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Der Dammbruch

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Walther

Mitglied
Der Dammbruch

Am Morgen, als die Dämme brachen,
Da brach er auf und alles ab.
Das Hausdach gab den Spielzeugnachen.
Die Nachricht sprach vom nassen Grab.

Das Vieh verendete in Wellen,
Wo sonst die Wiese blühend stand.
Die Hunde jaulten statt zu bellen.
Er ging und schritt ins Unbekannt:

Den Schlüssel warf er in die Fluten.
Sie gingen ihm fast bis ans Knie;
Er unterließ es, sich zu sputen,
Auch wenn die Sinne schrien: Flieh!

Sein Leben war zuvor zu Ende.
Sie lag schon tief in ihrem Sarg.
Es war nur eine weitre Wende,
Die in sich nichts als Leere barg.
 
Ein Gedicht mit Schlüsselszene

Guten Abend, Walther!

Schaurigtraurig, fatalistischschön, diese Zeilen mit balladenhaftem Charakter.
Besondere Highlights sind mir die kraftvollen Bilder in den Versen 3 und vor allem 8, der Schlüsselszene des Gedichts im doppelten Sinne! Das lyrische Ich, das mit seinem Leben abschließt ...

Gruß,
Artbeck
 

Walther

Mitglied
Hi Artbeck,

danke fürs lesen und für gut befinden. ich fand eigentlich zuerst gar nichts besonderes an diesem text. aber als autor kann man sich selbst eh nicht richtig einschätzen.
dei bilder ergaben sich aus dem fließen des texts. sie schrieben sich selbst.

lg W.
 

JoteS

Foren-Redakteur - tippende Inquisition
Teammitglied
Hallo Walther,

überraschende Wende und erste 2 Zeilen, die einen hier selten anzutreffenden, schmissigen Einstieg bilden. Passt!

Gruß

Jürgen
 

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