Dem Heiner blüht die Rose

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Walther

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Dem Heiner blüht die Rose

Auf einer Eckbank sitzt der Heiner.
Sonst sitzt da leider keiner.
Er trinkt sein Bier und lächelt eckig.
Das Tischtuch, dreckig, fleckig,

Bedeckt den Kneipentisch schon Jahre.
Den Blick fürs Echte, Wahre,
Den hat der Heiner, sucht im Glas
Danach, findet das

Und dies und jenes auch. Der Heiner,
Der Held, ist wirklich einer.
Nur kennt ja die Geschichte keiner.
Das macht ihn grau und kleiner.

An einem Tag kommt dann die Rose.
Den Flecken auf der Hose
Hat sie vom Pflegen ihrer Mutter.
Nichts ist OK, in Butter

Erst recht nicht. Und sie setzt sich hin,
Die Tränen bis zum Kinn.
Der Heiner kauft ihr einen Tee
Und hört ihr Jemine

Und alle Angst und Wut und Schwäche,
Denn einer zahlt die Zeche.
Die Rose kommt jetzt immer wieder.
Die Box spielt Liebeslieder.
 

hein

Mitglied
Hallo Walther,

der Text gefällt mir, aber die letzte Zeile ist irgendwie zu kurz/abgehackt. Da fehlt etwa "alte; schöne; sanfte; o.ä."

LG
hein
 

Walther

Mitglied
Hallo Walther,

der Text gefällt mir, aber die letzte Zeile ist irgendwie zu kurz/abgehackt. Da fehlt etwa "alte; schöne; sanfte; o.ä."

LG
hein
Hi Hein,
danke fürs lesen und deine überlegung. der text ist lakonisch, bewußt distanziert und nicht gefühlig. daher mußte das so (sein).
lg W.
 

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