Die Erscheinung

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Walther

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Die Erscheinung


Ralf ist eigentlich ein ganz netter Typ – wenn da nicht ein paar Seiteneffekte wären, die ihm das Leben schwermachen. Besser: Mit denen er sich selbst und der Umwelt das Leben mit ihm schwerer macht als nötig. Erstens: Er ist vorlaut, weiß alles besser (was meistens richtig ist, aber darauf kommts nunmal nicht wirklich an), spricht laut (dass dem Rest im Raum die Ohren dröhnen), macht dauernd ungebeten Verbesserungsvorschläge (auch Chefinnen und Chefs in Anwesenheit Dritter, was ein No-Go ist, das ihm scheinbar am A. vorbeigeht) und ist immer schon fertig mit seinen Jobs, wenn die Kolleg*innen noch den Kaffee trinken, den sie sich geholt haben, als die morgendliche Befehlsausgabe in der Teambesprechung vorbei war.
Kurz: Niemand mag Ralf. Eigentlich (jedenfalls gibts keiner zu, obgleich er fast jeder und jedem schon einmal selbstlos geholfen und damit den Kragen gerettet hat; aber wer gibt sowas schon gerne zu, oder?) ist das unfair. Such is life, man.

Das Schlimme ist: Ralf mag sich selbst nicht.
Ralf mag nicht, dass er aus lauter Unsicherheit alles falsch macht. Seine vorlaute Lautstärke ist eine Folge seiner mangelnden Selbsteinschätzung und der Einschätzung seiner Wirkung auf andere. Er mag nicht, dass die anderen hintenrum über ihn lachen und dumme Witze reißen (er ist weder blöd noch taub). Er mag nicht, dass sie ihn immer wegen seiner Wampe und seinen verknitterten Schlabberklamotten foppen (er lebt allein, hasst Bügeln und ist reinlicher als eine Katze, sogar seine Unterwäsche wechselt er täglich, ebenso seine T-Shirts). Er mag seine Haare nicht, nicht die dicke Brille, nicht die breiten Latschen (er hat einen hohen Spann und einen breiten Fuß, also sieht jeder Schuh nach dreimal Tragen aus, als wäre ein Panzer drübergerollt).
Eigentlich ist alles in Butter, weil Ralfs Umwelt und er sich einig sind, Ralf nicht zu mögen. Könnte man meinen. Nur kann Ralf damit nicht leben. Denn das kann auf die Dauer keiner.

Zum Glück weiß die Riege höher, was sie an Ralf hat. Ralf ist ein Crack in dem, was er tut. Er schraubt Apps und Programme in einer Geschwindigkeit und mit einer Klasse zusammen, dass es dem Rest der Welt den Atem verschlägt. Er ist einfach nur gut und auf GitHub ein Guru. Das hält ihn am und im Leben und verhindert, dass er ex- und implodiert, und das zeitgleich.
Aber glücklich ist er nicht. Jedenfalls nicht wirklich. Auch wenn er richtig gute Kohle macht, also gut verdient, und die beste Rechnerausstattung der ganzen Firma hat (zuhause hat er noch eine bessere, aber wer hätte das nicht gedacht, oder? Ist doch klar. Nerd bleibt Geek und umgekehrt).

Ralf wird deshalb immer unleidlicher und nerdiger. Einmal ist er wie eine Auster, sagt tagelang nichts, haut in die Tasten und seinen Code raus, dass die virtuellen Maschinen im Keller Schnappatmung kriegen, kommt spät morgens und geht noch viel später abends. Dann wieder platzt es aus ihm heraus, wenn technischer Mist geredet wird, und er maßregelt alle samt Teamleiterin, dass die Tür wackelt. Danach steht er schnaufend auf, vergräbt sich hinter seinen vier Monstermonitoren und klickert vor sich.
Man sieht ihn aufs Klo huschen. Seine Pizzaboxen und den Dönerabfall entsorgen. Seine leeren Cola- und Wasserflaschen in seine große Aldi-Tüte packen, um diese nach der Mittagspause gefüllt wieder aus dem Aufzug zu wuchten, durch den Gang zu schleppen und unter seinen Gigaschreibtisch mit Hydraulik (der Arzt hat’s verordnet) zu verstauen.
Weiter oben ist man sich einig, dass sich Nutzen und Kosten gerade schlecht für Ralf entwickeln. Schließlich kann man ihn nicht einfach wegschließen, damit er keinem mehr auf die Schlappen tritt.

