Der Spiegel

Als ER den Mann sah, strich ER sich über seinen kahlgeschorenen Schädel. Sollte ER werfen? ER tastete nach seiner Jackentasche. Nur ein Schlüssel. Der Mann ging weiter. ER beschloss ihm zu folgen. Vor IHM leuchtete ein rotes Licht. Ein rotes Licht mitten in der Nacht. Der Mann blieb stehen. Der Mann streckte seine Hand aus. In dem fahlen Licht konnte ER die Hand nicht richtig sehen. Schwarz, murmelte ER, natürlich ist seine Hand schwarz wie die Nacht. Jetzt war das Licht grün. Der Mann ging weiter. ER folgte. Ich brauche etwas zum werfen. ER hatte nur seinen Schlüssel. Ich kann stechen, dachte ER. Aber werfen ist sicherer.
Der Mann bog in eine Straße. ER folgte. Um IHN herum gab es nur vernagelte Häuser. Sie sahen IHM zu. SEINE schweren Stiefel polterten auf der Straße. ER war sicher, dass der Mann es hörte. Der ging weiter. ER stampfte mit den Stiefeln hinterher. Der Mann drehte sich nicht um. Jetzt war ER wütend, dass ER nichts zum Werfen hatte. ER folgte ihm.
Der Mann ging nicht schneller. ER sah sich um. Früher haben hier Häuser gestanden, dachte ER, früher haben hier Menschen gewohnt. Jetzt gab es nur noch vernagelte Ruinen und Schutt. ER fand einen Stein und hob ihn auf. Der Stein war sehr schwer. ER folgte dem Mann.
ER hob den Stein. ER stellte sich vor, die Augen des Mannes zu sehen, wenn sie den Stein fliegen sahen. ER hatte solche Augen schon viele Male gesehen. Aber der Mann drehte sich nicht um. ER kam näher an ihn heran.
ER ließ den Stein sinken. ER trat auf eine herumliegende Bierdose. Der Mann ging weiter. ER kam noch näher an ihn heran.
ER wollte werfen, aber wenn ER die Augen nicht sah, machte es keinen Spaß. SEINE Finger tasteten nach seinem Schlüssel. ER zog ihn hervor. Der Schlüssel klimperte. Der Mann drehte sich nicht um. Da packte ER ihn an der Schulter.
ER stach mit dem Schlüssel zu. ER hörte sich schreien, während ER wieder zustach. Der Mann fiel auf den Boden. Noch immer konnte ER seine Augen nicht sehen. Aber ER sah, dass die Haut des Mannes weiß war.
ER fand, dass SEIN Gesicht nass war und klebte. ER ließ den Mann liegen.
ER ging die Straße zurück. ER steckte den Schlüssel in die Tasche. Zu Hause hielt ER den Stein noch immer in der Hand. ER besah sich im Spiegel. In dem fahlen Licht fand ER, dass ER schwarz aussah. ER sah SEINE Augen.
Da warf ER den Stein in den Spiegel.
 

 
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