Bimmelbammelquakquak

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Bimmelbammelquakquak


„Guten Morgen, Herr Benninghausen-Dierath. ... ja ... gewiss ...“

„Ich bin noch in der S-Bahn. Die Präsentation, ... ja ...werde ich ...“

„Herr Benninghausen-Dierath, wenn ich bitte ... ja ... ja ... “

„Natürlich, Herr Benninghausen-Die ... öh... achsojaweg“

„Drauberg. Ich möchte einen Termin für eine Patellararthrose.“

die Fahrkarten bitte

„Drauberg, Monika - nein - ja - AOK - 2. 4. 68“

„haallloo iichbins hatmein schurzelpurzelchen auch guht geschlaafen?“

„Geht es vormittags, ich arbeite ja halbtags beim Kaufhof, ja ... ja, danke.“

"Du bist noch müüdöö? ich hab dir schchoon kaafeeh gemacht.“

„Mittwoch, ja, das geht eigentlich meistens.“

„Und bröödschn hab ich auch schon gehoolt hhhmm“

„In drei Wochen?“

nächster Halt Okarben Ausstieg rechts

„ischbinn immernoch ... hmhmm"

„Mühlenbeck, hallo Frau Sieferz. Gerade hab ich mit unserem Chef gesprochen. Die Verbindung war plötzlich weg.“

„Am siebzehnten, zehn Uhr?"

„Ja. Der hat wieder seine Brüllphase. ... Dankö.“

„die zeihhddung habisch auch midgebraacht“

„Ich müsste dann um zwölf im Kaufhof sein. Das klappt dann doch?“

„Herr Benninghausen-Dierath, die Verbindung war plötzlich unterbrochen. Wenn ich bitte ... öh ... na dann.“

„Gut, am siebzehnten, zehn Uhr, Überweisung bring ich mit.“

nächster Halt Großkarben Ausstieg links

„Der Meli ist voll doof. Hass'u Englisch gemacht?“

„uund waas wirst duu heute schöönes tuun?“

„Isch hab das nischd verstanden. Die Alte kann das auchnischd erklären.“

„Dann tuu maal endspanenn und lasses ruuhhiig angehen“

„Ösekusen. Hallo Herr Kämers. Ich komm zehn Minuten später zum Meeting. Fangen Sie schon mal an, warten Sie nicht auf mich.“

„Die ganze Seite lesen. Das ist voll viel. Echtääi“

„Wir müssen unbedingt über den Vertrag mit Altenberg und Strässer reden. Das mit der Preiserhöhung können die sich pfeifen.“

nächster Halt Berkersheim Ausstieg rechts

„sollisch heuteabend einflasche wein midbringen?“

bimmelbammelbimmelbammel

„Mach's'u heude blau?“

„Gut, Herr Kämers. Ich bin noch in der S-Bahn. Das sollten wir im Büro besprechen.“

bimmelbammelbimmelbammel

„Ischbin hinten im letzten Wagen. Du auch? Ach isch seh disch. huhuhihi“

„Gut, Herr Kämers. Ich bin noch in der S-Bahn. Das sollten wir im Büro besprechen.“

bimmelbammelbimmelbammel

„Ja, Mühlenbeck.“

„Ja, Herr Kämers, bis gleich. Ist gut. Bin gleich da.“

„Hassu das Video auch gesehen? Krassääii.“

„wirkönnenauch leckeressen gehen“

nächster Halt Bad Vilbel Ausstieg rechts

„Die von der Personalabteilung haben gesagt, ich hätte mehr Resturlaub und Überstunden, als die Kündigungsfrist ausmacht. Und die haben vorgeschlagen, dass ich gleich daheim bleibe.“

„Die lässt voll die Titten raushängen schwockerschwackerschwockerschwacker. Wardesd'u an'ner Treppe?“

„Bin jetzt in der S-Bahn, Schatzi. Moment. Muss mal eben ... „

bitte treten Sie von den Türen zurück

„Ja, Schatzi. Moment doch.“

„Nein, zum Flughafen. Wir haben da auf die Schnelle noch etwas auf Mallorca gefunden.“

„wirkönnen nochmaal zum Italieneer geehen, wenn du maagst, hmm“

„Die Präsentation hab ich Ihnen gestern Abend noch geschickt, deshalb hatte ich Sie ja vorhin angerufen. Leider wurde die Leitung unterbrochen.“

Ist der Platz noch frei?
„Schatzi?"