Eines Tages kommt Severine. Sie hat ein Einser-Magister-Examen als Software-Designerin von einer renommierten Medienhochschule und ist eine echte Nummer mit Preisen, Auszeichnungen etc. pp. So wird sie angekündigt.
Als die Tür in der Teambesprechung aufgeht, um sie vorzustellen, haut es die anderen im Raum um. Bis auf Ralf. Der ist gedanklich auf einem anderen Planeten, vulgo, er ist bereits in der siebenundzwanzigsten If-Schleife einer ziemlich komplexen KI-Formel und versucht gerade nachzuvollziehen, warum dieses verdammte Mistding nicht das tut, was man von ihm mit Fug und Recht erwarten darf. Schließlich hat er das Teil selbst programmiert, und ein KI-Code-Gott wie Ralf macht einfach keine Fehler, vor allem dann nicht, wenn die Sache so knifflig ist wie die vorliegende.
Severine ist eine echte Erscheinung. Wenn man weibliche Schönheit mit Hirn, Witz und exquisitem Geschmack, was das Outfit und Make-up angeht, kombiniert, hat man bzw. frau als Ergebnis das, was gerade im Raum steht. Der männliche Teil des Teams, so hetero, hat Stielaugen und eine Hormonausschüttung. Der kleinere weibliche Teil des Teams, so hetero, hat einen Anfall von Neid, der sich gewaschen hat. Der männliche Teil des Teams, der keine Hormonausschüttung hat, ist geflasht von der Ausstrahlung, und der weibliche Teil, der nicht hetero ist, hat ebenfalls eine hormonelle Wallung.
Nur Ralf ist außen vor. Das heißt, er ist körperlich da, aber geistig eben nicht. Weil niemand neben ihm sitzen will, ist dort ein Stuhl frei. Als ihn eine Frauenstimme, sehr warm- und wohlklingend, fragt, ob der Platz denn frei wäre, nickt er abwesend. Sie setzt sich hin. Der Oberchef und die Teamleiterin erzählen, was alles anliegt. Ralf denkt immer noch.
Severin schaut interessiert dabei zu, als er mit seinen Händen kleine Bewegungen macht, die in freien Raum irgendetwas lokalisieren. Schließlich fährt die Rechte mit dem Zeigefinger an die Lippen, und Ralf nickt. Auf einmal ist er wieder von dieser Welt und sagt halblaut: „Verdammt, da liegt der Hase im Pfeffer!“
Alles hörts. Alles lacht. Und klatscht. Ralf läuft rot an und will sich wehren, als sich eine kühle linke Hand auf seine rechte Hand stiehlt, die nach oben schießen will. Er sieht sich um, blickt in ein Gesicht mit großen braunen Augen, die ihn einfach nur anschauen, dann schüttelt diese Elfe leicht den Kopf, nur andeutungsweise, und legt ihrerseits den rechten Zeigefinger an ihren wunderbaren Mund.
Ralf sagt nichts. Und lächelt. Strahlend. Sie sagt nichts. Und lächelt. Strahlend.

Seit diesem Tag sind Ralf und Severin unzertrennlich. Sie kommunizieren auf einer Ebene, die der Umwelt verschlossen ist. Es reichen Gesten aus, Handzeichen, ein bisschen Mimik.

