Ausschreibungen, Wettbewerbe, Preise, Medaillen und Edelmetalle

Mondnein

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Liebe lupi lupaeque!

Wie geht's Euch mit den Ausschreibungen und Wettbewerben, - ich meine vor allem die lyrischen?
Ich nehme an fast allen teil, auch an solchen, die eine "Veröffentlichung" verlangen (ich habe in einer Anthologie bei Kiepenheuer & Witsch mal eine Erzählung untergebracht).
Meine Teilnahmen an den lyrischen Wettbewerben der letzten drei Jahre waren immer völlig erfolglos, obwohl ich versuche, mein Bestes einzusetzen.
Bei den "höchsten", wie z.B. dem Dresdner Lyrikpreis, gibt es nicht einmal eine Bestätigung, daß etwas eingesandt wurde oder später, daß man ausgeschieden worden sei.

Der Homunculus-Verlag (Ausschreibung mit dem astrophysikalisch angeregten Thema "dunkle Materie") sandte mir vorgestern immerhin eine Absage - ohne persönliche Anrede oben und ohne namentliche Unterschrift unten. Da platzte mir der Kragen, denn ich hatte einen saftigen Hit eingesandt, - aber die Kriterien sind ja nie offen und klar, - und was sind auch Kriterien, wenn es um eine klar umrissene Aufgabe geht, bei der die Inhalte getroffen werden müssen, nicht irgendwelche Stilrichtungen oder weiß der Himmel was für Kriterien.
Dachte ich.
Daß ich den Fehler machte und dann nachfragte, warum ich denn ein anonymes Absageschreiben bekomme und warum bei bloß ca. 170 Einsendungen (andere haben 3000) so ein kleines Gedicht von 20 kurzen Zeilen keinen Platz in der Zeitschrift ("Seitenstechen") finden kann, wurde mir "verletzte Eitelkeit" vorgeworfen.
Das stimmt natürlich, es ist ein Totschlagargument, eine Beleidigung, die immer trifft.

Manche Leute werden schöpferisch, wenn sie sauer sind. Ich nicht unbedingt, aber nun schrieb ich (zur Selbsttherapie) ein wenig belustigt über die Beleidigungstricks des Verlagslektors (oder was auch immer der Mensch für einen Job hat, kann ja auch der Hausmeister gewesen sein) das folgende Ding, - zugeschickt habe ich es den seitenstechenden homunculi nicht, aber hier ist es, für Euch, liebe lupae lupique:

[blue]
[ 4]die roentgenium-medaille


edelmetall habe ich gewonnen beim
wettbewerb - schau her mein schatz

bronze? silber? - nein das wiegt schwerer als
gold - mein strahlender gold-ersatz

über dem ersten preis: das eka-gold
einhundertelf - für den nullten platz

nach zwei millisekunden ist zweihundert-
zweiundsiebzig r g für die katz - -

doch meine freude am nullten preis über-
juckt noch den reiz wenn am kopf ich mich kratz
[/blue]
 

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