Bleiern

Michele.S

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Die Luft ist wie schwarzer Granit
Seit Tagen durchdringt sie ein Warten
Nach einer Schwebe, die kippt
Ich sitze alleine im Garten
und spür viel zu deutlich,
dass es mich gibt

Überall ist da ein Garen
Sogar die Bäume scheinen zu schreien
Und die Vögel scheinen zu fragen;
"War der Himmel schon früher so klein?"
In mir wächst ein Wort,
aber ich kann es nicht sagen.

Dann wird Alles dunkelblau
vieles hat sich angestaut
und während ich zum Himmel schau
verstummt auf einmal jeder Laut
als hielt die Welt erst ganz kurz inne
bevor sie sich zu brechen traut.

Jetzt sind die Wolken voller Blitze
Ein Wind der allen Staub verjagt
Ein Rütteln wächst, das bis ins Zimmer ragt
Und während ich am Fenster sitze
Wird ganz langsam etwas still
das viel zu lang gesprochen hat.
 



 
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