Ralf ist verliebt. Das Gefühl ist ihm nicht unbekannt. Aber er kann damit nichts anfangen. Er weiß nicht damit umzugehen. Und er weiß schon gar nicht, was Severin fühlt.
Er macht intuitiv das Richtige. Bringt seiner Severin einen Kaffee, schwarz. Holt in der Mittagspause einen Döner für sie. Hilft ihr bei der Einrichtung der Rechner. Umsorgt sie, als wäre sie aus Porzellan. Spielt genau den Gentleman, der er eigentlich ist.
Das geht ein paar Wochen so, aus denen Monate werden. Und ein Jahr. Eines Tages lädt sie ihn abends zu sich ein, weil es ihr zu bunt wird. Am nächsten Morgen frühstücken sie miteinander. Und das halten sie dann so. Bis auf weiteres.
 
Hallo Walther,

ich glaube, das ist die erste Kurzgeschichte von dir, die ich lese. Schön, dass du auch Prosa schreibst.

Eine kurze Kritik:
Die Litanei am Anfang über Ralf ist viel zu lang. Das hier:

Ralf ist eigentlich ein ganz netter Typ – wenn da nicht ein paar Seiteneffekte wären, die ihm das Leben schwermachen. Besser: Mit denen er sich selbst und der Umwelt das Leben mit ihm schwerer macht als nötig. Erstens: Er ist vorlaut, weiß alles besser (was meistens richtig ist, aber darauf kommts nunmal nicht wirklich an), spricht laut (dass dem Rest im Raum die Ohren dröhnen), macht dauernd ungebeten Verbesserungsvorschläge (auch Chefinnen und Chefs in Anwesenheit Dritter, was ein No-Go ist, das ihm scheinbar am A. vorbeigeht) und ist immer schon fertig mit seinen Jobs, wenn die Kolleg*innen noch den Kaffee trinken, den sie sich geholt haben, als die morgendliche Befehlsausgabe in der Teambesprechung vorbei war.
Kurz: Niemand mag Ralf. Eigentlich (jedenfalls gibts keiner zu, obgleich er fast jeder und jedem schon einmal selbstlos geholfen und damit den Kragen gerettet hat; aber wer gibt sowas schon gerne zu, oder?) ist das unfair. Such is life, man.

Das Schlimme ist: Ralf mag sich selbst nicht.
Ralf mag nicht, dass er aus lauter Unsicherheit alles falsch macht. Seine vorlaute Lautstärke ist eine Folge seiner mangelnden Selbsteinschätzung und der Einschätzung seiner Wirkung auf andere. Er mag nicht, dass die anderen hintenrum über ihn lachen und dumme Witze reißen (er ist weder blöd noch taub). Er mag nicht, dass sie ihn immer wegen seiner Wampe und seinen verknitterten Schlabberklamotten foppen (er lebt allein, hasst Bügeln und ist reinlicher als eine Katze, sogar seine Unterwäsche wechselt er täglich, ebenso seine T-Shirts). Er mag seine Haare nicht, nicht die dicke Brille, nicht die breiten Latschen (er hat einen hohen Spann und einen breiten Fuß, also sieht jeder Schuh nach dreimal Tragen aus, als wäre ein Panzer drübergerollt).
Eigentlich ist alles in Butter, weil Ralfs Umwelt und er sich einig sind, Ralf nicht zu mögen. Könnte man meinen. Nur kann Ralf damit nicht leben. Denn das kann auf die Dauer keiner.
könnte man auf ein paar Sätze kürzen oder sogar ganz weglassen. Eine eigentliche Handlung haben diese Sätze nicht, und es wird viel zu viel erklärt, was es für den Leser nicht spannend macht. Es gibt für den Leser an Ralf nichts mehr zu entdecken - das hier ist eine Beschreibung, quasi das Gegenteil von „Show, don't tell."

