Das sanfte Raubtier im Slum

In den Köpfen der Schlachtplan
einer vorschnellen Hoffnung.
Die Füße scharren im Staub.

Die Sonnenkatze buckelt sich.
Der Krug
unter der Pumpe des Vogelgesangs
füllt sich mit Dunkel.

Die murmelnden Gesichter
bleiben verschlossen, wie ein Buch
ohne Buchstaben.

Ein Kindergedanke
wächst auf unter Löwen.

Simson spannt die Muskeln an.
 
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Hallo Manfred

Stimmt, das ist ziemlich cool. Hätte aber nicht so recht gepasst in dieses Gedicht. Aber das merk ich mir mal :)

L.G
Patrick
 
G

Gelöschtes Mitglied 21296

Gast
lieber patrick, das ist mir ein bisschen zu dick aufgetragen.
nur so als gefühl.
liebe grüße
charlotte
 
Dann hat es seine Berechtigung. Schließlich muss das Gedicht beim Leser ankommen und nicht beim Autor. Allerdings gefällt es mir, ich habe nicht das Gefühl, dass es zuviel ist, also ich will nur sagen; bei solchen Texten scheiden sich die Geister.

L.G
Patrick
 
G

Gelöschtes Mitglied 21296

Gast
die hat es auf jeden fall. deshalb hab ich auch von meinem gefühl gesprochen ;).
 
Ich lese halt momentan viel Andreas Altmann (den Lyriker, nicht den Reiseschriftsteller) und der bringt so Sachen wie:

"bäume haben sich ihre schatten herausgerissen"

" auf den scheiben liegen die nerven der blicke blind, hier atmen worte ihr schweigen aus"

"ich nähe die häute an meine worte. die roten fäden sind von blut gewaschen."


Also Bombast ohne Ende, das färbt ab ;)


L.G
Patrick
 
G

Gelöschtes Mitglied 21296

Gast
sag mir, wen du liest und ich sag dir, wie du dichtest. :cool:
klingt aber spannend. da muss ich mal schauen.
 
Es ist selbst mir stellenweise zu viel...ich portioniere die Verse in ein oder zwei Stück die Stunde, dann ist es ein großes Erlebiss. Am Stück aber unmöglich. Falls du das Buch haben willst, es heißt:

"die lichten lieder der bäume liegen im gras und scheinen nur so"

Allerdings ist der Stil ganz anders als bei meinem Gedicht, auch ziemlich eintönig, ähnlich wie bei Trakl. Man liest ein Gedicht und dann hat man genug, sonst wird man bekloppt und sagt so Sache wie; da von seiner Stirne der schwärzliche Aussatz troff, oder so.
 
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