Aus der Tiefe

jon

Mitglied
Mir gefällt die Wendung am Schluss, ich hatte etwas anderes aus einer anderen Tiefe erwartet.
Mit gefällt die Formulierung „stabile Dreistigkeit“, auch wenn Dreistigkeit eigentlich nicht passt. Der Himmel ist nun mal dort oben, er sucht es nicht aus und hat keine Möglichkeit, sich – wem auch immer zu liebe – woanders hin zu begeben.

Mir gefällt nicht das durchgehende Präsens, da es sich in Wirklichkeit nach „Dreistigkeit“ um einen Rückblick handelt. Auch andere Detail-Stellen sind in Sachen Zeitform inkonsistent.
Mit gefällt nicht, dass der Schluss keinen Bezug zum Rest hat. Ich meine: Der erste Teil spricht von Sorgfalt, nicht von Nicht-Angst. Der zweite Teil spricht von keinem Gefühl, außer am Ende plötzlich kurz von Hoffnung.

Und mir gefallen viele Details nicht. Nur um mal einige zu nennen: Damit einem sein eigenes Boot vertraut ist, muss man nichts akribisch vorbereiten – das „bis“ behauptet einen logischen Zusammenhang, den es nicht gibt. Warum sind die Gründe für den Mastbruch unerklärlich und wofür ist das relevant? Wozu das „irgendeinmal“ - war das früher mal oder gehört das doch eher zum momentanen Problem? Wenn er sowieso nicht steuern kann (er treibt), wozu dient (ersatzweise zur ausgefallenen Navigation, wobei hier wohl eher das Navigationsgerät gemeint ist) ihm dann der Kompass? Proviant redet nie, also ist "wortlos" sinnlos.

Alles in allem: Mir gefällt die Idee, die Ausführung nicht.
 



 
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