Der Rest der Geschichte ist interessanter. Aber auch hier könnte man einiges kürzen.

LG SilberneDelfine
 
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Walther

Mitglied
Hallo Walther,

ich glaube, das ist die erste Kurzgeschichte von dir, die ich lese. Schön, dass du auch Prosa schreibst.

Eine kurze Kritik:
Die Litanei am Anfang über Ralf ist viel zu lang. Das hier:



könnte man auf ein paar Sätze kürzen oder sogar ganz weglassen. Eine eigentliche Handlung haben diese Sätze nicht, und es wird viel zu viel erklärt, was es für den Leser nicht spannend macht. Es gibt für den Leser an Ralf nichts mehr zu entdecken - das hier ist eine Beschreibung, quasi das Gegenteil von „Show, don't tell."

Der Rest der Geschichte ist interessanter. Aber auch hier könnte man einiges kürzen.

LG SilberneDelfine
Hallo SilberneDelfine,

danke fürs lesen. ich habe es gerne, meine mitmenschen immer wieder zu überraschen.

zur story. deine kritik nehme ich dankbar an, sehe es aber ein wenig anders. der text ist mit viel überlegung durchkomponiert. er ist nichts fürs schnelle lesen. das "show don't tell" passt hier nicht. ich bin im übrigen nicht überzeugt, dass man solche schreibratgeber-hinweise zu ernst nehmen sollte. sie sind anregungen. man sollte das von dir genannte verfahren einsetzen, wenn man speed in den text reinbringen will. speed sollte dieser text nicht bekommen. und da, wo er sie haben soll, da hat er sie auch.


ich werde immer mal wieder eine meiner storys einstellen. viel freude beim schreiben dir und frohe ostern allen. bleib(t) gesund!

lg W.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

lietzensee

Mitglied
Hallo Walther,
du findest hier eine originelle Erzählstimme, die gut zum Protagonisten passt (Meistens hat man ja keine Klammern in Erzähltexten[Aber er hätte sicher keine Probleme damit, sie auch noch zu schachteln] ).

Ralf finde ich wirklichkeitsnah und facettenreich gezeichnet. Einen Ralf gibt es sicher in jedem zweiten Team. Severine dagegen ist mir zu perfekt und langweilig. Sie wirkt wie eine bloße Wunscherfüllung für Ralf.

Detail, was sich leicht ausbügeln lässt, du schreibst manchmal "Severin" und manchmal "Severine"

Viele Grüße
lietzensee
 

Walther

Mitglied
Hallo Walther,
du findest hier eine originelle Erzählstimme, die gut zum Protagonisten passt (Meistens hat man ja keine Klammern in Erzähltexten[Aber er hätte sicher keine Probleme damit, sie auch noch zu schachteln] ).

Ralf finde ich wirklichkeitsnah und facettenreich gezeichnet. Einen Ralf gibt es sicher in jedem zweiten Team. Severine dagegen ist mir zu perfekt und langweilig. Sie wirkt wie eine bloße Wunscherfüllung für Ralf.

Detail, was sich leicht ausbügeln lässt, du schreibst manchmal "Severin" und manchmal "Severine"

Viele Grüße
lietzensee
Hey lietzensee,
danke für den hinweis in sachen schreibfehler. ist gefixt.
der rat, die heldin etwas ausführlicher zu skizzieren, ist eine echte hilfe. ich werde versuchen, das zu tun. wird ein wenig dauern. ich denke, nach ostern gibt es ein update zur story, die das versucht auszubügeln.
meine erzählsprache ist immer auf den prot und das topic hin optimiert. was nicht heißt, dass man den autor nicht doch erkennt. ist eine gratwanderung - das ist mir bewusst.
lg W.
 
das "show don't tell" passt hier nicht.
Das „Show, don't tell" ist keine Erfindung von mir ;) Darüber stolpert man nicht nur in Schreibratgebern.

man sollte das von dir genannte verfahren einsetzen, wenn man speed in den text reinbringen will. speed sollte dieser text nicht bekommen. und da, wo er sie haben soll, da hat er sie auch.
Also ich persönlich finde den Text, den ich heute morgen herauskopiert habe, ziemlich langweilig. Es ist natürlich deine Sache, wenn der Text an einigen Stellen absichtlich keinen Speed bekommen sollte.

