Auf einem schmalen Weg

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Arcos

Mitglied
Ich bin auf einem schmalen Weg,
bei Tag und bei Nacht.
Ich weiß nicht, wer ich bin,
ohne Gefühle und Ziel.

In dem Augenblick,
als ich auf die Welt kam,
ging ich los in dieser Herberge,
zwischen den beiden Türen.

Wenn man tief darüber nachdenkt,
scheint es aus der Ferne weit.
Doch die Zeit ist sehr kurz,
gemessen an der Ewigkeit.

Adlerschwingen über Feldern,
der Wind in seinem Blick.
Etwas flimmert auf den Bergen,
zwischen Kälte, Glut und Licht.

Ich bin auf einem schmalen Weg,
bei Tag und bei Nacht.
Ich weiß nicht, wer ich bin,
ohne Gefühle und Ziel.



Inspiriert durch „Uzun İnce Bir Yoldayım“ von Aşık Veysel,
in Erinnerung an Barış Manço (1943–1999)
 
Zuletzt bearbeitet:

Ubertas

Mitglied
Lieber Önder,

oft ist der schmalste Weg der breiteste. Es ist besser, nicht zu wissen, wer man ist, wenn man ist, sich auf einen Weg zu machen.
Dein Gedicht erinnert mich an Siddhartha.
Oh und es erinnert mich an vieles Meer:) das Denken färbend - wunderschön!!!

Liebe Grüße samt rehahö,
Anita
 



 
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