Blind (neue Fassung)

Kyra

Mitglied
Blind
Ich schreibe dies ganz sicher nicht für die Nachwelt, was für ein dummes Wort, als würde sich die Welt um einen Tod scheren, dieses „nach“ schüttelt sie ab, wie ein Hund einen Floh. Da ich keine Kinder habe, werden sich auch keine Nachkommen hierfür interessieren. Wahrscheinlich mache ich diese Aufzeichnungen, weil es mich an manchen Tagen amüsiert, wie sich scheinbar Luft zu Worten und Sätzen verdichtet. Obwohl, wenn ich es recht bedenke, nein, dies ist so nicht wahr, auch wenn ich es gerne so sähe. Ich schreibe, damit zumindest etwas von mir sichtbar wird – für mich sichtbar wird.
Die einzige meiner Ausscheidungen, deren Anblick mir Freude bereitet.
Lisa, meine Frau - meine Frau, die mich schon vor drei Jahren verließ, würde sicher eine ihrer altjüngferlich-ranzigen Bemerkungen dazu äußern, wie:
…du bist blind für andere Menschen…, wenn du statt zu urteilen nachdenken würdest…, du bist ein Ignorant der nur nach Nützlichkeiten Ausschau hält…. So ungefähr würde ihre Beurteilung aussehen, möglicherweise nicht ganz falsch, aber weit entfernt von richtig.
Ja, Lisa. Als ich ihr das erste Mal begegnete, hörte ich jemanden ihren Namen sagen, Lisa…, ich hatte mich bereits in sie verliebt, bevor ich mich umdrehte und ihr Madonnengesicht sah - eine Madonna, die mit Sommersprossen übersäht war, umkränzt von einem rotlockigstörrischen Haarschopf. Sie wirkte sanft aber leidenschaftlich auf mich. Ich umwarb Lisa, sie fand Gefallen an mir und wir heirateten nach kurzer Zeit. Ihre Sanftmut war leider hilfsbedürftigeren Geschöpfen vorbehalten, als ich es damals war. Ihre Leidenschaft haben wir in langen Analysen bei Kerzenlicht und Wein zu Grabe getragen.
Als sie mich verließ, fragte ich sie, was ihr bei unserer ersten Begegnung am besten an mir gefallen habe. Ihre Entgegnung trifft mich heute mit einem scharfen Schmerz, den ich damals natürlich nicht verspürte. Sie sagte, mir sind als erstes deine Hände aufgefallen, sie sahen klug aus. Ja, ihr fielen zuerst meine Hände auf – und mir scheint, die vermisse ich heute auch am meisten von meinem Körper.
Vielleicht sollte ich hier einfügen, dass ich Neurologe bin. Meine finanziellen Verhältnisse gestatten es mir aber, mein Leben frei zu gestalten - ich dachte immer dies sei ein glücklicher Umstand.
Heute bin ich mir darüber nicht mehr so sicher. Nichts zwingt mich, das Haus zu verlassen, meine abgetragene Kleidung passt zum verwilderten Garten. Auch mein Denken scheint die Schienen seiner wissenschaftlichen Schulung verlassen zu haben, wirr kommt es mir bisweilen vor, die Gedankenstrudel eines ungebildeten Wilden.
Manchmal fühle ich mich einsam, aber kein anderer Mensch könnte diese Sehnsucht stillen und die Leere meines Spiegels füllen.

Es begann, wie so viele einschneidende Dinge im Leben, ganz harmlos und beiläufig. Als ich zum ersten Mal bemerkte, dass ich meine Fingerkuppen nicht mehr sehen konnte, hielt ich es für eine wetterbedingte Sehstörung. Damals glaubte ich, meine Trauer über Lisas Auszug gerade überwunden zu haben. Ich fühlte mich sogar wieder stark genug, anderen Frauen hinterher zu sehen. Noch war ich nicht soweit, sie zu begehren, aber ich stand kurz davor. Als einige Tage später meine Finger begannen immer durchscheinender zu werden, fing ich an, in meinen alten Lehrbüchern zu stöbern. Für mich als Neurologen gab es unzählige Diagnosemöglichkeiten, das Gehirn ist nicht nur zu kaum erklärbaren Gedankenleistungen in der Lage, auch die Ausfälle können einzigartig und bizarr sein.