Mag sein, dass der Verleger begeistert ist - sicher sogar, sonst würde er ja nicht verlegen. Aber das ist eine Sache, nach der ich mich weniger richte.
Ich habe auch Lieblingsschriftsteller, die mich trotzdem nicht mit jedem Buch überzeugen.

Nichtsdestotrotz freue ich mich für dich, dass du ein Buch herausbringst.

LG SilberneDelfine
 

Walther

Mitglied
Das „Show, don't tell" ist keine Erfindung von mir ;) Darüber stolpert man nicht nur in Schreibratgebern.



Also ich persönlich finde den Text, den ich heute morgen herauskopiert habe, ziemlich langweilig. Es ist natürlich deine Sache, wenn der Text an einigen Stellen absichtlich keinen Speed bekommen sollte.

Mag sein, dass der Verleger begeistert ist - sicher sogar, sonst würde er ja nicht verlegen. Aber das ist eine Sache, nach der ich mich weniger richte.
Ich habe auch Lieblingsschriftsteller, die mich trotzdem nicht mit jedem Buch überzeugen.

Nichtsdestotrotz freue ich mich für dich, dass du ein Buch herausbringst.

LG SilberneDelfine
Hi SilberneDefine,
wenn ich eines gelernt habe, dann das: nichts, was als allgemeingültig präsentiert wird, ist es. dass das so ist, kann man bereits in diesem faden nachlesen.
das sagt dr. gugl: https://www.google.com/search?q=show+don't+tell&rlz=1C1CHZN_deDE942DE942&oq=&aqs=chrome.2.69i59i450l8.6670505j0j7&sourceid=chrome&ie=UTF-8 auch da gibt es bereits widersprüche und abweichende sichten.
wie gesagt: speed da, wo er hingehört. in meiner story ist er da, wo ich ihn vorgesehen hatte. dass dir das nicht gefällt, ist ok. literatur ist und bleibt immer auch geschmacksache. langweilige texte sollte man nicht lesen. oder aussteigen, wenn es einem zu dumm wird.
wenn jemand was veröffentlicht (hat), ist noch lange das, was er schreibt, sakrosankt. natürlich wird dieser text dadurch nicht besser. das ist ein klassischer nobrainer. was ich andeuten wollte, ist, dass ich viel prosa schreibe, und das schon lange. mein geschichtenschreiben ist älter als das gedichteverfassen. geschichten schreibe ich seit der vierten/fünften schulklasse. und zwar gute, wenn man die befragt, die es wissen sollten.
lg W.
 

Walther

Mitglied
Korrektur:

Hi SilberneDefine,
wenn ich eines gelernt habe, dann das: nichts, was als allgemeingültig präsentiert wird, ist es. dass das so ist, kann man bereits in diesem faden nachlesen.
das sagt dr. gugl: https://www.google.com/search?q=show+don't+tell&rlz=1C1CHZN_deDE942DE942&oq=&aqs=chrome.2.69i59i450l8.6670505j0j7&sourceid=chrome&ie=UTF-8 auch da gibt es bereits widersprüche und abweichende sichten.
wie gesagt: speed da, wo er hingehört. in meiner story ist er da, wo ich ihn vorgesehen hatte. dass dir das nicht gefällt, ist ok. literatur ist und bleibt immer auch geschmacksache. langweilige texte sollte man nicht lesen. oder aussteigen, wenn es einem zu dumm wird.
wenn jemand was veröffentlicht (hat), ist noch lange nicht das, was er schreibt, sakrosankt. natürlich wird dieser text dadurch nicht besser. das ist ein klassischer nobrainer. was ich andeuten wollte, ist, dass ich viel prosa schreibe, und das schon lange. mein geschichtenschreiben ist älter als das gedichteverfassen. geschichten schreibe ich seit der vierten/fünften schulklasse. und zwar gute, wenn man die befragt, die es wissen sollten.
lg W.
 
