Die Glatze

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Die Glatze


Sie ringt verschwiegen, still, auf lichten Höhen.
Nicht mit dem Schwert, nein - mit dem edlen Glanze
Ihrer Erscheinung geht sie nun auf’s Ganze
Und will die schütt’ren Haare ihm verwehen.

Schon schimmert seine Kopfhaut rosa, nackt.
Schon ist sie durch. Jetzt bleckt sie ihre Zähne.
Pro forma zeigt sich noch manch dünne Strähne -
Darunter glänzt es fettig und gelackt.

Jedoch das soll ihn weiter nicht bewegen,
Denn im Konzerte oder auch im Zoo
Da ist sein steifer Hut ein wahrer Segen.

Nur aus dem Spiegel in dem stillen Klo
Da strahlt es ihm gar wunderlich entgegen -
Ein eleganter, zarter Babypo.
 

Schakim

Mitglied
Hallo Rolf-Peter!


Glatzen sind so süss und niedlich -
Machen ihren Träger friedlich,
Hat er doch nicht viel zu tun -
Muss nichts kämmen - kann stets ruh'n..

Wenn andere sich oft quälen -
Welche Farbe soll ich wählen? -
Und - wie lang steht mir das Haar? -
Für den Glatzenträger ist das klar. -

Selbst wenn er an der Sonne sitzt
Und viele nasse Tücher schwitzt,
Sieht er immer blendend aus! -
Und sein Rat: Reisst alle Haar aus...

LG
Schakim
 
K

Klopfstock

Gast
rausreißen muß nicht sein......

Hallo, Rolf-Peter Wille,

finde Dein Gedicht sehr amüsant und stimme mit
Schakim voll überein, bis auf das "Rausreißen".
Finde Männer, die sich zu ihrer "kahlen Kugel"
bekennen sowieso viel interessanter, als die,
welche das "Problem" zu kaschieren versuchen.
Da ich weiblich bin, darf ich mich so äußern.

Schöne Grüße von
 

Schakim

Mitglied
Hallo, guten Morgen Rolf-Peter!


Wow! Das find' ich einfach toll!
Doch, nimm den Mund noch nicht so voll:

Eine Glatze kann nicht spriessen...
Höchstens in Paradiesen
Ist alles wahrscheinlich - und wie -
Selbst dort - Du wünschtest Dir diese Glatze nie.

Ich kenne keinen mit strahlendem Gesicht,
Der fröhlich über seine Glatze spricht...

Meistens wird es als Makel empfunden,
Wird man oft doch haariger entbunden...

LG
Schakim
 

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