Der kleine graue Schmetterling

3,80 Stern(e) 4 Bewertungen

Paulina

Mitglied
Eine zauberhafte Geschichte, guelle.
Ich habe sie einer meiner Enkelinnen vorgelesen. Sie hat ihr sehr gefallen.
Lass dich also nicht verunsichern! :)
Kinder in diesem Alter sind mehr an Geschichten interessiert, die die Phantasie beflügeln, als an wissenschaftlicher Korrektheit.
Wenn es nicht so wäre, wollten sie weder etwas von der "Biene Maja" noch von der "Hasenschule" lesen oder ansehen.
 

guelle

Mitglied
Cool Paulina,

du sprichst mir aus der Seele. Wissenschaftliche Korrektheit ist der Tod von Fantasia.
Meine Kinder haben noch nie über Unkorrektheiten in meinen Geschichten gelacht.

Liebe Grüße

Volker
 
A

aligaga

Gast
Die (von @ali viel weiter oben schon zitierte) Biene des Nazischriftstellers wurde nicht zuletzt deshalb ein best seller, weil in dem Naturroman ebengerade kein blühenden Blödsinn verzapft wurde, sondern auf einmalige Weise die sprechenden Kerfe so agieren und bleiben durften, wie sie's in der Natur nun mal sind - der Mistkäfer ist ein Angeber, die Libelle ein gnadenloser Kampfflieger, die Spinne tückisch, die Hornissen ein fremdes, böhses Volk und Maja selbst ein seinem Staate treu und todesbereit dienendes BDM-Mädel.

Spannend und anrührend geschrieben, ohne den Schmetterlingen Nachsichtgeräte zu verpassen, Marienkäfer zu Vegetariern zu machen und Frühling und Herbst zusammenzulegen. Das kam erst später, als sich die Leichtlohntruppen der TV-Anstalten über den Stoff hermachten und ihn komplett zerstörten.

Amüsiert

aligaga
 

guelle

Mitglied
Was für ein schöner Morgen, denkt der kleine Schmetterling, nach dem vielen Regen in der Nacht.
Ein blauer Himmel lächelt ihm entgegen. Er breitet seine Flügel aus um sich in der Sonne aufzuwärmen. Aber was ist das! Alles an ihm ist grau. Er sieht zu dem Kokon, aus dem er in der Dunkelheit geschlüpft ist. Darunter ist eine bunte Pfütze.
„Meine Farben!“, wimmert er und schaut entsetzt.
Dicke Tränen rollen ihm über die Wangen.

„Warum weinst du an so einem schönen Tag?“
Die Stimme gehört einem Löwenzahn, der in der Nähe steht.

Der Schmetterling wischt sich das Wasser aus den Augen.
„Ich bin so traurig, weil ich meine Farben nicht mehr zurück haben kann.“, antwortet der Schmetterling. Er schluchzt.
„Sie sind noch nicht trocken gewesen so kurz nach dem Schlüpfen. Der Regen hat sie fort gespült.“

„Du Armer!“, entgegnet der Löwenzahn. „Komm, ich drück dich ein wenig!“ Er beugt sich zu dem Falter herab und nimmt in fest in die Arme.

Der kleine Schmetterling seufzt. „Danke, jetzt geht es mir ein wenig besser!“

„Oh, Verzeihung!“, sagt der Löwenzahn. „Ich habe dich zu fest gedrückt, du bist ganz gelb von meinen Blütenblättern.“
Er versucht die Farbe abzuwischen, aber sie lässt sich nicht mehr lösen.

Der Schmetterling schaut auf seine Flügeln. Sie sind mit gelben Punkten übersät.
„Das ist ja wunderbar!“, flüstert er und strahlt den Löwenzahn an. „Das sind die schönsten Sterne des ganzen Universums. Danke!“ Freudestrahlend fliegt er davon und winkt noch lange.

Auf der großen Wiese macht der kleine Schmetterling Rast. Glücklich betrachtet er seine gelben Sterne. Ein Marienkäfer kommt aus dem dichten Gras. Er stöhnt bei jedem Schritt.
„Was hast du denn?“, will der kleine Schmetterling wissen.