geschichten schreibe ich seit der vierten/fünften schulklasse. und zwar gute, wenn man die befragt, die es wissen sollten.
Die da wären? ;)

Nicht falsch verstehen, ich bin nicht auf Streit aus und meine Meinung zum Text habe ich bereits gesagt. Ich würde nur gerne wissen, wen du damit meinst.

Ich dachte, zu denen, die es wissen sollten, gehören auch die Leser im Forum, denn wozu sonst stellen wir hier Geschichten ein, wenn nicht aus dem Grund, zu erfahren, was andere darüber denken?

Das Argument: „Ich schreibe gute Geschichten, weil diese Geschichten diese und jene Leute gut finden" zieht für mich nicht wirklich. Es sei denn, es handelt sich um ein unabhängiges Komitee, das einen Literaturpreis verleiht.

LG SilberneDelfine
 

Walther

Mitglied
Die da wären? ;)

Nicht falsch verstehen, ich bin nicht auf Streit aus und meine Meinung zum Text habe ich bereits gesagt. Ich würde nur gerne wissen, wen du damit meinst.

Ich dachte, dazu gehören auch die Leser im Forum, denn wozu sonst stellen wir hier Geschichten ein, wenn nicht aus dem Grund, zu erfahren, was andere darüber denken?

Das Argument: „Ich schreibe gute Geschichten, weil diese Geschichte diese und jene Leute finden" zieht für mich nicht wirklich. Es sei denn, es sei ein unabhängiges Komitee, das einen Literaturpreis verleiht. (Ich meine auch nicht die Wettbewerbe hier in der LL.)

LG SilberneDelfine
lb SilberneDelfine,
was soll das hier jetzt? geht's darum, dass du das letzte wort haben musst? vor mir aus gerne. ist zwar mein faden, aber höflichkeit ist ja nicht mehr so verbreitet.
du hast deine ansichten zur genüge kundgetan. es wäre schön, wenn du dich jetzt deinen eigenen texten widmen könntest.
danke vielmals.
lg W.
 
lb SilberneDelfine,
was soll das hier jetzt?
Ich finde es albern, auf Kritik mit dem Satz zu reagieren, dass man gute Geschichten schreibt, weil das irgendwer gesagt hat. Das ist kein Eingehen auf eine Kritik.

es wäre schön, wenn du dich jetzt deinen eigenen texten widmen könntest.
Oha... Naja, so empfindlich bin ich bei meinen Texten nicht. Und wenn ich was zu anderen Texten schreiben möchte, werde ich das tun.

Viele Grüße
SilberneDelfine
 

Walther

Mitglied
Ich finde es albern, auf Kritik mit dem Satz zu reagieren, dass man gute Geschichten schreibt, weil das irgendwer gesagt hat. Das ist kein Eingehen auf eine Kritik.



Oha... Naja, so empfindlich bin ich bei meinen Texten nicht. Und wenn ich was zu anderen Texten schreiben möchte, werde ich das tun.

Viele Grüße
SilberneDelfine
es geht nicht um empfindlich, was kritik angeht, gegen die habe ich nichts,
SiliberneDelfine,
ich habe dir klar mitgeteilt, dass ich es anders sehe als du, was deine kritik angeht. vielleicht solltest du mal weiter oben nachlesen. das genaue lesen scheint wirklich nicht zu deinen spezifischen stärken zu gehören.
was dir nicht passt, ist das faktum, dass ich eine andere ansicht vertrete. und dass ich es nicht gut finde, dass du dich in meinem faden breit machst, ohne etwas zur sache beizutragen. du könntest dir an lietzensee ein beispiel nehmen. das ist eine kritik, mit der man etwas anfangen kann.
und jetzt wäre es wirklich schön, wenn du dich um deine angelegenheiten kümmern könntest.
danke.
lg W.
 
