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Der erfüllte Wunsch (Limerick)

4,00 Stern(e) 1 Stimme

James Blond

Mitglied
Hier wird der Asphalt zum Asphalt. Eine Beugung wie diese hat bei lustigen Versen wie hier ihren Sinn, anderenfalls würde ich davor warnen.
Ob außerdem bestimmte Ereignisse, Ressentiments oder Animositäten zwischen Thüringern und Sachsen bei diesem Limerick eine Rolle spielen, kann ich als Außenstehender nicht beurteilen.

Grüße
JB
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich kenne es nur auf der zweiten Silbe betont. Es sind wahrscheinlich regionale Unterschiede. Danke für den Hinweis, James.
Siehe auch https://www.duden.de/rechtschreibung/Asphalt
(Betonung auf zweiter Silbe)
Asphalt
(Ich verwende Unterstreichung statt Kennzeichnung durch Punkt, weil das Original nicht kopierbar ist.)
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Wenn man etwas in einer bestimmten Weise immer hört, nimmt man an, es sei Standard.
Das geht mir auch so und oft irre ich mich.
Im Zweifelsfall entscheidet die persönliche natürliche Aussprache oder aber (wie Du auch schreibst): ein lustiger Effekt.
Das wirkt manchmal sehr Komisch und Sprachverdrehung ist im Limerick erlaubt, wenn sie der Pointe dient.
 
G

Gelöschtes Mitglied 16867

Gast
Auf jeden Fall gibt es hier einen internideologischen Gegensatz, lieber Bernd, der sich bei der kommenden Bundestagswahl in Stimmen bemerkbar machen wird.
 

SánchezP

Mitglied
Hallo Bernd,

so ist das manchmal mit Wünschen, Vorfreude ist oft die schönste Freude. Dein Limerick gefällt mir gut.

Wie ist das mit dem Versmaß bei Limericks? In V2 hast du eine zusätzliche unbetonte Silbe am Anfang, in den anderen Versen aber nicht. Ist es üblich, dass man da in den Versen eines Limericks variiert?

Eine gleichmäßig betonte Variante wäre ggf.:

Ein Chauffeur aus dem Thüringer Wald
fuhr durch Sachsen. Doch war ihm zu kalt.
Und er raste dann schnell
Auf den Highway to Hell
Doch dort fraß ihn der Teufel dann bald.


Viele Grüße
Sácnhez
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ja, das ist üblich, am Versanfang unbetonten Silbenzahl zu variieren. Im deutschen Sprachraum wird das von einigen bestritten.
Bei Edward Lear findet man es in seinen englischen Limericks regelmäßig.

Limericks orientieren sich an der Betonung, es ist keine silbenzählende Form.
 

James Blond

Mitglied
Ich würde die wechselnde Zahl unbetonter Silben am Versbeginn zwar nicht als Formverletzung sehen, aber immerhin als Schwäche. Akzeptabel finde ich noch, wenn sich nur die langen von den kurzen Verse darin unterscheiden, nicht aber untereinander. Hier aber fällt nur V2 aus dem Rahmen.

Ein Fahrer vom Thüringer Wald
fuhr Moped. Doch war ihm zu kalt.
Er wünschte sodann
sich Wärme heran.
Die kam. Er versank im Asphalt.


Ich finde, es liest sich besser - und klingt plausibler. Ob Sachsen hier einen besonderen Zweck erfüllt, kann ich nicht erkennen.

Grüße
JB
 


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