Yurii
Mitglied
"Der Sommer färbt sich schon."
Für sein Alter ungewöhnlich schüchtern und verspätet,
Mit seiner Kühle, dem rostfarbenen Laub,
Hat der Münchner Herbst heute bei mir vorbeigeschaut,
Mit lässig herabfallender Zopf, mit purpurrotem, goldenem Haar,
Sag, warum sind wir uns doch so ähnlich,
Wozu verteilst du unsere Ähnlichkeit an andere,
Wieder, als würdest du durch mich hindurchblicken,
Mit nebligem Blick und gleichgültiger Sehnsucht,
Der Sommer schmückt sich schon, der Herbst hat mich zu sich geholt,
mit seiner unbeschwerten Schönheit,
flüsternd unter meinen Füßen, die Blätter wie Glücksbringer im Tanz abwerfend,
in erstarrte Pfützen, die das smaragdblaue Blau des Himmels widerspiegeln,
In deinen Handlungen bist du so wankelmütig,
Wieder antwortest du mir mit Unwetter, ganz aus dem Takt,
Welch eine Ruhe, sei sie auch ganz durchnässt,
In den Kiefernkronen summt das Cello von Boreas.
All deine Reize sind mir so vertraut,
Manchmal verzauberst du meinen Blick mit deiner Nacktheit,
Leidenschaftlich und unersättlich, unter dem Schutz Merkurs,
Seit wie vielen Jahren versuchst du schon, mich in dich zu verlieben,
Sei nicht so ernst, Herbst,
Du verstärkst meine seelischen Qualen,
Vielleicht versuchen wir es noch einmal, ich von gestern heute,
Ohne zu warten, bis deine Rivalin, der Winter, bei uns vorbeischaut.
Zweisprachige Fassung
Deutsche Übersetzung mit russischem Originaltext.
«Уж лето красится.»
Не по годам застенчива и запоздалая,
Своей прохладой, ржавою листвой,
Ко мне сегодня заглянула мюнхенская осень,
Хупаво распустив косу, с багрянцем золота волос,
Скажи, ну почему мы так с тобой похожи,
Зачем похожесть нашу, ты другому раздаешь,
Опять, как будто сквозь меня ты смотришь,
Туманным взглядом с безразличною тоской,
Уж лето красится, меня к себе прибрала осень,
Своею легкомысленною красотой,
Под ноги с шепотом, перо листвы на счастье в танце сбросив,
В застывши лужи, отражая синий изумруд небес,
В своих поступках ты такая переменчива,
Опять ненастьем отвечаешь мне не в такт,
Какая безмятежность, хоть и вся насквозь промозглая,
Гудит в верхушках сосен виолончель Борей,
Все прелести твои, мне так знакомы,
Порой своею наготой, чаруешь ты мой взгляд,
Страстна и ненасытна, под покровительством Меркурия,
Который год стараешься влюбить в себя,
Не будь такой серьезной, осень,
Моим душевным мукам придаешь ты сил,
Может опять попробуем, меня вчерашнего сегоднить,
Не ждать, пока заглянет к нам, твоя соперница, зима.
Für sein Alter ungewöhnlich schüchtern und verspätet,
Mit seiner Kühle, dem rostfarbenen Laub,
Hat der Münchner Herbst heute bei mir vorbeigeschaut,
Mit lässig herabfallender Zopf, mit purpurrotem, goldenem Haar,
Sag, warum sind wir uns doch so ähnlich,
Wozu verteilst du unsere Ähnlichkeit an andere,
Wieder, als würdest du durch mich hindurchblicken,
Mit nebligem Blick und gleichgültiger Sehnsucht,
Der Sommer schmückt sich schon, der Herbst hat mich zu sich geholt,
mit seiner unbeschwerten Schönheit,
flüsternd unter meinen Füßen, die Blätter wie Glücksbringer im Tanz abwerfend,
in erstarrte Pfützen, die das smaragdblaue Blau des Himmels widerspiegeln,
In deinen Handlungen bist du so wankelmütig,
Wieder antwortest du mir mit Unwetter, ganz aus dem Takt,
Welch eine Ruhe, sei sie auch ganz durchnässt,
In den Kiefernkronen summt das Cello von Boreas.
All deine Reize sind mir so vertraut,
Manchmal verzauberst du meinen Blick mit deiner Nacktheit,
Leidenschaftlich und unersättlich, unter dem Schutz Merkurs,
Seit wie vielen Jahren versuchst du schon, mich in dich zu verlieben,
Sei nicht so ernst, Herbst,
Du verstärkst meine seelischen Qualen,
Vielleicht versuchen wir es noch einmal, ich von gestern heute,
Ohne zu warten, bis deine Rivalin, der Winter, bei uns vorbeischaut.
Zweisprachige Fassung
Deutsche Übersetzung mit russischem Originaltext.
«Уж лето красится.»
Не по годам застенчива и запоздалая,
Своей прохладой, ржавою листвой,
Ко мне сегодня заглянула мюнхенская осень,
Хупаво распустив косу, с багрянцем золота волос,
Скажи, ну почему мы так с тобой похожи,
Зачем похожесть нашу, ты другому раздаешь,
Опять, как будто сквозь меня ты смотришь,
Туманным взглядом с безразличною тоской,
Уж лето красится, меня к себе прибрала осень,
Своею легкомысленною красотой,
Под ноги с шепотом, перо листвы на счастье в танце сбросив,
В застывши лужи, отражая синий изумруд небес,
В своих поступках ты такая переменчива,
Опять ненастьем отвечаешь мне не в такт,
Какая безмятежность, хоть и вся насквозь промозглая,
Гудит в верхушках сосен виолончель Борей,
Все прелести твои, мне так знакомы,
Порой своею наготой, чаруешь ты мой взгляд,
Страстна и ненасытна, под покровительством Меркурия,
Который год стараешься влюбить в себя,
Не будь такой серьезной, осень,
Моим душевным мукам придаешь ты сил,
Может опять попробуем, меня вчерашнего сегоднить,
Не ждать, пока заглянет к нам, твоя соперница, зима.