichte umfasste Herrschaftszeiten von Babyloniern, Persern, Byzantinern, Kreuzrittern, Sarazenen, Briten und anderen mehr.

Ob das zu jenem Spiel "Reise nach Jerusalem" geführt hat? Möglich wäre es.

Im Gedicht war der Auslöser eine Reise, die auch nach Jerusalem führte.

Herzliche Grüße

Herbert
 

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