Das bunte Krokodil

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molly

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Die Schafe und das Krokodil (Aktuelle Version)

Auf einer Frühlingswiese weidete eine kleine Schafherde, weiße, schwarze und sechs Lämmer, die zwischen ihren Müttern tobten. Eines Tages begann es zu regnen. Zum Glück konnten die Schafe in einem Unterstand Schutz suchen, denn es regnete vier Tage, ohne Pause. Nach den vielen Regentagen verließen sie den Unterstand. Sie spielten und legten sich zum Ausruhen in die Sonne.

Da entdeckte das Mutterschaf vom einzigen schwarzen Lamm zwischen all den anderen Lämmern ein winziges Krokodil. Es war gerade mal so lang wie der Schwanz vom jüngsten Lamm. Sein Panzer auf dem Rücken bestand aus vielen harten Schuppen und sah von oben dunkelgrün aus, wie eine Tanne. Es hatte zwei schwarze, große Augen, einen hellen roten Schwanz und vier senfgelbe Füße.

Das Mutterschaf ahnte nicht, was der Winzling schon erlebt hatte. Da er mit gelben Füßen auf die Welt kam, mochten ihn die anderen nicht. Einmal packte ihn ein großer Vogel am Schwanz, und der färbte sich sogleich rot. Doch als der Vogel die gelben Füße sah, ließ er das kleine Krokodil fallen. „Ein Gelbfüßler“, hatte er aufgeregt gekrächzt.

Das kleine Krokodil landete in einem See, von dort aus wurde er noch einige Male von Vögeln geschnappt, ein Stück weiter getragen und wegen den gelben Füßen stets wieder fallen gelassen. So landete es bei den Schafen und kuschelte sich ans Bein von einem Lamm.
Das Mutterschaf betrachtete den kleinen Fremdling, stampfte mit dem Huf auf, das sollte heißen: verschwinde. Aber das winzige Krokodil dachte nicht daran, es rollte sich auf den Rücken und winkte den kleinen Schafen mit seinen Vorderfüßen. Neugierig näherten sich nun auch die anderen Mutterschafe und jedes pochte einmal mit dem Fuß auf den Boden. Aber das Krokodil beachtete die Schafe nicht. Es blieb bei den Kleinen liegen.

„Wir müssen ihm zu fressen geben“, sagte ein Mutterschaf, „sonst frisst es unsere Kinder.“

„Noch nicht“, meinte die zweite Schafsmutter“, so ein kleines Ding hat doch keine Zähne.“

„Wir beobachten es sehr genau“, entschied die dritte Mutter.

Die kleinen Schafe fürchteten sich nicht vor dem neuen Mitbewohner, aber auch sie machten sich Gedanken, wie sie ihm etwas zu fressen geben könnten. Sie beschlossen, den letzten Schluck Milch von ihrem Fressen nicht zu schlucken, sondern für das winzige Krokodil aufzuheben.

Die Kleinen liefen zu ihren Müttern, tranken sich satt und behielten den letzten Schluck im Maul. Zusammen eilten sie zum winzigen Krokodil. Es lag wieder einmal auf dem Rücken, hatte sein Maul aufgesperrt und schnarchte leise. Das erste Lamm spuckte nun seine Milch dem kleinen Krokodil in den Schlund- doch das zweite kam nicht mehr dazu. Das winzige Krokodil fuhr schnaubend in die Höhe, zwickte das kleineste Lamm in den Fuß und stampfte mit seinen gelben Füßen auf den Boden. Vor Schreck schluckten die anderen kleinen Schafe die Milch selbst.

„Nein, schrie das kleine Krokodil wild, das mag ich nicht, Milch schmeckt mir nicht.“ Es lief auf den Zaun zu, sprang durch das Gitternetz, fiel in ein Abwasserrohr und verschwand. Die Schafe rannten an das andere Ende des Zauns. Da kam auch schon das Krokodil aus dem Kanalrohr angeschossen und flog in hohem Bogen in den Bach. Es drehte sich noch einmal auf den Rücken, winkte mit den Vorderfüßen und rief:“ Ich kann nicht bei euch Schafen bleiben, ich will ein großes Krokodil werden! Trotzdem, war schön warm bei euch.“ Dann drehte es sich auf den Bauch und bevor es um die Bachbiegung verschwand, sahen die Schafe noch einmal seinen roten Schwanz.
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Was das bunte Krokodil noch erlebte, erfahrt ihr in der Geschichtee: Kroko Gelbfuß
 