So blätterte ich mit meinen Geisterfingern durch die Seiten, ich konnte die Stichworte durch meinen abwärts wandernden Zeigefinger lesen. Da nur noch meine Handrücken sichtbar waren, mit kaum wahrnehmbaren Fingeransätzen, fiel es mir schwer mich, auf die Texte zu konzentrieren. Wie plump sahen sie doch aus, keine Menschenhände, eher eine Art Pfote, deren Geschick beim Blättern nicht zu erklären war. Amputierte hatten Phantomschmerzen, aber mein Körper schien völlig gleichgültig auf diesen Verlust zu reagieren. Mein Interesses an meiner äußeren Erscheinung hatte in den letzten beiden Jahren sehr nachgelassen, so bemerkte ich erst Tage später, bei einem zufälligen Blick in den Badezimmerspiegel, wie erschreckend diese fingerlose Person aussah, deren Mittelhand ebenfalls langsam vom Nichts zersetzt wurde. Die Lepra der Unsichtbarkeit fraß mich langsam auf.
Jeden Mittwoch kam die Zugehfrau, eine junge stille Person, die in den fünf Stunden ihrer Anwesenheit versuchte, den Belag der Einsamkeit vom Boden aufzunehmen und ihren säuerlichen Geruch mit energischem Salmiakgeist zu übertönen.
Mehrere Wochen hielt ich mich bei ihrem Eintreffen versteckt, rief ihr über die Treppe zu, mir sei nicht wohl, dann zog ich mich in mein Schlafzimmer zurück, bis ich an der zaudernden Endgültigkeit des Zuklappens der Haustür merkte, dass ich wieder alleine war. Ich kannte sie, hatte es früher oft beobachtet, wie sie, bevor sich das Haus verließ, einen Augenblick zögerte, auf etwas zu lauschen sie, bevor sie die Tür mit einem befriedigten Knall schloss. Was hatte ich zu befürchten? Mir war nichts anzusehen, dies war alleine in mir entstanden, dessen war ich sicher. Trotzdem hatte ich immer wieder die unangenehme Vorstellung, ich würde wirklich unsichtbar. Lächerlich für einen Arzt, aber ich träumte davon, wachte des Nachts weinend auf, wie ein verlorenes Kind auf dem Rummelplatz. Mir war völlig klar, sollte ein anderer Mensch diese Veränderungen an mir sehen können, würde mein Geist sich sofort in die Sicherheit des Wahnsinns zurückziehen.
Aber einmal kam die Putzfrau meiner Flucht zuvor. Ich hatte an diesem Tage zu lange geschlafen, als ich gerade mein Frühstück hastig hinunterschlang, stand sie plötzlich in der Küche. Die Kaffeetasse am Mund, starrte ich sie bestürzt an. Sie erwiderte meinen Blick etwas verwundert, dann grüßte sie mich, lächelte mich nachsichtig an und begab sich an ihre Arbeit. Da zu diesem Zeitpunkt meine Hände ganz verschwunden waren, nur noch Stümpfe lugten aus den Ärmeln meines Morgenmantels, hätte ihr dies aufgefallen sein müssen, vor allem da ich eine Tasse in der Hand hielt. Am liebsten wäre ich so schnell wie möglich wieder in meinem Zimmer verschwunden, nur um Gewissheit zu haben, zwang ich mich zu bleiben. Mit ängstlicher Höflichkeit bat ich sie, mir ein Glas Wasser zu geben. Dies tat sie ohne zu zögern und reichte es an die Stelle, wo sie offenbar meine ausgestreckte Hand sehen konnte. Ehrfurchtsvoll hielt ich das Gefäß, sah durch meine Hand, durch die Glaswand, jenseits des Wassers die verzerrte Gestalt meiner Bedienerin und das Fenster mit dem grauen Himmel in ihrem Rücken.
