Ausgeleuchtet - Sonett Shakespeare-Art

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Walther

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Ausgeleuchtet


Die Wahrheit liegt ganz gern an Rändern,
Die sich im Schattendunkel halb verbergen.
Sie schleicht sich in das Leben, will es ändern
Und wird der Wut dabei zum bösen Schergen,

Die ablehnt, was zu Neuem führen könnte:
Was man erkannt hat, soll so immer bleiben.
Wenn man sich etwas kluges Denken gönnte,
Dann müsste man sich nicht im Streit zerreiben.

Der Schattenwurf gleicht einem grauen Schleier,
Den Licht, das in sein Dunkel scheint, zerreißt:
Die Kanten werden scharf, kein Rumgeeier
Verhilft mehr zu verbergen, was dort gleißt,

Was dem sich in das Auge brennt, der sieht:
Die Wahrheit ist kein scheues Reh, das flieht.
 

Walther

Mitglied
danke,

lb. herbert,

nächste woche hätte ich es gelöscht. das werde ich in zukunft bei allen texten, die keinen kommentar und keine wertung erhalten, so machen. 1 monat online, dann offline. ;)

lg w.
 

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