Das Geschenk Teil II

Naciye

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Einige Tage später bat der Boß Greta in sein schönstes Wolkenzimmer und bot Ihr sogar vom Zauber Cabernet an. Das ist ein Himmelswein ohne Alkohol. Da Greta überhaupt nicht wußte, warum sie jetzt hier saß, fragte sie zaghaft: "Lieber Gott, warum sitze ich hier eigentlich und warum darf ich von diesem köstlichen Trunk nehmen?



Also sprach der liebe Gott: "Greta, ich habe Dich hierher gebeten, weil ich Dir sagen möchte, das ich unheimlich stolz auf Dich bin, und denke, das du ein Geschenk verdient hast."

"Aber warum denn das?" Flüsterte Greta, denn sie wollte doch wissen weshalb ihr Boß stolz war.

"Das kann ich Dir jetzt noch nicht sagen, aber Du wirst es wissen wenn ich Dir das Geschenk gemacht habe."

"Dann ist ja gut" antwortete Greta mit fester Stimme, um Ihrem Boß vorzuspielen, daß Sie ganz überzeugt war von dem was er sprach. Und weil Greta so furchtbar neugierig war fragte sie:" Was ist es denn?"

Der liebe Gott fing herzlich an zu lachen. "Liebes Gretchen, ich habe vor Dir nie eine Elfe gehabt, die soo neugierig ist wie Du. Aber..." Und das brummelte er mehr in seinen Bart "ich wußte ja worauf ich mich einlasse, als ich dich eingestellt habe. So und jetzt schwing deine Flügel und mach dich davon, möchte gar nicht wissen, welch ein Chaos da unten ohne Dich schon entstanden ist."

Greta war sehr enttäuscht über ihr Treffen. Sie hätte so gerne gewußt, warum sie gelobt wurde und vor allem, wie Ihr Geschenk aussah. Sie malte sich die schönsten Dinge aus. Vielleicht würde sie neue Flügel bekommen oder ein größeres Zimmer, eines mit Blick auf die Erde und den Ozean vielleicht. Jetzt hatte Greta eines, mit Blick auf den Pluto. Der ist Ihrer Meinung nach der langweiligste Planet im ganze Universum. Dazu der kleinste und Sonnenfernste.
"Oder ein Zimmer mit Blick auf die Milchstrasse..." träumte Greta und sprach ihren Traum laut und für jeden hörbar aus.

"Wer bekommt eins mit Blick auf die Milchstraße?" klang da eine Stimme die sich fast überschlug. "Wer denn?"
Greta sah sich um und bemerkte einen ganz großen Engel der die Beine in eine graue Wolke gesteckt hatte.
"Niemand" sagte sie und wunderte sich warum sie bloß laut gedacht hatte

"Wie...., das soll ich dir jetzt glauben?" kam es prompt zurück
"Ich steck vielleicht mit beiden Beinen in einer Regenwolke, das heißt aber noch lange nicht, daß meine Ohren voll geregnet sind. Du hast eben ganz deutlich gesagt, ein Zimmer mit Blick auf die Milchstraße. Und jetzt möchte Ich wissen, wer ein solches bekommt. Du etwa?"

"Das geht Dich nichts an. Ich habe laut gedacht und wollte gar nicht das mich jemand hört."

"Na und! Jetzt habe ich es aber gehört und Du bist mir eine Antwort schuldig. "

Greta würde gleich explodieren, was bildete sich dieser Riesenengel nur ein. Sie fragte sich, wie der es überhaupt geschafft hatte Engel zu werden. Die sind nämlich nie besonders groß, weil die Flügel zu viel Gewicht nicht tragen können.

"Frage ich Dich warum du Engel bist bei deiner Größe?, oder was Deine letzte gute Tat war? oder wann der Boß Dir das letzte Mal einen ordentlichen Windsturm um die Flügel geblasen hat? Nö,... also kannst du jetzt bitte auch mal nicht so neugierig sein."

"so was" entgegnete der Engel Kopfschüttelnd " Ich habe dir doch gar nichts getan. Bist wohl ein bißchen empfindlich, oder hast Du vielleicht sogar nach einer solchen tollen Aussicht gefragt und sie nicht bekommen? Ich habe gesehen wie schnell du vorhin aus dem Wolkenzimmer des Boß geflogen bist."