„Oh, ich habe mir den Flügel verstaucht und kann nicht mehr fliegen.“

„Das tut mir aber leid!“ „Kann ich dir helfen?“, fragt der kleine Schmetterling.

„Das ist nett von dir!“, entgegnete der Marienkäfer. „Ich will dir aber nicht zur Last fallen. Entschuldige mich jetzt, ich muss mich beeilen, dass ich noch vor dem Abend bei meinen Kindern bin.“

„Wo wohnst du denn?“, will der kleine Schmetterling wissen.

„Drüben bei den Trauerweiden“, antwortet der Käfer und humpelt weiter.

„Ich kann dich doch fliegen“, ruft der Schmetterling ihm hinterher.

„Das würdest du wirklich tun?“, fragt der Marienkäfer und bleibt stehen.

„Ja, komm steig auf meinen Rücken und halte dich gut fest!“ Der Flug dauert lange. Als sie die hängenden Äste der Weiden in der Ferne sehen versinkt die Sonne langsam am Horizont.

„Ich bin dir ja so dankbar, dass du mich fliegst!“, sagt der Marienkäfer.„Zu Fuß hätte ich es heute nicht mehr nach Hause geschafft.“
Die Kinder warten schon sehnsüchtig auf ihre Mutter. Sie sind froh das sie wieder da ist. Zum Abschied umarmt der Marienkäfer den Schmetterling fest.
„Oh, Verzeihung!“, ruft er. „Ich habe mich wohl beim Fliegen zu stark an dir festgehalten, du bist von meinen Flügeln ganz rot geworden.“
Er versucht die Farbe abzuwischen, aber sie lässt sich nicht mehr lösen.

Der Schmetterling schaut auf seine Flügeln. Sie sind jetzt rot und mit gelben Punkten übersät.
„Das ist ja wunderbar!“, jauchzt er und schaut den Marienkäfer an. „Das ist das schönste Mohnfeld, in dem meine Sterne je geschlafen haben. Danke!“
Freudestrahlend fliegt er davon und winkt noch lange.

Der kleine Schmetterling sucht sich einen Schlafplatz. Er wird vom Duft einer Heckenrose angezogen. Die weißen Blüten leuchten in der Dunkelheit.
Das ist ein Bett für eine Prinzessin, denkt der Schmetterling, hier werde ich die Nacht verbringen.
Er will die Augen schließen, da hört er ein Wimmern. Unter dem Ast, auf dem er sitzt, ist ein Vogelnest. Darin liegen vier Eier. Sie sind blaugrün mit weißen Sprenkeln. Der kleine Schmetterling krabbelt hinab und lauscht an der Eierschale. Er hört jemanden weinen.
„Hallo, du da drinnen, warum weinst du?“, will er wissen.

„Weil ich so friere!“, kommt die Antwort zurück.

„Aber wo ist den deine Mutter?“, fragt der kleine Schmetterling.

„Ich weiß es nicht. Sie ist schon lange fort.“ Die Stimme aus dem Ei klingt verzweifelt.

„Oh, ihr armen Kleinen, wenn ich euch doch nur helfen könnte!“
Da hat hat der Schmetterling eine Idee.
„Weint nicht! Ich breite mein Flügel über euch aus und halte euch warm.“
Die Vogelkinder beruhigen sich und schlafen kurz darauf ein.

Am nächsten Morgen wird der kleine Schmetterling durch lautes Gezeter wach. Eine braune Singdrossel sitzt vor dem Nest.
„Meine Babys, oh nein, meine Babys sind erfroren!“
„Ich arme Mutter!“

„Keine Sorge!“, tröstet der Schmetterling die Drossel. „Deinen Kindern geht es gut! Ich habe sie die ganze Nacht warm gehalten. Sie schlafen noch.“

„Was für ein Glück!“, ruft die Drossel. „Ich bin dir so dankbar, wie kann ich das nur wieder gut machen?“
Überglücklich nimmt sie den Schmetterling in die Arme.
„Stell dir vor, ich musste mich gestern den ganzen Tag vor einem Habicht verstecken, der mich verfolgt hat. Erst heute Morgen ist er davon geflogen.“Die Kinder hören die Stimme ihrer Mutter und werden davon wach. Sie tschilpten alle vor Freude. Der kleine Schmetterling übergibt die Eier wieder an die Mutter.

