Das Untier

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Pinky

Mitglied
Ein Untier wollte Hochzeit machen,
da fingen die Tiere an zu lachen,
wen es zu heiraten hat im Sinn,
es gibt doch keine Untierin.

Da macht das Untier sich Gedanken
Und fängt im Vorsatz an zu wanken.
Sollt’s tatsächlich keine geben,
würd’ wohl sehr einsam, so ein Leben.

So sah es sich um unter den Tieren,
was sich da lohnte zu hofieren.
Doch Weibchen waren da nur spärlich,
vergeben oder unentbehrlich.

Da denkt das Untier so bei sich,
Alleine blieb ich sicherlich!
Bis es ein andres Untier fand,
mit dem es Einsamkeit verband.

Da sprach das eine zu dem andern,
Hab keine Lust mehr rumzuwandern.
Bist du doch auch ein hübsches Untier,
bleiben wir doch gemeinsam hier.

War’s auch sicher nicht ganz rechtlich,
fand das Untier nicht verächtlich,
die Idee sich zu vermählen,
würd’s auch den Priester furchtbar quälen.

Und war’s zuwider mancher Regel,
gab’s bald Familie mit Kind und Kegel.
So mancher sich da vor Lachen bog -
bis auch der Löwe zum Tiger zog.
 
I

IKT

Gast
Hi Pinky da hast Du ein Thema in den Mittelpunkt gestellt, das für Manchen sicher nicht unbedingt zum lachen ist. Allerdings ist es Dir gelungen, dem Ganzen einen humoristischen Touch zu geben, ohne es ins Lächerliche zu ziehen. Außerdem finde ich das Ende gut und passend:
So mancher sich da vor Lachen bog -
bis auch der Löwe zum Tiger zog.
Übrigens, die Frage nach der Untierin... Tja, das ist ein echtes Problem! :p
An den Reimen könntest Du evtl. noch ein bisschen feilen, manchmal holperts. Wie wärs z.B. mit:
"Bist auch ein hübsches Ungetier, drum bleib doch einfach du bei mir".?
LG IKT
 

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