Sie drehte sich um, ich bedankte mich und stellte das Glas achtlos auf den Tisch.
Kurze Zeit zog ich es in Erwägung, mit den wenigen Freunden, die ich hatte, darüber zu sprechen, aber ich wollte die verwunderten Blicke nicht sehen, die besorgten Nachfragen nicht hören, so behielt ich es für mich, beobachtete weiter mein allmähliches Schwinden, die schmerzlose Auflösung meiner Person. Da auch schon vorher meine Kontakte zur Welt außerhalb meines Hauses spärlich waren, fiel mein weiterer Rückzug niemandem auf. Ich begann wieder, meine Einkäufe zu machen, erleichtert nicht mehr von Pizza und chinesischen Gerichten leben zu müssen, die ein Bote vor die Tür abstellte, wo ich zuvor das Geld deponiert hatte. Wenn ich einen Bekannten auf der Straße traf, sagte mancher, ich hätte mich irgendwie verändert, nichts bestimmtes, die Frisur, oder der Gesichtsausdruck.
Anfangs fiel mir das sichere Zugreifen schwer und ich stolperte bisweilen, wenn ich barfuss ging. Der Auflösungsprozess dauerte Wochen, manchmal waren die Beine stärker betroffen, an anderen Tagen verschwanden Teile meines Kopfes, erst die Haare, dann wurde mein Kinn immer kürzer, was mir ein debiles Aussehen gab. Ich muss gestehen, obwohl ich mich inzwischen daran gewöhnt zu haben glaubte, wurde mir sehr übel, als mein linkes Auge, samt dahinter liegendem Kopf, eines Morgens verschwunden war. Übrig war ein Loch, gefüllt mit reinem Nichts, es schien mir durchscheinender zu sein als Luft, von einer Reinheit, die sich jeglichem Besitz entzog. Ich beschloss mir eine Glatze zu rasieren. Auf meine Haare war ich immer sehr stolz gewesen, dunkel, dicht mit leichten Wellen und grauen Schläfen - männlich. Jetzt, wo sie nicht mehr sehen konnte, missgönnte ich auf kindische Weise anderen ihren Anblick.
Nach fast drei Monaten war die Schwindsucht abgeschlossen, ich konnte nichts mehr von mir sehen. Am längsten hatten sich Zähne und der Darm gehalten, merkwürdig, aber in dieser Situation erfreute ich mich auch deren Anblick.
Solange ich angezogen bin, fehlen mir nur die Hände, mein Gesicht gaukle ich mir durch eine breitrahmige Brille vor. Das einzige was mir von meiner sichtbaren Existenz blieb, ist mein Schatten.
Oh, wie habe ich nächtelang gegrübelt, was wohl die Ursache sein könne….
Obwohl ich nicht viel von Psychologie halte, habe ich mich auch dieser Möglichkeit gestellt, die Diagnose wäre hier Hysterie gewesen. Da ich aber bisher noch nie in meinem Leben eine Veranlagung dazu festgestellt habe, konnte ich dies fast mit Sicherheit ausschließen. Nicht einmal Lisa hatte mir jemals so etwas vorgeworfen. Ich begann immer häufiger an sie zu denken, nicht an ihre Zärtlichkeit oder Liebe, sondern daran, wie laut ihre Schritte durch das Haus klangen, wie sie die Tischdecke mit den Krümeln vom Frühstück am Fenster ausschüttelte, für die Vögel. Solche Dinge gingen mir durch den Kopf, ihre immer leicht angeschwollenen Fußknöchel, die Borstigkeit ihres Haares und ihre ewige Kränklichkeit. Ich vermisste sie wieder, fast so, wie vor drei Jahren. Noch nie war mir ein Mensch so nah gekommen, unbehaglich dicht und unausweichlich lebte sie neben mir. Ich habe sie trotzdem geliebt.