Zuletzt bearbeitet:

kad sgard

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hallo a.,
ich habe deine geschichte jetzt 2 x gelesen und sie wirft eine menge fragen auf.

wieso ist das krokodil bunt? und woher kam es plötzlich, dass es erst nach 4 tagen von den schafen entdeckt wurde?
und wie kann ein schlafendes krokodil milch trinken?

auch die beschreibung der schafe .. 2 schwarze, 4 weiße .. empfinde ich als überflüssig.
du hast schon 6 lämmer.

zb.: auf einer frühlingswiese weidete eine kleine schafherde, unter der sich auch zwei schwarze schafe und neue lämmer befanden.

oder: auf einer frühlingswiese weidete eine kleine schafherde, weiße, schwarze und sechs lämmer, die zwischen ihren müttern tobten.


ich mag diese kleine geschichte, deswegen warte ich noch mit der bewertung.



gern mit beschäftigt
lg
kad
 

molly

Mitglied
Hallo kad sgard,

danke für deine Tipps, ich werde in die Geschichte nach dem Wochenende Deine berechtigten Fragen einarbeiten. Du hast mir das geschrieben, was mir in meiner Geschichte auch nicht recht stimmig schien.

Viele Grüße

A
 

molly

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Die Schafe und das Krokodil

Auf einer Frühlingswiese weidete eine kleine Schafherde, weiße, schwarze und sechs Lämmer, die zwischen ihren Müttern tobten. Eines Tages begann es zu regnen. Zum Glück konnten die Schafe in einem Unterstand Schutz suchen, denn es regnete vier Tage, ohne Pause. Nach den vielen Regentagen verließen sie den Unterstand. Sie spielten und legten sich zum Ausruhen in die Sonne.
Da entdeckte das Mutterschaf vom einzigen schwarzen Lamm zwischen all den anderen Lämmern ein winziges Krokodil. Es war gerade mal so lang wie der Schwanz vom jüngsten Lamm. Sein Kleid auf dem Rücken bestand aus vielen harten Schuppen und war dunkelgrün, wie eine Tanne. Es hatte zwei schwarze, große Augen, einen hellen roten Schwanz und vier senfgelbe Füße.
Das Mutterschaf ahnte nicht, was der Winzling schon erlebt hatte. Da er mit gelben Füßen auf die Welt kam, mochten ihn die anderen nicht. Einmal packte ihn ein großer Vogel am Schwanz, und der färbte sich sogleich rot. Doch als der Vogel die gelben Füße sah, ließ er das kleine Krokodil fallen. „Ein Gelbfüßler“, hatte er aufgeregt gekrächzt.
Das kleine Krokodil landete in einem See, von dort aus wurde er noch einige Male von Vögeln geschnappt, ein Stück weiter getragen und wegen den gelben Füßen stets wieder fallen gelassen. So landete es bei den Schafen und kuschelte sich ans Bein von einem Lamm.
Das Mutterschaf betrachtete den kleinen Fremdling, stampfte mit dem Huf auf, das sollte heißen: verschwinde. Aber das winzige Krokodil dachte nicht daran, es rollte sich auf den Rücken und winkte den kleinen Schafen mit seinen Vorderfüßen. Neugierig näherten sich nun auch die anderen Mutterschafe und jedes pochte einmal mit dem Fuß auf den Boden. Aber das Krokodil beachtete die Schafe nicht. Es blieb bei den Kleinen liegen.
„Wir müssen ihm zu fressen geben“, sagte ein Mutterschaf, „sonst frisst es unsere Kinder.“
„Noch nicht“, meinte die zweite Schafsmutter“, so ein kleines Ding hat doch keine Zähne.“
„Wir beobachten es sehr genau“, entschied die dritte Mutter.
Die kleinen Schafe fürchteten sich nicht vor dem neuen Mitbewohner, aber auch sie machten sich Gedanken, wie sie ihm etwas zu fressen geben könnten. Sie beschlossen, den letzten Schluck Milch von ihrem Fressen nicht zu schlucken, sondern für das winzige Krokodil aufzuheben.
Die Kleinen liefen zu ihren Müttern, tranken sich satt und behielten den letzten Schluck im Mund. Zusammen eilten sie zum winzigen Krokodil. Es lag wieder einmal auf dem Rücken, hatte sein Maul aufgesperrt und schnarchte leise. Das erste Lamm spuckte nun seine Milch dem kleinen Krokodil in den Mund- doch das zweite kam nicht mehr dazu. Das winzige Krokodil fuhr schnaubend in die Höhe, zwickte das kleineste Lamm in den Fuß und stampfte mit seinen gelben Füßen auf den Boden. Vor Schreck schluckten die anderen kleinen Schafe die Milch selbst. „Nein, schrie das kleine Krokodil wild, das mag ich nicht, Milch schmeckt mir nicht.“ Es lief auf den Zaun zu, sprang durch das Gitternetz, fiel in ein Abwasserrohr und verschwand. Die Schafe rannten an das andere Ende des Zauns. Da kam auch schon das Krokodil aus dem Kanalrohr angeschossen und flog in hohem Bogen in den Bach. Es drehte sich noch einmal auf den Rücken, winkte mit den Vorderfüßen und rief:“ Ich kann nicht bei euch Schafen bleiben, ich will ein großes Krokodil werden! Trotzdem, war schön warm bei euch.“ Dann drehte es sich auf den Bauch und bevor es um die Bachbiegung verschwand, sahen die Schafe noch einmal seinen roten Schwanz.
 

