Die graue Zeit

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Hyazinthe

Mitglied
Hallo Walther!

Dein Gedicht hat mich angesprochen.
Ich glaube, jeder kennt diese grauen Tage, und deine freundliche Handreichung ist sehr tröstlich. Danke!

Gruß, Hyazinthe
 

Walther

Mitglied
Hallo Hyazinthe,

danke für deine freundliche betrachtung und bewertung dieses unscheinbaren kleinen texts. ich stelle immer wieder fest, daß diese kleinen gedichte, die so unaufgeregt daherkommen, mit am schwierigsten herzustellen sind. an diesem hier habe ich stundenlang herumgebosselt. und irgendwie ist es immer noch nicht fertig.

ich freue mich, dich erreicht zu haben!

lg w.


Liebe Marie-Luise,

schön, daß mir damit etwas nach deinem geschmack gelungen zu sein scheint. ich schreibe eben nicht nur wortkunstwerke, sondern auch stille kleine alltagsgedichte.

danke für reinlesen und kommenieren!

lg w.
 

Carina M.

Mitglied
Hallo Walther,

dein Gedicht gefällt mir wirklich gut, spricht mich sehr an und ich kann die Zeilen gut nachempfinden.
Ich würde gerne mehr davon lesen wollen.

Lieben Gruß,
Carina
 

anbas

Mitglied
Lieber Walther,

Du schreibst
ich stelle immer wieder fest, daß diese kleinen gedichte, die so unaufgeregt daherkommen, mit am schwierigsten herzustellen sind.
Dem kann ich nur zustimmen. Du nennst es "unaufgeregt", ich möchte es - im positiven Sinne - "schlicht" nennen.

Aus meiner Sicht ist es Dir gut gelungen. Es gefällt mir wirklich gut!

Dass Du das Gefühl hast, es sei immer noch nicht fertig, kann ich aber ebenfalls nachvollziehen. In Gedichten dieser Art fallen, so finde ich, Kleinigkeiten noch mehr ins Gewicht als bei vielen anderen Gedichten. Bisher ist es in meinen Augen nur eine Stelle, die mir ins Auge fällt:
Ist es, als würd ich dich berühren,
Hier wird das "es" betont. Ich persönlich mag es in den meisten Fällen nicht so sehr, wenn dies geschieht. Das Wort "es" sollte, meiner Ansicht nach, eher unbetont bleiben - aber das klappt halt nicht immer.

Eine Lösung habe ich nicht. Im Gegenteil, ich sehe die Gefahr, dass das Gesamtwerk leidet, wenn man an dieser Stelle "herumbastelt". Also lassen, wie es ist - doch dann ist da wieder dieses Gefühl, dass es doch irgendwie besser gehen müsste, oder?

Im Moment werte ich noch nicht. Es ist für mich eine 8, die aber irgendwie nach der 9 schreit ;).

Liebe Grüße

Andreas
 

Walther

Mitglied
Moin Anbas,

danke für deine gedanken. es ist schön, einen freund im geiste zu finden. manchmal glaubt man, diese art von gedichten sei "out". und dann wird man durch sich selbst und die rückkopplung, durch das lesen ähnlicher werke von kollegen und kolleginnen überrascht, wie gut man so "leben" einfangen kann.

vielleicht wäre, allerdings mit einer weitern elision, diese variante des verses besser:
So ist's, als würd ich dich berühren,
man könnte das "so" noch durch ein "dann" ersetzen.

was meinst du?

danke und herzl. gruß w.
 

anbas

Mitglied
Hallo Walther,

finde ich besser, aber noch ein Stück entfernt von "optimal" ;).

Bei der Lösung mit "Dann" müsste aus meiner Sicht aber noch etwas mit dem anderen "Dann" am Anfang des Verses passieren.

Liebe Grüße

Andreas
 

Walther

Mitglied
Moin Anbas,

der vers ist wirklich verzwickt, weil die sprache natürlich ein wenig an ihre grenzen kommt. allerdings gilt das nicht für den vortrag. hier würde man einfach wie folgt betont lesen:
Ist es / als würd ich dich berühren,
und keiner würde etwas daran finden. :)

lg w.
 

anbas

Mitglied
Tja, das sind solche Stellen, mit denen man dann eher als Autor und nicht unbedingt als Zuhörer leben muss :D.

Liebe Grüße

Andreas
 

Walther

Mitglied
Du sagst es ganz locker,

lb. Anbas,

und hast leider recht damit. :) also warten wir noch ein wenig, ob noch ein/e weitere/r dichter/in//leser/in eine formulierung hat, die besser ist als das, was mir bisher einfiel.

danke im voraus (und im nachgang). ;)

lg w.
 

hermannknehr

Mitglied
Hallo Walther,
ich kann Dir nur beipflichten, wenn Du sagst, bei einem Vortrag würde die "falsche" Betonung in Z4/S2 überhaupt nicht auffallen. Das ist es ja gerade, was ein Gedicht leicht, locker, melodisch macht, wenn eine Senkung zu einer Hebung wird und dadurch der starre Jambus aufgebrochen wird. Ich würde die Zeile also lassen, wenn auch die Formulierung "so ist´s ... auch nicht schlecht ist.
Mich stören eher andere Formulierungen, wie "ans Licht zurück kommen". Obwohl ich weiß, was Du meinst, hat für mich der Ausdruck fast etwas sekten-mäßiges.
Nichts für ungut, ist nur mein ganz persönlicher Eindruck.
LG
Hermann
 

Walther

Mitglied
Hi Hermann,

danke für deinen perönlichen eindruck. ich habe zwar nix mit den zeugen jehovas zu tun, aber es ist gut, darüber gesprochen zu haben. ;)

im ernst: der gegensatz zwischen "grau" und "licht" ist die essenz des gedichts. schade, daß der text dir das nicht vermitteln konnte.

lg w.
 

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