Mein Leben ging fast genauso weiter, wie bisher, ich las, schlief viel und unternahm bisweilen Spaziergänge im nahe gelegenen Park.
Sicherlich hätte ich zu einem Kollegen gehen können, aber ich glaubte genug zu wissen, was sollte er mir neues erzählen? Er würde mich immer wieder zu sich bestellen, verschiedene Tests machen, um dann alles schließlich in einer Fachzeitschrift zu veröffentlichen. Manchmal übernehmen andere Gehirnteile die Aufgaben einer ausgefallenen Region, aber das würde mir nur die Zeit zeigen.
Ich verlegte mich eine Zeit lang auf Übungen, versuchte nackt neben meinem Schatten stehend, meinen Körper wieder zu erfinden. Versuchte, die Augen an das zu erinnern, was sie so viele Jahre ohne besondere Beachtung wahrgenommen hatten. Ich schloss die Augen, um sie dann plötzlich zu öffnen, als könnte ich meinen Leib für einen Augenblick vor seinem Verschwinden überraschen.
Inzwischen ist über ein Jahr vergangen, die Frage nach dem Grund schwimmt wie ein Fettauge auf meiner Gedankensuppe, immer vorhanden aber nicht mehr beherrschend.
Es gab da was, vor fast zwei Jahren…, es kommt mir immer wieder in den Sinn, dennoch will es mir als Auslöser nicht möglich erscheinen. Ich vermute, es ist nur die Blindheit, die Blindheit eines anderen Menschen, die mich zu diesem Erlebnis zurückzieht.
Es war eine kleine Romanze, nichts besonderes, außer der Erblindung des Mädchens. Ich hatte sie schon lange beobachtet, sie wohnt hier in der Straße, so traf ich sie bisweilen beim Einkaufen und an der Bushaltestelle. Sie trug keine dunkle Brille, ihre Augen sahen völlig gesund aus, aber ihre Bewegungen verrieten sie. Wohl aus Eitelkeit verzichtete sie auf einen Blindenstock, aber ich hatte sie schnell durchschaut, die Drehung des Kopfes bei einem unerwarteten Geräusch, wie ein scheues Tier. Sie war nicht hübsch, eigentlich sogar eher hässlich. Was mich anzog war ihre Behinderung – nein ich bin nicht pervers, keiner von denen, die auf Amputierte oder missgebildete Frauen stehen. Dies war etwas anderes. Ich wollte fühlen, wie eine Frau mich berührt, mich liebkost und begehrt, die mich nicht sehen kann. Es war nicht allzu schwer, sie zu erobern, eigentlich hätte ich von einer blinden Frau mehr Misstrauen erwartet. Als ich sie ansprach, sah sie lächelnd zu mir auf, bemühte sich in meine Augen zu blicken.
