Chandrika Wolkenstein
Mitglied
Unter der Stadt
schiebt sich etwas durch den Lehm.
Es hat kein Gesicht
und trägt doch
die ungeborenen Tage
unter der Haut.
Es gleitet an Wurzeln vorbei,
an blinden Kabeln,
an Fundamenten,
die sich für endgültig halten.
Oben
ordnen die Menschen das Morgen
in Kästchen,
bauen aus Terminen
einen Zaun
gegen das Ungewisse
und nennen Zukunft,
was sich berechnen lässt.
In den Feeds
glitzert es:
gefiltert,
makellos,
abonnierbar.
Das Kommende
trägt keine Uhr.
Es braucht keine.
Es stellt keine Fragen,
klopft an keine Tür.
Manchmal hebt es den Kopf
bis an die Kellerdecken
und lauscht
den Schlafenden.
Die Häuser beben nicht.
Keine Scheibe springt.
Kein Hund schlägt an.
Nur die Zähne der Menschen
klappern im Schlaf.
schiebt sich etwas durch den Lehm.
Es hat kein Gesicht
und trägt doch
die ungeborenen Tage
unter der Haut.
Es gleitet an Wurzeln vorbei,
an blinden Kabeln,
an Fundamenten,
die sich für endgültig halten.
Oben
ordnen die Menschen das Morgen
in Kästchen,
bauen aus Terminen
einen Zaun
gegen das Ungewisse
und nennen Zukunft,
was sich berechnen lässt.
In den Feeds
glitzert es:
gefiltert,
makellos,
abonnierbar.
Das Kommende
trägt keine Uhr.
Es braucht keine.
Es stellt keine Fragen,
klopft an keine Tür.
Manchmal hebt es den Kopf
bis an die Kellerdecken
und lauscht
den Schlafenden.
Die Häuser beben nicht.
Keine Scheibe springt.
Kein Hund schlägt an.
Nur die Zähne der Menschen
klappern im Schlaf.