Meine Frage, wer die sind, die es wissen sollten, hast du nicht beantwortet. Das beschäftigt mich aber. Und den Mund verbieten lasse ich mir nicht.

Ich finde deine Reaktion höchst erstaunlich.
 

Walther

Mitglied
Meine Frage, wer die sind, die es wissen sollten, hast du nicht beantwortet. Das beschäftigt mich aber. Und den Mund verbieten lasse ich mir nicht.

Ich finde deine Reaktion höchst erstaunlich.
und ich dein ganzes verhalten hier. dann sind wir uns sehr einig.
nach einem weiteren eintrag deinerseits werde ich übrigens die löschung dieses fadens beantragen. mir reicht es jetzt endgültig.
 

DocSchneider

Foren-Redakteur
Teammitglied
Bitte zurück zur Textarbeit!

Der Text gefällt mir, denn er lässt vor meinem inneren Augen sofort das Bild eines Nerds entstehen, das mich an die Figur des Dennis Nedry aus "Jurrassic Park" erinnert - es ist sorgfältig gezeichnet und ich finde den Teil nicht zu ausführlich, sondern genau richtig.

Von daher bin ich gespannt auf weitere Geschichten von Dir!

Gruß von DS
 

molly

Mitglied
Hi Walther,

eine interessante Geschichte. Ich finde den ersten Teil auch nicht zu lange. Mich stören nur die Klammern und ich bin gespannt, wie Du Severine aus dem "Langweilig" holst. Viel braucht es nicht dazu.
Liebe Grüße und auch Dir frohe Ostern. Bleib gesund
molly
 

Vitelli

Mitglied
Hallo.

Mir gefällt der Text gut, sprachlich einwandfrei, teile aber die Auffassung der hier geäußerten Kritik:

- Der erste Teil bzw. der Nerd ist zu ausführlich beschrieben
- Die Klammern stören, besser gesagt der in die Klammern gesetzte Inhalt ist zu lang/ausführlich; ist der Text in den Klammern hingegen kurz, ist es meist ein recht amüsantes Stilmittel
- Die Frau ist schemenhaft und überhöht gezeichnet

Das Ende ist wenig glaubhaft und kommt abrupt; es wirkt fast so, als wolltest du den Text schnell zu Ende bringen.

Daher von mir vier Sterne.

Klar, Kritik auf hohem Niveau, aber du ja zahlreiche Fürsprecher und einen Verleger (der hoffentlich kein Geld von dir bekommt) in deinen Reihen hast, wirst du meine bescheidene Meinung sicher dickhäutig aufnehmen.


Der Text gefällt mir, denn er lässt vor meinem inneren Augen sofort das Bild eines Nerds entstehen, das mich an die Figur des Dennis Nedry aus "Jurrassic Park" erinnert - es ist sorgfältig gezeichnet und ich finde den Teil nicht zu ausführlich, sondern genau richtig.
(Hervorhebung von mir)

Ein unpassender Vergleich, denn: Dennis Nerdry wurde als selbstsüchtiger Mensch porträtiert; was andere von ihm dachten, schien ihn auch nicht im Entferntesten zu interessieren - er war sozusagen mit sich und seiner Umwelt im Reinen.

Viele Grüße,
Vitelli
 

Walther

Mitglied
Bitte zurück zur Textarbeit!

Der Text gefällt mir, denn er lässt vor meinem inneren Augen sofort das Bild eines Nerds entstehen, das mich an die Figur des Dennis Nedry aus "Jurrassic Park" erinnert - es ist sorgfältig gezeichnet und ich finde den Teil nicht zu ausführlich, sondern genau richtig.