kad sgard

Mitglied
hallo,
ich habe deine veränderungen gelesen und ... ich glaube, jetzt, mache ich mich unbeliebt ... lange liste vorhole

also:

ich würde das [red]kleid[/red] in[blue] panzer[/blue] und[red] mund[/red] in[blue] maul [/blue]ändern. es wird sonst zu sehr vermenschlicht.

"villt" von oben sah das krokodil wie eine tanne aus, so grün war sein panzer und er hatte viele harte schuppen ......

und die idee mit den vögeln finde ich gut, aber ... sorry
ich würde diese szene in den stall versetzen.

zb: als die lämmer das krokodil erblickten, wunderten sie sich über diese eigenartige ding, was in ihrem stroh lag und fragten: wer bist du denn? und warum siehst du so aus?

oder so ähnlich ... und dann könnte er von den vögeln erzähen, die ihn durch die luft getragen haben ..


ach, sprudel .. bei solchen geschichten hat man nach links und rechts soviel platz :)


jetzt sind meine plätzchen angebrannt


ich habe mal für eine freundin eine kurzgeschichte über eine frettchenfamilie geschrieben und hatte 1000 einfälle. aber wehe ich sitze vor meinen eigenen .. brett vorm kopf.


ich hoffe, ich habe mich nicht zu weit vorgelehnt??
sind nur vorschläge :)



hat mir spaß gemacht


lg und schönes we

kad
 

molly

Mitglied
Hallo Kad,

""ich glaube, jetzt, mache ich mich unbeliebt"". meinst Du.

Nein, gewiss nicht, ich freue mich an Deiner Teilnahme. Einiges werde ich noch ändern. Aber ich wollte einmal eine kleine
Geschichte schreiben, in der ein fremdartiges Ding einfach so genommen wird, wie es ist. Die Schafe machen sich Sorgen, die Mütter, dass der Fremdling den Kleinen nichts antut und die Lämmer, wie sie dem kleinen Wesen etwas zum Fressen besorgen könnten.
Deshalb wollte ich nicht, dass die Schafe nach dem "Warum, Woher und Wieso" fragten. Oder wäre das einfach wichtig?