"Ach ja" Greta fiel glühend heiß ein, daß sie ja schon längst auf der Erde sein müßte
"Du, vielleicht erzähle ich Dir nächstes Mal die Sache mit dem Zimmer. Ich habe es gerade sehr eilig. Also machs gut Riesenengel"

"Hey warte mal, ich weiß überhaupt nicht wie Du heißt"

Doch da war Greta schon davon geflogen und auf dem direkten Weg in den Stadtpark. Als sie endlich angekommen war, sah sie wie friedlich alles war. Die Bäume machten einen entspannten Eindruck, Fridolin knabberte an einer Unkraut Pflanze, die sich nicht mal beklagte und die Menschen, waren auch alle glücklich. Puhh... ein Glück dachte Greta bei sich. Wunderte sich aber doch über diese Harmonie. Sie flog einmal über den gesamten Park um auch ganz sicher zugehen, daß nirgends Streit war. Außer einigen Spatzen die sich über um die Brotkrumen stritten, die ein Menschenpaar von Ihrem Frühstück über gelassen hatten, gab es nirgendwo auch nur den Hauch einer Auseinandersetzung. Und Spatzen, das weiß ja jedes Kind, streiten sich immer. Das ist ihre Art von Liebsbeweis.

Greta suchte sich einen Platz von dem aus sie einen gute Übeblick hatte. Am besten eignete sich hierfür das Planetarium. Das war ein rieseges Gebäude in das die Menschen gingen um sich die Zeit zu vertreiben. Manchma,l wenn Greta nichts zu tun hatte, flog sie zu einer Vorstellung und schaute sich um. Innen befindet sich eine riesige Kuppel und auf diese Kuppel werden die Sternen Konstellationen der Vergangenheit projiziert. Da konnten die Menschen sich näher kommen und genossen Sonnenauf,- und Untergänge. Sternschnuppen sah Greta am liebsten.

Sie setzte sich also auf das Planetarium und grübelte noch einmal über die Worte Gottes nach. Wann er ihr wohl das Geschenk geben würde? Außerdem fragte sie sich ständig, warum gerade sie so nett empfangen worden war. Schließlich war es ja ihr Job, zu helfen.

Plötzlich sah Greta, die Menschenfrau durch den Park joggen der sie die Liebe auf den Kopf fallen lassen hatte und freute sich. Die Menschenfrau machte einen ganz gelösten und entspannten Eindruck. Das freute Greta so sehr das sie die Flügel schwang und ihr zu der Liebe, eine gute Idee schenken wollte. Man kann nicht jedem Menschen gute Ideen schenken. Einige wissen einfach nichts damit anzufangen, aber bei der konnte es vielleicht fruchten.

Die Frau aber war so voll mit Ihrer Liebe, das sie die Idee immer wieder verlor. Greta mußte sie dann vom Boden aufheben und sie noch mal auf die Frau werfen. Anfangs fand sie das auch ganz lustig, aber als sie merkte das die Frau die Idee anscheinend gar nicht haben wollte, sagte sie zu sich. "Ok, ein allerletztes mal versuche ich jetzt, dieser verliebten Frau diese tolle Idee zu geben und wenn sie sie dann wieder verliert, hebe ich sie nicht nochmals auf. Dann soll jemand über sie stolpern, der sie haben will."

Und Greta zielte so genau, und traf die Frau damit auch wieder. Aber nach einigen schwungvollen Schritten und dem Bauch voller Liebe, hatte die Frau die Idee wieder losgelassen.

"Menschen!"
dachte Greta, "die sind manchmal aber auch so dumm. Da liegt die grandioseste Idee direkt auf Ihnen und sie verlieren sie. Wer war nur dafür verantwortlich, das die Menschen verlernt haben mit dem Herz zu sehen. Sie glauben einfach nicht, was sie nicht sehen.

Da lag nun die Idee auf dem nach Moos duftenden Parkweg, nicht weit von einer Bank entfernt. Ob die wohl jemals einer findet? Fragte sich Greta.

Zur gleichen zeit war in Blankenese der Teufel Los und Melissa kam zu keinem Ende. Seit dem sie den Auftrag mit dieser kleine Familie hatte, gab es keine Tag an dem sie nicht zu tun hatte.
Philipp war schon ganz sauer, weil sie viel weniger Zeit für ihn hatte. Aber was sollte sie machen. Der Boß war letztes mal schon so zornig gewesen. Noch einen Ausrutscher konnte sie sich nicht leisten. Am Ende stand immerhin ihre Liebe auf dem Spiel. Man stelle sich nur vor sie würde strafversetzt werden, vielleicht nach Südafrika oder Australien. Dann hätten sie gar keine Zeit mehr für einander.

Melissa schaute also einmal wieder nach dem rechte, in dem kleinen Häuschen das weder einen Keller noch einen Dachboden hatte. Die Menschen die dort wohnten hatten sich schon oft darüber den Kopf zerbrochen wo sie nur ihren ganzen Kram lassen sollten. Es war einfach zu klein das, Haus fand Melissa.

Teil 3 folgt
 

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