Das Poltern im Gebälk des Schneckenhauses

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pseudodelic

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Das Unwetter zog plötzlich auf &
überraschte den jungen Typ.
Durchnässt taumelte er in die
Bank hinein, tropfte
den Teppich nass, aber weder die Angestellten
noch die Kunden an den Bankschaltern
beachteten ihn.
Unbeweglich stand er da,
eine Pfütze bildete sich unter ihm.
Er schrie, schrie, aber
alle Anwesenden, gingen ihren
Geschäften nach.
Bis auf diese alte Dame,
im grünen Kleid
mit dem Sommerhut,
mit einer grünen Schleife.
Sie ging, ohne zu zögen,
zu dem jungen Typ,
stand in seiner Regenpfütze und
schaute ihn an.

Was ist los?
Sehen sie das nicht?
Was soll ich sehen.
Die Käfer und Würmer & Larven
Ich sehe kein Getier
Aber es tropft mir aus dem Mund, aus den Augen
aus den Haaren, überall,

Ihre Phantasie geht mit ihnen durch.
Nein! Ich schmecke die Maden und sehe
die Würmer in meinen Augen.

Die alte Dame nahm ihn
in den Arm & drückte ihn fest
an sich.
Ist schon gut.
Er fing an zu weinen.
Sehen sie nicht die Würmer, die aus
meinen Augen kriechen?

Nein, du musst dich beruhigen …
hunderte Spinnen krabbelten
aus ihrem Mund,
der junge Typ schrie, schrie
bis seine Stimme brach,
und ihm klar wurde, dass er durchdrehte
dass er sich
alles nur einbildete -
er verlor jegliche Hoffnung,
und begriff die ewige Anwesenheit
der Angst
vor dem
Poltern im Gebälk
seines

Schneckenhauses.
 


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