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Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Du!
Jetzt kommt's!
Wir sind hier ständig am kneippen.
Wirste denken: Ist ein zweites 'p' reingerutscht.
Schön wär's!
Nee, nee, nee.
Da war einmal ein Typ namens Kneipp.
Der ist wohl nie dem Kindesalter entwachsen, ei die weil er gerne im Wasser planschte.
Anscheinend wurde der Kneipp in Nowosibirsk geboren, denn dem sein Wassergeplansche war ein Eiskaltes.
Er war der Meinung, dass man storchengleich durchs eisige Wasser waten soll. Von wegen gut für alles und so.
Kann sein, was weiß ich!
Was ich weiß ist folgendes: Ich habe Angst.
Guck, während ich durchs Wasser storche, ständig gen Himmel.
Es könnte ja sein, dass mich da oben ein Storchenweibchen beobachtet, und mein Gestorche für einen Paarungstanz hält.
Stell dir nur vor, wie sie vor mir landet und mit mir zu Schnabeln beginnt.
Jetzt stell dir noch vor, die Dame entführt mich in ihr Nest!
Und jetzt stell dir noch vor, nein, lieber nicht.
 

wirena

Mitglied
Herzlich lachend :)schön von Dir zu lesen. Aber:

Hallo Otto Lenk - nein, sicher nicht! mag ich mir gar nicht vorstellen –. Lass Dich ja nicht von dieser Dame verführen, sondern kneippe ruhig weiter mit den Gedanken, dass der Storch in Dir auf Jagd nach irgendwelchen Leckereien ist, die er mag. In diesem Sinne, frohes weiter Kneippen und gute Erholung! -

LG wirena
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Du!
Jetzt sitz ich hier am meinem PC.
Das erste Mal seit vier Wochen.
Wie es war in der Reha, fragst du dich?
Es ist zu früh für ein Rèsumè.
Alles noch viel zu frisch.
Da braucht es Tage, vielleicht Wochen.
Nur eines weiß ich jetzt schon.
In so einer Reha siehste und hörste viel.
Das Ergebnis aus allem: Mir geht es gut.
Wenn man ankommt, hält man sich für die ärmste Sau der Welt.
Das ändert sich von Tag zu Tag.
Da sind so viele Frauen und Männer denen es viel beschissener geht.
Man lernt zu relativieren.
Klar trage ich eine Last, aber gemessen an dem was ich dort hörte,
ist meine Last leichtes Gepäck.
Ich bin dankbar für die Einsichten, die ich dort erlangte.
Sehr dankbar.
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Du
Jetzt waren wir letzte Nacht perseidisch unterwegs.
Großes Glück gehabt.
Genau zur richtigen Zeit verzogen sich die Wolken.
Gerade so, wie wenn im Theater der Vorhang aufgeht.
Perseidisch unterwegs trifft´s nicht wirklich.
Besser gesagt: Wir lagen auf unseren Liegestühlen.
Blick gen Himmel gerichtet und die 3. Sternschnuppen-Meisterschaft gestartet.
Wer sieht die Schnuppen zuerst?
Uschi ging schnell mit 2 Sternen zu 0 in Führung.
Dafür übernahm ich ruck zuck die Führung im Satelliten sichten.
4 zu 0. Na, wer ist hier der Meister?
Und dann konnte ich bei den Schnuppen gleichziehen.
Aber muss man schon sagen, waren alles C -Promi –Schnuppen.
Kurzer Huscher und weg.
Um 1:00Uhr waren wir schon kurz vor der Aufgabe.
Da kam sie. Von jetzt auf gleich.
Die A-Superpromi-Sternschnuppe.
Über den gesamten sichtbaren Himmel hinweg.
Absolut Hollywood reif.
Halt eine vor der Art, wo de dir gleich alles und mehr wünschen kannst.
Volles Programm.
Gehste in Gedanken deinen Hoffnungen- und Wünsche Katalog durch .
Noch einmal am Grand Canyon an der Milchstraße lecken.
Gaudi in Barcelona ganz nah sein.
All die guten Wünsche für die Lieben.
Und am Ende kommste bei dem einen Wunsch an.
Gesundheit.
Uschi sprach von einem gerechten Unentschieden.
In Gedanken sagte ich mir: Aber ich hab 4 Satelliten…du nicht!
 

John Wein

Mitglied
Ach Otti,
mein lieber Freund und Wiedereinsteiger,

Du,
hier plumpst jezz was bei mir,
ehrlisch un
kannste werklisch glauwe.
Was ich hier ausgehalde hab
bei der Kur,
bei der Hitz
am See,
un der Otti
in Willdunge
im schöne
kalde Wasser.

