Anonym
Gast
Der alte Muck, ein zierliches Männlein im Walde, wohnhaft hinter dem hässlichsten Busch, fühlte sich schrecklich, weil er unzufrieden war.
Warum, war unbekannt, auch ihm selbst. Er liebte rote Tücher. Er sammelte jedes ein und liebte sie nicht nur, sondern auch das Spiel, sich darin einzuwickeln und sich schön zu finden. Sozusagen unwiderstehlich.
Meistens wurde er aber nie so beachtet, wie er das seiner Meinung nach verdient hätte. Da beschloss er einfach, sich stellvertretend an dem zu rächen, der ihm gleich über den Weg laufen würde. Egal wer, denn er verachtete alle aus tiefstem Herzen, weil … weil … ja, warum eigentlich? Das war, ist und bleibt sein Geheimnis.
Darum arbeitete er hinter seinem Busch fleißig an der nächsten Vergeltung. Eine Spiegelscherbe vor dem Gesicht haltend übte er wieder und wieder. Stundenlang öffnete er sein Mündchen und gab mühsam grollende Geräusche von sich, bis er sich selbst erschreckte und somit zufrieden mit dem Ergebnis war. Dann versteckte er sich hinter einem Baumstamm und wartete. Fröhlich trällernd kam ein Elfenkind daher.
Da näherte sie sich nun, seine heißgeliebte Genugtuung, und er freute sich diebisch, auch wenn er immer noch nicht ahnte, weswegen er dieses Ziel so eisern verfolgte. Kaum war die Kleine bis auf wenige Meter heran, da sprang er mutig und heldenhaft hervor, öffnete weit sein Mündchen, um sein grausiges Grollen in die Freiheit zu entlassen. Doch – oh weh! Bis auf winzige, schwache Staubwolken kam nichts hervor, so sehr er sich auch abmühte. Zunächst starrte das Elfenkind erschrocken zu ihm hin.
Dann begann es zu lachen. Es lachte und lachte und am Ende rannte es zu Muck und riss ihm sein schönes rotes Tuch vom Leib. Kichernd verschwand es damit im Dickicht. Der alte Muck erschrak sich furchtbar und lief beschämt davon.
Jeder hörte ihn hinter dem Busch bitterlich weinen.
Warum, war unbekannt, auch ihm selbst. Er liebte rote Tücher. Er sammelte jedes ein und liebte sie nicht nur, sondern auch das Spiel, sich darin einzuwickeln und sich schön zu finden. Sozusagen unwiderstehlich.
Meistens wurde er aber nie so beachtet, wie er das seiner Meinung nach verdient hätte. Da beschloss er einfach, sich stellvertretend an dem zu rächen, der ihm gleich über den Weg laufen würde. Egal wer, denn er verachtete alle aus tiefstem Herzen, weil … weil … ja, warum eigentlich? Das war, ist und bleibt sein Geheimnis.
Darum arbeitete er hinter seinem Busch fleißig an der nächsten Vergeltung. Eine Spiegelscherbe vor dem Gesicht haltend übte er wieder und wieder. Stundenlang öffnete er sein Mündchen und gab mühsam grollende Geräusche von sich, bis er sich selbst erschreckte und somit zufrieden mit dem Ergebnis war. Dann versteckte er sich hinter einem Baumstamm und wartete. Fröhlich trällernd kam ein Elfenkind daher.
Da näherte sie sich nun, seine heißgeliebte Genugtuung, und er freute sich diebisch, auch wenn er immer noch nicht ahnte, weswegen er dieses Ziel so eisern verfolgte. Kaum war die Kleine bis auf wenige Meter heran, da sprang er mutig und heldenhaft hervor, öffnete weit sein Mündchen, um sein grausiges Grollen in die Freiheit zu entlassen. Doch – oh weh! Bis auf winzige, schwache Staubwolken kam nichts hervor, so sehr er sich auch abmühte. Zunächst starrte das Elfenkind erschrocken zu ihm hin.
Dann begann es zu lachen. Es lachte und lachte und am Ende rannte es zu Muck und riss ihm sein schönes rotes Tuch vom Leib. Kichernd verschwand es damit im Dickicht. Der alte Muck erschrak sich furchtbar und lief beschämt davon.
Jeder hörte ihn hinter dem Busch bitterlich weinen.
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