„Oh, Verzeihung!“, ruft die Drossel. „Du hast die Eier wohl zu fest gedrückt, die Schalen haben abgefärbt.“
Sie versucht die Farbe abzuwischen, aber sie lässt sich nicht mehr lösen.

Der Schmetterling schaut auf seine inneren Flügeln. Sie sind jetzt hellblau mit weißer Maserung.
„Das ist ja wunderbar!“, jubelt er und schaut die Drossel an. „Das sieht ja aus wie der Himmel, der voller Wolken ist. Danke!“
Freudestrahlend fliegt er davon und winkt noch lange.

Der kleine Schmetterling hat noch nichts gefrühstückt. Er fliegt zu einem Garten, in dem es ein Blumenbeet mit Tulpen gibt. Dort saugt er süßen Nektar aus den Blütenkelchen. Es gibt weiße Tulpen, rote, gelbe und violette. Die weißen schmecken dem kleinen Schmetterling am besten. Ein kleines Mädchen mit braunen Haaren und einem grünen Kleid kommt aus dem Haus. Es sieht den kleinen Schmetterling und nähert sich ihm. Vorsichtig streckt sie den Arm aus und bleibt vor ihm stehen. Der Schmetterling fasst Mut und fliegt auf ihre Hand. Sie schaut ihn mit großen Augen an.

„Du bist der schönste Schmetterling, den ich je gesehen habe!“, flüstert sie ihm zu. „Wenn ich dich betrachte, sehe ich Sterne die im Mohnfeld schlafen und einen Himmel voller Schäfchenwolken.“

Als der kleine Schmetterling das hört ist er überglücklich, sein Herz macht einen Sprung. Alles hat ein gutes Ende genommen. Freudestrahlend fliegt er davon und winkt noch lange.
 

guelle

Mitglied
Genau deswegen müsste Biene Maja auch verboten werden. Das Produkt eines Antisemiten. Und du müsstes du mit deinen Äußerungen hier im Forum verboten werden.
 
P

Poet H.

Gast
Zitat:

Cool Paulina,

du sprichst mir aus der Seele. Wissenschaftliche Korrektheit ist der Tod von Fantasia.
Meine Kinder haben noch nie über Unkorrektheiten in meinen Geschichten gelacht.

Liebe Grüße

Volker

****************

Hi guelle,
ja und nein!

Ich staunte, als ich erfuhr, dass es wissenschaftlich "Runde Sterne" wirklich gibt. Ein Punkt ist rund.

Lässt man ein kleineres Kind einen Stern malen, wird es vermutlich nicht nur ein großer Punkt sein, weil es sich unter einem Stern schon etwas anderes vorstellt. ES SEI DENN ES IST EIN KLEINKIND!

Ist das also ein dummer Schmetterling, weil er gelbe Punkte als gelbe Sterne benennt?

***
Durch Regen die Farbe verloren? Er wäre dann sicherlich kein Einzelfall und die anderen Tiere jammern nicht. Oder doch?

LG H.
 

guelle

Mitglied
Hallo Poet H.,

danke für deinen Kommentar.
Rein wissenschaftlich betrachtet, ist jeder Stern ein Punkt oder besser gesagt eine Kugel, das es sich um Sonnen handelt. Eine Sonne hat keine Zacken. Aber vielleicht ist es für Kinder besser zu verstehen, wenn ich die „gelben Punkte“ in „gelbe Sterne“ ändere. Mal schauen.
Das der Schmetterling seine Farben verloren hat, lag ja daran, dass sie noch nicht trocken gewesen waren, „so kurz nach dem Schlüpfen“.

