Die Last - Sonett

4,00 Stern(e) 5 Bewertungen

wüstenrose

Mitglied
Hallo Walther,
danke für deine motivierenden Worte in Sachen Sonett!
Jetzt habe ich mich dunkel erinnert, dass ich mich vor zwei Jahren mal an einer Variation deines "Last-Sonetts" versucht habe. Dein Sonett hat mich damals angezogen durch die ganz eigene, düstere Stimmung, die es aushaucht.
Die Zeilen von damals habe ich hervorgekramt, gerade wieder leicht abgeändert und nun stelle ich sie mal vor, wie gesagt, Versuch einer Variante deines Sonetts:

Die Nebel ziehen Schlieren über Scheiben
Er kann die Hand vor Augen nicht mehr sehen
Und muss doch seinen Weg jetzt weiter gehen
Um in sich dunkle Wolken zu vertreiben

Die Straße führt hinauf in scharfen Kehren
Ein Pfosten leuchtet hinter kalten Schleiern
Beginnt er alte Lieder stumm zu leiern
Ein matter Schimmer spiegelt sich im leeren

Verirrten Blick der seine Tage sichtet
Sein ganzes Leben quälend lang belichtet
Fällt auf ihn zu durchbricht die Nebelschwaden

Verdecken Anfang und das ferne Ende
Sein Schritt erlahmt doch rudern seine Hände
Als suchten sie im Dunst den Richtungsfaden


lg wüstenrose
 

Walther

Mitglied
Hallo Walther,
danke für deine motivierenden Worte in Sachen Sonett!
Jetzt habe ich mich dunkel erinnert, dass ich mich vor zwei Jahren mal an einer Variation deines "Last-Sonetts" versucht habe. Dein Sonett hat mich damals angezogen durch die ganz eigene, düstere Stimmung, die es aushaucht.
Die Zeilen von damals habe ich hervorgekramt, gerade wieder leicht abgeändert und nun stelle ich sie mal vor, wie gesagt, Versuch einer Variante deines Sonetts:

Die Nebel ziehen Schlieren über Scheiben
Er kann die Hand vor Augen nicht mehr sehen
Und muss doch seinen Weg jetzt weiter gehen
Um in sich dunkle Wolken zu vertreiben

Die Straße führt hinauf in scharfen Kehren
Ein Pfosten leuchtet hinter kalten Schleiern
Beginnt er alte Lieder stumm zu leiern
Ein matter Schimmer spiegelt sich im leeren

Verirrten Blick der seine Tage sichtet
Sein ganzes Leben quälend lang belichtet
Fällt auf ihn zu durchbricht die Nebelschwaden

Verdecken Anfang und das ferne Ende
Sein Schritt erlahmt doch rudern seine Hände
Als suchten sie im Dunst den Richtungsfaden


lg wüstenrose
Hallo Wüstenrose,
feine idee. gefällt mir.
lg W.
 

Oben Unten