Die kurze Zeit unserer Beziehung habe ich sehr genossen, tatsächlich erfühlte sie meinen Körper so zart, so intensiv, wie ich es noch nie erlebt hatte. Nachdem wir uns geliebt hatten, wusste ich nichts mit ihr zu Sprechen. Eigentlich habe ich es auch nie versucht, fühlte ich doch die Überlegenheit, die fast jeder Mensch einem Behinderten gegenüber heimlich empfindet. Ich dachte, sie sei dumm, zutraulich und arglos. Ich schmunzelte, als sie mir sagte, wie schön sie mich fände, wie genau sie mein Gesicht kenne – unter tausenden würde sie es sofort erkennen, mit den weichen Kuppen ihrer Finger. Mir sagte damals ihr plumper Leib weniger zu, auch störte es mich nach kurzer Zeit, von ihr nicht gesehen zu werden, ihr in die toten Augen zu blicken. So beendete ich diese Liebelei nach wenigen Wochen. Hella, so hieß sie, hatte sich leider etwas zu sehr hereingesteigert, wie ein geblendeter Vogel wollte sie sich nicht von mir befreien. Ich war gezwungen, deutlicher zu werden, als es meine Art ist. Nach einem Streit sagte ich in einem Anfall von Wut einen Satz, der mir heute oft in den Sinn kommt. Ich wollte diesen engen Umarmungen, dieser klebrigen Anhänglichkeit entfliehen. Ich schrie sie an,
„sieh doch in den Spiegel, dann weißt du warum…“
In diesem Moment hatte ich ihre Blindheit vergessen, wollte sie nur loswerden – und das ist mir auch gelungen. Hella sah mich an, ich weiß, sie war blind, aber ich hatte tatsächlich das Gefühl, sie würde mich ansehen, dann meinte sie, dies würde mir noch einmal sehr leid tun. Dann ging sie. Es klang nicht drohend oder wirklich böse, eher wie eine Feststellung. Ich sehe sie noch manchmal auf der Strasse, gehe ihr aber aus dem Weg. Wäre mein eigenes Verschwinden nicht gewesen, ich hätte nicht mehr daran gedacht. Heute beneide ich sie um die Klugheit ihrer Hände, würde so gerne von ihr lernen. Sie ist der einzige Mensch der mich so erleben könnte, wie ich mich selber empfinde. Ihr würde es reichen, sie könnte mich lehren mich fühlen zu können, ohne meinen Anblick zu vermissen.
Aber diese Tür habe ich mir damals endgültig verschlossen.
Nach meiner Auflösung hatte ich nur einmal ein Erlebnis mit einer Frau. Ich war verunsichert und bedrückt, um mir selber Mut zu machen habe ich den einfachsten Weg für einen Mann gewählt, ich bin in ein Puff gegangen.
Dort habe ich mir ein wirklich hübsches junges Mädchen ausgesucht. Ich war auch wirklich geil, als ich ihr auf das kleine Zimmer folgte, das wenig mehr als ein Waschbecken und ein Bett mit einem großen Spiegel darüber enthielt. Ein alter Teddybär saß auf einem der Kopfkissen. Liebevoll setzte sie ihn neben das Bett, bevor sie sich auszog. Ich versuchte, mich nicht an dem leisen Schmatzen zu stören, mit dem sie ihr Kaugummi im Mund herumrollte. Aber als ich auf ihr lag und ihre Brüste berührte, sah ich nur die hässlichen Deformationen, die meine gierigen Hände auf ihrem Körper verursachten. Da ich mich nicht sehen konnte, war mein Blick frei auf eine Frau, die sich wie, in einer billigen Pornoshow mit schlecht gespielter Lust, vor dem männlichen Publikum wälzt. Nur einmal wagte ich den Blick in den Deckenspiegel, der Anblick war lächerlich, sie tat mir Leid. Sicher war sie es gewohnt sich nackt zu zeigen, aber sonst wurde sie zumindest noch von einem Männerkörper bedeckt oder umfangen. So war sie auf eine hässliche und demütigende Weise entblößt. Fast, als würde sie vergewaltigt. Früher hatte ich mich an dem Anblick von zwei Leibern erregen können, die sich umeinander winden, sich umschlingen und einsaugen – damit war es nun vorbei.
Es hat wenig Sinn weinerlich zu werden, vielleicht tauche ich ja plötzlich wieder auf, entstehe neu, werde wieder sichtbar. Derweil behelfe ich mich an manchen Tagen mit einem großen Topf Wandfarbe, die schütte ich in die Wanne, verdünne sie etwas mit Wasser und lasse mich als weißes Gespenst wieder Auferstehen. So laufe ich dann nackt durch das Haus und genieße den Blick auf meinen Körper.
Wenn mich ab und an die große Trauer überkommt, schalte ich eine starke Lampe an und liebkose meinen Schatten. Wie sehr sehne ich mich nach mir.
 

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