Viele Grüße
A
 

molly

Mitglied
Die Schafe und das Krokodil

Auf einer Frühlingswiese weidete eine kleine Schafherde, weiße, schwarze und sechs Lämmer, die zwischen ihren Müttern tobten. Eines Tages begann es zu regnen. Zum Glück konnten die Schafe in einem Unterstand Schutz suchen, denn es regnete vier Tage, ohne Pause. Nach den vielen Regentagen verließen sie den Unterstand. Sie spielten und legten sich zum Ausruhen in die Sonne.
Da entdeckte das Mutterschaf vom einzigen schwarzen Lamm zwischen all den anderen Lämmern ein winziges Krokodil. Es war gerade mal so lang wie der Schwanz vom jüngsten Lamm. Sein Panzer auf dem Rücken bestand aus vielen harten Schuppen und sah von oben dunkelgrün aus, wie eine Tanne. Es hatte zwei schwarze, große Augen, einen hellen roten Schwanz und vier senfgelbe Füße.
Das Mutterschaf ahnte nicht, was der Winzling schon erlebt hatte. Da er mit gelben Füßen auf die Welt kam, mochten ihn die anderen nicht. Einmal packte ihn ein großer Vogel am Schwanz, und der färbte sich sogleich rot. Doch als der Vogel die gelben Füße sah, ließ er das kleine Krokodil fallen. „Ein Gelbfüßler“, hatte er aufgeregt gekrächzt.
Das kleine Krokodil landete in einem See, von dort aus wurde er noch einige Male von Vögeln geschnappt, ein Stück weiter getragen und wegen den gelben Füßen stets wieder fallen gelassen. So landete es bei den Schafen und kuschelte sich ans Bein von einem Lamm.
Das Mutterschaf betrachtete den kleinen Fremdling, stampfte mit dem Huf auf, das sollte heißen: verschwinde. Aber das winzige Krokodil dachte nicht daran, es rollte sich auf den Rücken und winkte den kleinen Schafen mit seinen Vorderfüßen. Neugierig näherten sich nun auch die anderen Mutterschafe und jedes pochte einmal mit dem Fuß auf den Boden. Aber das Krokodil beachtete die Schafe nicht. Es blieb bei den Kleinen liegen.
„Wir müssen ihm zu fressen geben“, sagte ein Mutterschaf, „sonst frisst es unsere Kinder.“
„Noch nicht“, meinte die zweite Schafsmutter“, so ein kleines Ding hat doch keine Zähne.“
„Wir beobachten es sehr genau“, entschied die dritte Mutter.
Die kleinen Schafe fürchteten sich nicht vor dem neuen Mitbewohner, aber auch sie machten sich Gedanken, wie sie ihm etwas zu fressen geben könnten. Sie beschlossen, den letzten Schluck Milch von ihrem Fressen nicht zu schlucken, sondern für das winzige Krokodil aufzuheben.
Die Kleinen liefen zu ihren Müttern, tranken sich satt und behielten den letzten Schluck im Maul. Zusammen eilten sie zum winzigen Krokodil. Es lag wieder einmal auf dem Rücken, hatte sein Maul aufgesperrt und schnarchte leise. Das erste Lamm spuckte nun seine Milch dem kleinen Krokodil in den Schlund- doch das zweite kam nicht mehr dazu. Das winzige Krokodil fuhr schnaubend in die Höhe, zwickte das kleineste Lamm in den Fuß und stampfte mit seinen gelben Füßen auf den Boden. Vor Schreck schluckten die anderen kleinen Schafe die Milch selbst. „Nein, schrie das kleine Krokodil wild, das mag ich nicht, Milch schmeckt mir nicht.“ Es lief auf den Zaun zu, sprang durch das Gitternetz, fiel in ein Abwasserrohr und verschwand. Die Schafe rannten an das andere Ende des Zauns. Da kam auch schon das Krokodil aus dem Kanalrohr angeschossen und flog in hohem Bogen in den Bach. Es drehte sich noch einmal auf den Rücken, winkte mit den Vorderfüßen und rief:“ Ich kann nicht bei euch Schafen bleiben, ich will ein großes Krokodil werden! Trotzdem, war schön warm bei euch.“ Dann drehte es sich auf den Bauch und bevor es um die Bachbiegung verschwand, sahen die Schafe noch einmal seinen roten Schwanz.
 

kad sgard

Mitglied
guten morgen,
da bin ich aber froh :)

es ist deine geschichte, und vorschläge von mir.
du kannst sie auch so lassen, wenn sie dir selber so gefällt.

ist eben nur ein wundersames ding, ein krokodil in einem schafstall. aber dafür gibt es die fantasie :)


trotzdem gern gelesen und mit beschäftigt


ganz liebe grüße
kad
 

molly

Mitglied
Hallo Kad,

"ist eben nur ein wundersames ding, ein krokodil in einem schafstall. aber dafür gibt es die fantasie"

ja, stimmt. Wie gut, dass es nicht bei den Ziegen gelandet ist.;)

Ich danke Dir für Deine guten Tipps und die sehr gute Bewertung.
In den nächsten Tagen werde ich die Geschichte umsetzen lassen.

