Max Neumann
Mitglied
Manchmal fragte er sich, ob es einen Grund dafür gab, dass er immer etwas anderes sein wollte, als er selbst zu sein, und doch stets an einem anderen Ort sein wollte als an dem, der ihn gerade umgab. Manchmal fragte er sich, wo er sich aufhielt, während er sich fragte, wo er sich aufhielt. Diese Frage ließe sich endlos weiterführen. Wie Räume, die in Räumen liegen, die in Räumen liegen, die in Räumen liegen. Wie im Ende von Inception, wo er im Weltall jede einzelne Millisekunde des Lebens vollständig auseinandergenommen hat und jede einzelne Millisekunde seines Lebens sehen kann.
Ein immer Getriebener, ein immer Reisender, immer auf Achse, immer unterwegs.
Was hieß es eigentlich, ein Haus zu bauen? Was bedeutete es, an einem festen Ort anzukommen, zu bleiben, zu leben und dort alt zu werden? Hätte man ihm diese Frage gestellt, ich glaube, er hätte nicht gewusst, was er darauf antworten sollte. Vielleicht hätte man ihn gar nicht fragen können, weil er gerade damit beschäftigt gewesen wäre, an einem vorbeizueilen, den Rucksack über der Schulter.
Und das ist okay, denn das Leben findet für uns alle anders statt. Jene, die sitzen und schon lange angekommen sind, sehnen sich nach der großen weiten Welt. Wie jene in der großen weiten Welt gerne irgendwo bleiben würden, es aber nicht können.
Was wir über ihn wissen: Er ist völlig manisch. Tag für Tag steht er auf, und sobald er die Augen öffnet, ist es, als würde ein Sturm beginnen. Dieser Sturm treibt ihn aus dem Bett. Er treibt ihn durch seine Wohnung. Er treibt ihn zu sehr vielen Dingen, jeden Tag. Dabei liebt er es so sehr, Dinge zu tun. Stillzusitzen gelingt ihm nicht.
Er kennt das Ende des Tages nicht. Was wir über ihn wissen, ist, dass er jeden Abend völlig entkräftet ins Bett fällt und süchtig nach Leben ist, süchtig nach Bewegung, süchtig nach Erschöpfung, süchtig nach Verausgabung, süchtig nach Sport, süchtig nach Laufen, süchtig nach Handeln, süchtig.
So wird sich in ein paar Stunden wieder ein Tag schließen. Wieder wird ein Tag zu Ende gehen, an dem die Bewegung alles beherrscht hat.
Der heutige Morgen verlief anders. Er wachte mit einem völlig beklemmenden und grauenhaften Gefühl auf, das er aus seinem Traum mit in unsere Welt genommen hatte. In diesem Traum ging es darum, Kokain zu konsumieren. Er wusste: Wenn er es tat, würde er durch einen Herzinfarkt sterben. Trotzdem debattierte er mit sich selbst.
Außerdem waren ein Mann und drei Frauen anwesend. Nur den Mann kannte er aus dem wahren Leben. Die drei Frauen kannte er nicht.
Dieser Traum war der grauenhafteste und schrecklichste Traum, den er je hatte. Den ganzen Morgen über verfolgte er ihn. Aus diesem Grund lief er heute mehr als sonst. Noch intensiver. Noch energiegeladener und noch getriebener.
Er is' beste Mann. Ich lass auf den Typen nix kommen.
Ein immer Getriebener, ein immer Reisender, immer auf Achse, immer unterwegs.
Was hieß es eigentlich, ein Haus zu bauen? Was bedeutete es, an einem festen Ort anzukommen, zu bleiben, zu leben und dort alt zu werden? Hätte man ihm diese Frage gestellt, ich glaube, er hätte nicht gewusst, was er darauf antworten sollte. Vielleicht hätte man ihn gar nicht fragen können, weil er gerade damit beschäftigt gewesen wäre, an einem vorbeizueilen, den Rucksack über der Schulter.
Und das ist okay, denn das Leben findet für uns alle anders statt. Jene, die sitzen und schon lange angekommen sind, sehnen sich nach der großen weiten Welt. Wie jene in der großen weiten Welt gerne irgendwo bleiben würden, es aber nicht können.
Was wir über ihn wissen: Er ist völlig manisch. Tag für Tag steht er auf, und sobald er die Augen öffnet, ist es, als würde ein Sturm beginnen. Dieser Sturm treibt ihn aus dem Bett. Er treibt ihn durch seine Wohnung. Er treibt ihn zu sehr vielen Dingen, jeden Tag. Dabei liebt er es so sehr, Dinge zu tun. Stillzusitzen gelingt ihm nicht.
Er kennt das Ende des Tages nicht. Was wir über ihn wissen, ist, dass er jeden Abend völlig entkräftet ins Bett fällt und süchtig nach Leben ist, süchtig nach Bewegung, süchtig nach Erschöpfung, süchtig nach Verausgabung, süchtig nach Sport, süchtig nach Laufen, süchtig nach Handeln, süchtig.
So wird sich in ein paar Stunden wieder ein Tag schließen. Wieder wird ein Tag zu Ende gehen, an dem die Bewegung alles beherrscht hat.
Der heutige Morgen verlief anders. Er wachte mit einem völlig beklemmenden und grauenhaften Gefühl auf, das er aus seinem Traum mit in unsere Welt genommen hatte. In diesem Traum ging es darum, Kokain zu konsumieren. Er wusste: Wenn er es tat, würde er durch einen Herzinfarkt sterben. Trotzdem debattierte er mit sich selbst.
Außerdem waren ein Mann und drei Frauen anwesend. Nur den Mann kannte er aus dem wahren Leben. Die drei Frauen kannte er nicht.
Dieser Traum war der grauenhafteste und schrecklichste Traum, den er je hatte. Den ganzen Morgen über verfolgte er ihn. Aus diesem Grund lief er heute mehr als sonst. Noch intensiver. Noch energiegeladener und noch getriebener.
Er is' beste Mann. Ich lass auf den Typen nix kommen.