Liebe Grüße

Volker
 

guelle

Mitglied
Was für ein schöner Morgen, denkt der kleine Schmetterling, nach dem vielen Regen in der Nacht.
Ein blauer Himmel lächelt ihm entgegen. Er breitet seine Flügel aus um sich in der Sonne aufzuwärmen. Aber was ist das! Alles an ihm ist grau. Er sieht zu dem Kokon, aus dem er in der Dunkelheit geschlüpft ist. Darunter ist eine bunte Pfütze.
„Meine Farben!“, wimmert er und schaut entsetzt.
Dicke Tränen rollen ihm über die Wangen.

„Warum weinst du an so einem schönen Tag?“
Die Stimme gehört einem Löwenzahn, der in der Nähe steht.

Der Schmetterling wischt sich das Wasser aus den Augen.
„Ich bin so traurig, wegen meiner Farben.“, antwortet der Schmetterling. Er schluchzt.
„Sie sind noch nicht trocken gewesen so kurz nach dem Schlüpfen. Der Regen hat sie fort gespült.“

„Du Armer!“, entgegnet der Löwenzahn. „Komm, ich drück dich ein wenig!“ Er beugt sich zu dem Falter herab und nimmt in fest in die Arme.

Der kleine Schmetterling seufzt. „Danke, jetzt geht es mir ein wenig besser!“

„Oh, Verzeihung!“, sagt der Löwenzahn. „Ich habe dich zu fest gedrückt, du bist ganz gelb von meinen Blütenblättern.“
Er versucht die Farbe abzuwischen, aber sie lässt sich nicht mehr lösen.

Der Schmetterling schaut auf seine Flügel. Sie sind mit gelben Sternen übersät.
„Das ist ja wunderbar!“, flüstert er und strahlt den Löwenzahn an. „Das sind die schönsten Sterne des ganzen Universums. Danke!“ Freudestrahlend fliegt er davon und winkt noch lange.

Auf der großen Wiese macht der kleine Schmetterling Rast. Glücklich betrachtet er seine gelben Sterne. Ein Marienkäfer kommt aus dem dichten Gras. Er stöhnt bei jedem Schritt.
„Was hast du denn?“, will der kleine Schmetterling wissen.

„Oh, ich habe mir den Flügel verstaucht und kann nicht mehr fliegen.“

„Das tut mir aber leid!“ „Kann ich dir helfen?“, fragt der kleine Schmetterling.

„Das ist nett von dir!“, entgegnete der Marienkäfer. „Ich will dir aber nicht zur Last fallen. Entschuldige mich jetzt, ich muss mich beeilen, dass ich noch vor dem Abend bei meinen Kindern bin.“

„Wo wohnst du denn?“, will der kleine Schmetterling wissen.

„Drüben bei den Trauerweiden“, antwortet der Käfer und humpelt weiter.

„Ich kann dich doch fliegen“, ruft der Schmetterling ihm hinterher.

„Das würdest du wirklich tun?“, fragt der Marienkäfer und bleibt stehen.

„Ja, komm steig auf meinen Rücken und halte dich gut fest!“ Der Flug dauert lange. Als sie die hängenden Äste der Weiden in der Ferne sehen versinkt die Sonne langsam am Horizont.

„Ich bin dir ja so dankbar, dass du mich fliegst!“, sagt der Marienkäfer.„Zu Fuß hätte ich es heute nicht mehr nach Hause geschafft.“
Die Kinder warten schon sehnsüchtig auf ihre Mutter. Sie sind froh das sie wieder da ist. Zum Abschied umarmt der Marienkäfer den Schmetterling fest.
„Oh, Verzeihung!“, ruft er. „Ich habe mich wohl beim Fliegen zu stark an dir festgehalten, du bist von meinen Flügeln ganz rot geworden.“
Er versucht die Farbe abzuwischen, aber sie lässt sich nicht mehr lösen.

Der Schmetterling schaut auf seine Flügel. Sie sind jetzt rot und mit gelben Punkten übersät.
„Das ist ja wunderbar!“, jauchzt er und schaut den Marienkäfer an. „Das ist das schönste Mohnfeld, in dem meine Sterne je geschlafen haben. Danke!“
Freudestrahlend fliegt er davon und winkt noch lange.

