Benjamin und Oma

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Benjamin und Oma
von Willi Corsten

Oma, ich habe heut’ Nacht geträumt
ich hätte den Garten aufgeräumt
die Pflanzkartoffeln ausgegraben
jungen Salat zum Kompost getragen
kleine Radieschen mit Wonne
entsorgt in der braunen Abfalltonne.

Benjamin, jetzt schimpfe ich mit dir
wegen deiner Erzählung hier
aber im Traum passierte Sachen
ja gottlob keinem Kummer machen.

Oma, noch ist nicht aus dieses Spiel
denn ich hab der Blüten so viel
begeistert von den Bäumen gefegt
dabei gleich sämtliche Tulpen zerlegt
und dann, ich war schon fast erschöpft
die Blumen allesamt geköpft.

Benjamin, du schelmischer Tropf
hast Blödsinn nur im Kopf.
Die Flausen soll der Kuckuck holen
ich glaub, du willst mich nur verkohlen.

Oma, du hast in sieben Jahren
von mir nicht eine Lüge erfahren
auch jetzt stimmt jede Kleinigkeit
na ja - bis auf die Tageszeit
denn was ich angeblich im Traum hab gesehen
ist in Wahrheit heute morgen geschehen.
 
S

Sandra

Gast
Hallo Willie,

nachdem ich dich in Burbach hören durfte freue ich mich, deine Werke nun hier in der LL zu finden. Sicherlich werden sie bald ins Anthologieforum verschoben, denn da gehören sie m.E. hin. ;)
Es war schön, dieses humorige Werk von dir gelesen zu bekommen. Das schelmische Zwinkern habe ich auch noch vor Augen.
Wer weiß, wen du bei dem kleinen Benjamin vor Augen hattest. Vielleicht den Willie Corsten aus früheren Zeiten. Passen würde es.
Einen lieben Gruß aus Dormagen sendet dir
Alexandra Schulz
 
Liebe Alexandra,

leider entdeckte ich Deine Antwort erst jetzt, da keine Mailbenachrichtigung eintrudelte.

Vielen herzlichen Dank für die Komplimente! Ja, ein kleines Stück Kindheitserinnerung steckt sicher drin in dem Text.
Aber nix verraten, gell...

Es grüßt Dich lieb
Willi
 

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