Awwer jetzt biste widder da
und das is auch so e bissje
superkalifragilistisch
un expiallegorisch.
Isch freu misch so
für disch
un für misch
un all die annern hier
auch.

Isch muss noch
bei der Hitz
am See
hier e bissje
laufe
strecke
turne
un wasserboxe.
Isch kann dir sage,
so was von schwizz,
das hälste in der
Unnerbux
als letztem Hemd
offm Leib
net aus.

Johnny Walker, puhh!
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Manchmal wirft uns das Universum ein Seil zu

Bill Hodges


Du!
Ich hab jetzt grad mit Gott gesprochen.
Hab ihm erzählt, dass er sich um mich keinen Kopp machen muss.
Von wegen alles im grünen Bereich und so.
Stattdessen solle er sich, bat ich ihn, doch mal um den Manfred kümmern.
Ei die weil der doch so fertig iss.
Der kommt einfach nicht drüber hinweg, dass sich seine Frau umgebracht hat.
Da kannste den noch so viel von wegen Depression iss ne Krankheit erzählen.
Der nickt zwar und sagt dass er das alles weiß, aber dann kommt immer ein: Ja aber.
Und all die ja aber betreffen ihn.
Von wegen, dass er hätte besser aufpassen müssen.
Und noch viel mehr Liebe schenken.
Und dass es bestimmt auch dran gelegen hat, weil er, der Manfred, der Manfred sei.
Ei die weil er selbst so oft verzweifelt war, wär er wie ein schwarzes Tuch für seine Frau gewesen.
Aber er wär´ sich so hilflos vorgekommen.
So hilflos, wenn er in die Augen seiner Frau schaute und dort kein Leben fand.
Aber vor allen Dingen hätte er merken müssen, dass ihn seine Frau aus dem Haus haben wollte,
an jenem Tag. Aus dem Haus, damit sie das alles regeln konnte,
von wegen dem Abschiedsbrief (es tut mir leid), dem Strick und dem Erhängen und so.
Überhaupt wäre er seiner Frau kein guter Mann gewesen.
Sonst hätte sie ja nie eine Depression bekommen.
Und hätte sich schließlich und endlich nicht umgebracht.
Du, lieber Gott, hab ich zum lieben Gott gesagt, du musst nur mal in deine Akten schauen.
Da wirste sehen, dass der Manfred ein guter Mensch iss und ein guter Ehemann war.
Und darum, hab ich zu Gott gesagt, wäre es jetzt an der Zeit, ihm war Gutes zu tun.
So im Sinne von ‚alles wird gut‘ in Herz und Seele betten.
Schließlich habe er ja die Mittel dazu. Wenn nicht er, wer sonst, hab ich dem lieben Gott gesagt.
Und jetzt warte ich mal auf die Zeichen.
So lange höre ich dem Manfred zu.
Und wenn er ganz schlimm auf sich herumhackt, hab ich auch ein paar ‚ja aber‘ für ihn auf Lager.
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Du
Ich verrat dir jetzt was.
Aber nicht weitersagen…Versprochen?
Also!
In meiner Hosentasche hab ich immer ein wenig Konfetti.
Und ein paar Lollis, versteht sich.
So für alle Fälle.
Man weiß ja nie.
Neulich zum Beispiel.
Ich so am spazieren.
Oben bei den Weinbergen.
Da steht die Gerdi da so am Wegesrand.
Guckt ganz traurig vor sich hin.
Ich mir gedacht: Musste doch mal fragen, was los iss.
Und da hat die Gerdi gemeint, dass das Leben nicht immer so lustig sei.
Stimmt schon, hab ich der Gerdi gesagt.
Aber gleich noch nachgeschoben, dass ich `nen Zaubertrick kenne.
Einen, der das Leben gleich ein wenig besser macht.
Da hat mich die Gerdi ganz schön ungläubig angeguckt.
Haste nicht gesehen, ich der Gerdi Konfetti über den Kopf geschüttet.
Und der Wind hat die bunten Papierchen über den Wein fliegen lassen.
So schön sah das aus, glaubste gar nicht.
Hat die Gerdi schon ein wenig freundlicher geguckt.
Und gerade, als sich der böse Unfreundlich wieder in ihr Gesicht eingraben wollte,
hab ich `nen Lolli aus der Tasche gezaubert und der Gerdi geschenkt.
Du!
Da ist ein Leuchten durch die Gerdi gegangen.
Hat der böse Unfreundlich keine Chance mehr gehabt.
Zum Abschied gab ich der Gerdi noch eine Handvoll Konfetti und noch `nen Lolli.
Für schlechte Zeiten.
 



 
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