Chandrika Wolkenstein
Mitglied
Ein Wal stirbt.
Erst jetzt
fällt ihm
sein Gewicht ein.
Er sinkt.
Tagelang fällt er
durch Wasser,
das ihn nirgends ablegt.
Die Flossen bewegen sich noch,
als übten sie
ohne ihn weiter.
Unterdessen wird der Druck
zu einer zweiten Haut.
Er schiebt die Augen zurück,
presst die Zunge
gegen das geschlossene Maul.
Dann der Grund.
Der Körper schlägt auf.
Schlamm schließt sich
um sein Gewicht.
Bald kommen die ersten Münder.
Sie nehmen das Weiche,
den Bauch,
die dunkle Masse des Herzens.
Später stehen die Rippen offen.
Etwas Blindes
wohnt darin
und schabt die letzten Fasern
von den Knochen.
Die Strömung zählt die Jahre
an den Wirbeln ab.
Am Ende liegt
das Gebiss
im Schlamm,
offen,
ohne Hunger.
Erst jetzt
fällt ihm
sein Gewicht ein.
Er sinkt.
Tagelang fällt er
durch Wasser,
das ihn nirgends ablegt.
Die Flossen bewegen sich noch,
als übten sie
ohne ihn weiter.
Unterdessen wird der Druck
zu einer zweiten Haut.
Er schiebt die Augen zurück,
presst die Zunge
gegen das geschlossene Maul.
Dann der Grund.
Der Körper schlägt auf.
Schlamm schließt sich
um sein Gewicht.
Bald kommen die ersten Münder.
Sie nehmen das Weiche,
den Bauch,
die dunkle Masse des Herzens.
Später stehen die Rippen offen.
Etwas Blindes
wohnt darin
und schabt die letzten Fasern
von den Knochen.
Die Strömung zählt die Jahre
an den Wirbeln ab.
Am Ende liegt
das Gebiss
im Schlamm,
offen,
ohne Hunger.