Von daher bin ich gespannt auf weitere Geschichten von Dir!

Gruß von DS
Hi DS,
danke dir. war sehr freundlich von dir, die debatte in eine brauchbare richtung zu lenken. werbung lag mir übrigens fern, sonst hätte ich den verlag genannt. dafür gibt es ja eine eigene rubrik, wenn man in dieser hinsicht etwas zu berichte hat. werde ich dort tun, wenn's tatsächlich so weit ist.
danke auch fürs empfehlen.
lg W.
Hi Walther,

eine interessante Geschichte. Ich finde den ersten Teil auch nicht zu lange. Mich stören nur die Klammern und ich bin gespannt, wie Du Severine aus dem "Langweilig" holst. Viel braucht es nicht dazu.
Liebe Grüße und auch Dir frohe Ostern. Bleib gesund
molly
Hi Molly,
danke auch dir fürs lesen und kommentieren. ich werde der Severine noch mehr "körper" verpassen. ich weiß auch schon wie.
lg W.
Hallo.

Mir gefällt der Text gut, sprachlich einwandfrei, teile aber die Auffassung der hier geäußerten Kritik:

- Der erste Teil bzw. der Nerd ist zu ausführlich beschrieben
- Die Klammern stören, besser gesagt der in die Klammern gesetzte Inhalt ist zu lang/ausführlich; ist der Text in den Klammern hingegen kurz, ist es meist ein recht amüsantes Stilmittel
- Die Frau ist schemenhaft und überhöht gezeichnet

Das Ende ist wenig glaubhaft und kommt abrupt; es wirkt fast so, als wolltest du den Text schnell zu Ende bringen.

Daher von mir vier Sterne.

Klar, Kritik auf hohem Niveau, aber du ja zahlreiche Fürsprecher und einen Verleger (der hoffentlich kein Geld von dir bekommt) in deinen Reihen hast, wirst du meine bescheidene Meinung sicher dickhäutig aufnehmen.



(Hervorhebung von mir)

Ein unpassender Vergleich, denn: Dennis Nerdry wurde als selbstsüchtiger Mensch porträtiert; was andere von ihm dachten, schien ihn auch nicht im Entferntesten zu interessieren - er war sozusagen mit sich und seiner Umwelt im Reinen.

Viele Grüße,
Vitelli
hi Vitelli,
als der verleger sich meldete, war ich selbst der, der das wohl am wenigsten erwartet hatte. wie gesagt: glück gehabt. das macht den text, den ich einstellte, nicht wirklich besser. es sollte nur unterstreichen, dass ich nicht nur lyrik schreibe.
an der geschichte werde ich Severine weiterentwickeln. das sollte sie besser austarieren.
den rest werde ich lassen müssen. die überraschung am ende war beabsichtigt. im leben ist das unwahrscheinliche wahrscheinlicher als wir glauben. etwas, das man sich nicht vorstellen kann, muss nicht unmöglich sein.
danke fürs dennoch empfehlen.
lg W.
 

Vitelli

Mitglied
Hallo Walther,
als der verleger sich meldete, war ich selbst der, der das wohl am wenigsten erwartet hatte. wie gesagt: glück gehabt. das macht den text, den ich einstellte, nicht wirklich besser. es sollte nur unterstreichen, dass ich nicht nur lyrik schreibe.
es freut mich außerordentlich, dass du einen Verleger gefunden hast; dein Schreibstil wird sicherlich sein Publikum finden.

den rest werde ich lassen müssen. die überraschung am ende war beabsichtigt. im leben ist das unwahrscheinliche wahrscheinlicher als wir glauben. etwas, das man sich nicht vorstellen kann, muss nicht unmöglich sein.
Das stimmt. Und: wer versteht schon Frauen?

Viele Grüße,
Vitelli
 

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