„Ösekusen. Frau Kuckenagel, können Sie den Vertrag mit Altenberg und Strässer raussuchen? Ich komm eine Viertelstunde später und nehm den dann gleich mit in das Abteilungspalaver. ... OK .... danke.“

„Ich bin nicht Ihr Schatzi!“

„Na klar helf ich Ihnen gern noch dabei. Ich bräuchte da übrigens auch noch das Arbeitszeugnis.“

„jaa, eshadja noch Zeid. Sollisch gleisch von der Arbeid nochmaal anrufen? hhhhmm?“

Quak quak

„Ich wünsch Ihnen ein schönes Wochenende, Herr Benninghausen-Dierath.“

Quak quak

nächster Halt Bad Vilbel Süd Ausstieg rechts

Quak quak

„odeer zum spanier? gaanz wie duu magst. hmmmmm“

Quak quak

'tschulligung. Ich kann das blöde Ding nicht finden

quak quak

bimmalbammelbimmelbammel

quak quak

bimmelbammel

Da ist es. 'tschulligung.

bimmel

„Herr Beninnghausen. Hallo. Kann ich noch etwas für Sie tun?"

pallimpallimtüütüüt Wegen einer Störung im Betriebsablauf brabbelbrabbelbrabbel Vielen Dank für Ihr Verständnis

„Natürlich helfe ich Ihnen gern weiter. Ich kann aber erst in zwei Wochen ... ."
 
Zuletzt bearbeitet:
Es hat mich sehr amüsiert, fabuliern, und ich genieße jetzt erst recht die Stille daheim. Für den Text wurde offenbar viel Material gesammelt. Das wird nicht immer leicht zu ertragen gewesen sein.

Nur einen kleinen Fehler gefunden: bei Patellaarthrose fehlt ein l.

Freundliche Grüße
Arno Abendschön
 

Ciconia

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Hallo fabuliern,

ich würde mal bei Patella-Arthrose oder Patellararthrose bleiben. Aber was soll der Termin für eine solche sein? Sagst Du bei einer Magenverstimmung auch: "Ich hätte gern einen Termin für eine Magenverstimmung?"

Gruß, Ciconia
 
Ciconia, falls es dir entgangen sein sollte: Das ist eine Sammlung von authentischem Alltagsdeutsch und das heißt gelegentlich: falsches Deutsch. Weiter unten finden sich noch weitere Beispiele dafür: voll viel, einflasche. Auch die originelle Rechtschreibung bemüht sich mit Erfolg, eine von der korrekten abweichende Aussprache einzufangen. Offenkundig gehört dieser Naturalismus zur Konzeption des kleinen Werks. Bitte jetzt nicht nachträglich hier und da Stilreinigung betreiben.

Freundlichen Gruß
Arno Abendschön
 

Ciconia

Mitglied
Arno Abendschön, falls es Dir entgangen sein sollte: hein hatte hier den Versuch unternommen, eine angebliche Verbesserung der Schreibweise vorzunehmen. Darauf mein Kommentar, dass ich es bei der alten Schreibweise lassen würde.
Bitte jetzt nicht nachträglich hier und da Stilreinigung betreiben.
Dies sollte mir der Autor schon selbst sagen, wenn er es so empfindet.

Gruß, Ciconia
 
Ciconia, meine Kritik an deiner Kritik bezog sich auf Satz 2 derselben. Zwei von drei Sätzen darin beschäftigen sich mit dem falschen "für", das du sogar in Fettdruck ins Auge springen lässt. Bei einem Minimum an Leseverständnis hätte klar sein müssen, dass ich mich nicht auf "Patellaarthrose" beziehe.
 

fabuliern

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... das beiläufigeTextchen kann, wenn es so sein mag, vielleicht der Kurzweil dienlich sein. Mehr sollte nicht sein.
Ich bitte höflich um Entschuldigung für Irritationen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ciconia, das Zitat mit der originellen Rechtschreibung, die eine abweichende Aussprache widerspiegelt, bezieht sich auf den Gesamttext mit sehr vielen Einzelbeispielen und eben nicht auf die Rechtschreibung des einen Fremdwortes Patellaarthrose. Auch das kann sich einem ohne große Mühe erschließen. Und was das "gut sein lassen" betrifft: nicht, wenn man mich krass fehlinterpretiert.
 

DocSchneider

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo fabuliern,

das hast Du schön fabuliert und fein auf die Schüppe genommen, vor allem auch die Namen - und hier gibt es mal einen Doppelnamen für einen Herrn! :)

Mit der Patellararthrose hast Du ein richtig kniffliges Fremdwort eingefügt, ich hätte es dann lautmalerisch geschrieben, um Rechtschreibfallen zu umgehen. Dass der Prot daFÜR einen Termin möchte, ist zum Schießen, denn genau so ist der Sprachgebrauch. Ebenso wie in Apotheken, in denen meistens Mittel für anstatt gegen etwas verlangt werden. :)

Der Text erschließt sich tatsächlich erst richtig nach mehrmaligem Lesen, aber dann wird er immer besser.

Viel Freude bei der nächsten Bahnfahrt und Ohren immer offen halten!

Und viele Grüße

DS
 

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