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Der Hund, der boll im Schnee, es schnie

4,30 Stern(e) 4 Bewertungen

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Der Hund, der boll im Schnee, es schnie,
die Wolken am Himmel wallten.
ich lief zum See und trieb das Vieh
zum Stall, der hatte Falten.

Das kam: Er war schon wirklich alt,
ihm wuchsen die weißen Haare,
und ich, ich komme auch schon bald
allmählich in die Jahre.

Es ändert sich der Lauf der Zeit,
sie biegt sich so wie ein Bogen,
Der Hund, der boll, es hat geschneit,
er hat mich heim gezogen.
 

Tula

Mitglied
Hallo Bernd
Sehr schön, unter anderem der Wechsel der Metrik von S1 zu S2.
Nur eine Frage: der Stall hatte Falten? Ich denke, du meinst den Hund oder gar den Himmel (?).
Oder in S3 dann: Er biegt sich wie .... - das würde gut zum Alter der alten Hütte passen.

LG
Tula
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich meinte den Stall. Er ist so alt, dass er schon verschrumpelt ist.
Es soll insgesamt auch einen leicht absurden Ton haben.
 
G

Gelöschtes Mitglied 20370

Gast
Genau genommen ein Gedicht ohne Inhalt, reine Beschreibung in die eine oder andere Richtung. Was also muss her? Das Absurd/Komische - kreisgedreht, so, dass dem Hund noch was zukommt am Ende, dem Gedicht sozusagen ein Schluss gibt. Hat der Dichter in die Lustigkammer des Da-Da hineinspioniert? Natürlich - das Holpernstolpern in den zweiten Zeilen ist doch für uns Zweibeinern gedacht. Da-Da hat das Bollen gerettet - wunderbar! Ist doch egal, ob es (ganz richtig!) wieder geschneit hat!

Ein fabelhaftes Gedicht!

Gruß von Dyrk
 
G

Gelöschtes Mitglied 20370

Gast
Ich bleibe ohne Antwort ... nun, dann nehme ich meinen Gruß zurück. Allerdings nicht ohne anzumerken, dass es in meinem post korrekt "... sozusagen einen Schluss ..." heißen muss. Habe die Ehre!
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo, Dosschreiber,
danke für die Antwort und das Lob.
Ja, es geht etwas in Richtung Dada.
"Schnie" wurde in meiner Kinheit noch verwendet, auch "boll". Wir sind umgezogen und in Dresden habe ich es nicht mehr gehört.

Kunst ist für die Kunst ... und den Künstler ... und den Leser ...
 


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