Der kleine Schmetterling sucht sich einen Schlafplatz. Er wird vom Duft einer Heckenrose angezogen. Die weißen Blüten leuchten in der Dunkelheit.
Das ist ein Bett für eine Prinzessin, denkt der Schmetterling, hier werde ich die Nacht verbringen.
Er will die Augen schließen, da hört er ein Wimmern. Unter dem Ast, auf dem er sitzt, ist ein Vogelnest. Darin liegen vier Eier. Sie sind blaugrün mit weißen Sprenkeln. Der kleine Schmetterling krabbelt hinab und lauscht an der Eierschale. Er hört jemanden weinen.
„Hallo, du da drinnen, warum weinst du?“, will er wissen.

„Weil ich so friere!“, kommt die Antwort zurück.

„Aber wo ist den deine Mutter?“, fragt der kleine Schmetterling.

„Ich weiß es nicht. Sie ist schon lange fort.“ Die Stimme aus dem Ei klingt verzweifelt.

„Oh, ihr armen Kleinen, wenn ich euch doch nur helfen könnte!“
Da hat hat der Schmetterling eine Idee.
„Weint nicht! Ich breite mein Flügel über euch aus und halte euch warm.“
Die Vogelkinder beruhigen sich und schlafen kurz darauf ein.

Am nächsten Morgen wird der kleine Schmetterling durch lautes Gezeter wach. Eine braune Singdrossel sitzt vor dem Nest.
„Meine Babys, oh nein, meine Babys sind erfroren!“
„Ich arme Mutter!“

„Keine Sorge!“, tröstet der Schmetterling die Drossel. „Deinen Kindern geht es gut! Ich habe sie die ganze Nacht warm gehalten. Sie schlafen noch.“

„Was für ein Glück!“, ruft die Drossel. „Ich bin dir so dankbar, wie kann ich das nur wieder gut machen?“
Überglücklich nimmt sie den Schmetterling in die Arme.
„Stell dir vor, ich musste mich gestern den ganzen Tag vor einem Habicht verstecken, der mich verfolgt hat. Erst heute Morgen ist er davon geflogen.“Die Kinder hören die Stimme ihrer Mutter und werden davon wach. Sie tschilpten alle vor Freude. Der kleine Schmetterling übergibt die Eier wieder an die Mutter.

„Oh, Verzeihung!“, ruft die Drossel. „Du hast die Eier wohl zu fest gedrückt, die Schalen haben abgefärbt.“
Sie versucht die Farbe abzuwischen, aber sie lässt sich nicht mehr lösen.

Der Schmetterling schaut auf seine inneren Flügel. Sie sind jetzt hellblau mit weißer Maserung.
„Das ist ja wunderbar!“, jubelt er und schaut die Drossel an. „Das sieht ja aus wie der Himmel, der voller Wolken ist. Danke!“
Freudestrahlend fliegt er davon und winkt noch lange.

Der kleine Schmetterling hat noch nichts gefrühstückt. Er fliegt zu einem Garten, in dem es ein Blumenbeet mit Tulpen gibt. Dort saugt er süßen Nektar aus den Blütenkelchen. Es gibt weiße Tulpen, rote, gelbe und violette. Die weißen schmecken dem kleinen Schmetterling am besten. Ein kleines Mädchen mit braunen Haaren und einem grünen Kleid kommt aus dem Haus. Es sieht den kleinen Schmetterling und nähert sich ihm. Vorsichtig streckt sie den Arm aus und bleibt vor ihm stehen. Der Schmetterling fasst Mut und fliegt auf ihre Hand. Sie schaut ihn mit großen Augen an.

„Du bist der schönste Schmetterling, den ich je gesehen habe!“, flüstert sie ihm zu. „Wenn ich dich betrachte, sehe ich Sterne die im Mohnfeld schlafen und einen Himmel voller Schäfchenwolken.“

Als der kleine Schmetterling das hört ist er überglücklich, sein Herz macht einen Sprung. Alles hat ein gutes Ende genommen. Freudestrahlend fliegt er davon und winkt noch lange.
 

Oben Unten