Viele Grüße
A
 

molly

Mitglied
Die Schafe und das Krokodil

Auf einer Frühlingswiese weidete eine kleine Schafherde, weiße, schwarze und sechs Lämmer, die zwischen ihren Müttern tobten. Eines Tages begann es zu regnen. Zum Glück konnten die Schafe in einem Unterstand Schutz suchen, denn es regnete vier Tage, ohne Pause. Nach den vielen Regentagen verließen sie den Unterstand. Sie spielten und legten sich zum Ausruhen in die Sonne.
Da entdeckte das Mutterschaf vom einzigen schwarzen Lamm zwischen all den anderen Lämmern ein winziges Krokodil. Es war gerade mal so lang wie der Schwanz vom jüngsten Lamm. Sein Panzer auf dem Rücken bestand aus vielen harten Schuppen und sah von oben dunkelgrün aus, wie eine Tanne. Es hatte zwei schwarze, große Augen, einen hellen roten Schwanz und vier senfgelbe Füße.
Das Mutterschaf ahnte nicht, was der Winzling schon erlebt hatte. Da er mit gelben Füßen auf die Welt kam, mochten ihn die anderen nicht. Einmal packte ihn ein großer Vogel am Schwanz, und der färbte sich sogleich rot. Doch als der Vogel die gelben Füße sah, ließ er das kleine Krokodil fallen. „Ein Gelbfüßler“, hatte er aufgeregt gekrächzt.
Das kleine Krokodil landete in einem See, von dort aus wurde er noch einige Male von Vögeln geschnappt, ein Stück weiter getragen und wegen den gelben Füßen stets wieder fallen gelassen. So landete es bei den Schafen und kuschelte sich ans Bein von einem Lamm.
Das Mutterschaf betrachtete den kleinen Fremdling, stampfte mit dem Huf auf, das sollte heißen: verschwinde. Aber das winzige Krokodil dachte nicht daran, es rollte sich auf den Rücken und winkte den kleinen Schafen mit seinen Vorderfüßen. Neugierig näherten sich nun auch die anderen Mutterschafe und jedes pochte einmal mit dem Fuß auf den Boden. Aber das Krokodil beachtete die Schafe nicht. Es blieb bei den Kleinen liegen.
„Wir müssen ihm zu fressen geben“, sagte ein Mutterschaf, „sonst frisst es unsere Kinder.“
„Noch nicht“, meinte die zweite Schafsmutter“, so ein kleines Ding hat doch keine Zähne.“
„Wir beobachten es sehr genau“, entschied die dritte Mutter.
Die kleinen Schafe fürchteten sich nicht vor dem neuen Mitbewohner, aber auch sie machten sich Gedanken, wie sie ihm etwas zu fressen geben könnten. Sie beschlossen, den letzten Schluck Milch von ihrem Fressen nicht zu schlucken, sondern für das winzige Krokodil aufzuheben.
Die Kleinen liefen zu ihren Müttern, tranken sich satt und behielten den letzten Schluck im Maul. Zusammen eilten sie zum winzigen Krokodil. Es lag wieder einmal auf dem Rücken, hatte sein Maul aufgesperrt und schnarchte leise. Das erste Lamm spuckte nun seine Milch dem kleinen Krokodil in den Schlund- doch das zweite kam nicht mehr dazu. Das winzige Krokodil fuhr schnaubend in die Höhe, zwickte das kleineste Lamm in den Fuß und stampfte mit seinen gelben Füßen auf den Boden. Vor Schreck schluckten die anderen kleinen Schafe die Milch selbst. „Nein, schrie das kleine Krokodil wild, das mag ich nicht, Milch schmeckt mir nicht.“ Es lief auf den Zaun zu, sprang durch das Gitternetz, fiel in ein Abwasserrohr und verschwand. Die Schafe rannten an das andere Ende des Zauns. Da kam auch schon das Krokodil aus dem Kanalrohr angeschossen und flog in hohem Bogen in den Bach. Es drehte sich noch einmal auf den Rücken, winkte mit den Vorderfüßen und rief:“ Ich kann nicht bei euch Schafen bleiben, ich will ein großes Krokodil werden! Trotzdem, war schön warm bei euch.“ Dann drehte es sich auf den Bauch und bevor es um die Bachbiegung verschwand, sahen die Schafe noch einmal seinen roten Schwanz.
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Was das bunte Krokodil noch erlebte, erfahrt ihr in der Geschichtee: Kroko Gelbfuß
 

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