die schraube

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HerbertH

Mitglied
die schraube

du merkst die leichte berührung
anfangs kaum am daumen
doch der unerbittliche
dreht sie millimeterweise
immer weiter zu bis
ihre zwingen die haut
leicht zwacken

gedanken an drohenden druck
beschleichen dich
lassen sich immer
weniger verdrängen
umspülen deine eingeweide
verkrampfen sie zu brennenden
knoten der angst voller
unbehagen

schweiß glitzert auf deiner stirn
nässt deine achseln
rinnsalt den rücken &
am brustbein hinab bäche
von den leisten ströme
vorbei an zitternden
knien hin zur lache
in der du kniest

ausgeliefert deiner verzweiflung
und der gewalt die dich gepackt hat
die schon jetzt nach rache
schreit wie du vor schmerz

nur hass hält dich am leben
und gier vergeltend
sie selbst zu drehen

unendlich in bewegung
bleibt so

die schraube
 

Jenno Casali

Mitglied
Hallo HerbertH,

Beklemmend ! Schon das Lesen ist Masoschismus pur - wie muss dann erst das Schreiben gewesen sein !
Und die DaumenSchraubenDrehenFolter auf ideellem oder emotionalem Niveau ( wie du sie hier wahrscheinlich ausdrücken wolltest ) ruft natürlich nach RACHE !
LG
Jenno C.
 

HerbertH

Mitglied
Hallo Jenno,

das wichtigste an diesem Gedicht sind für mich die letzten drei Zeilen.

Vielleicht muss ich da noch einmal ran, um die Aussage deutlicher zu machen.

Danke für Deine Gedanken zu diesem Gedicht.

Herzliche Grüße

Herbert
 

HerbertH

Mitglied
die schraube

du merkst die leichte berührung
anfangs kaum am daumen
doch der unerbittliche
dreht sie millimeterweise
immer weiter zu bis
ihre zwingen die haut
leicht zwacken

gedanken an drohenden druck
beschleichen dich
lassen sich immer
weniger verdrängen
umspülen deine eingeweide
verkrampfen sie zu brennenden
knoten der angst voller
unbehagen

schweiß glitzert auf deiner stirn
nässt deine achseln
rinnsalt den rücken &
am brustbein hinab bäche
von den leisten ströme
vorbei an zitternden
knien hin zur lache
in der du kniest

ausgeliefert deiner verzweiflung
und der gewalt die dich gepackt hat
die schon jetzt nach rache
schreit wie du vor schmerz

nur hass hält dich am leben
und gier vergeltend
sie selbst zu drehen

unendlich in bewegung
bleibt so unselig

die schraube
 

HerbertH

Mitglied
Änderung

Ich habe die Rolle der (für mich wichtigsten) letzten drei Zeilen versucht durch eine Änderung deutlicher zu machen. Ganz zufrieden bin ich noch nicht damit. Für Anregungen hierzu wäre ich dankbar.
 

Label

Mitglied
Lieber Herbert

nur ganz kurz ein Vorschlag, ausführliches später,

nur hass hält dich am leben
und gier vergeltend
sie selbst zu drehen

[strike]unendlich in bewegung
bleibt so unselig[/strike]

endlos dreht sich
die schraube

lg
Label
 

HerbertH

Mitglied
die schraube

du merkst die leichte berührung
anfangs kaum am daumen
doch der unerbittliche
dreht sie millimeterweise
immer weiter zu bis
ihre zwingen die haut
leicht zwacken

gedanken an drohenden druck
beschleichen dich
lassen sich immer
weniger verdrängen
umspülen deine eingeweide
verkrampfen sie zu brennenden
knoten der angst voller
unbehagen

schweiß glitzert auf deiner stirn
nässt deine achseln
rinnsalt den rücken &
am brustbein hinab bäche
von den leisten ströme
vorbei an zitternden
knien hin zur lache
in der du kniest

ausgeliefert deiner verzweiflung
und der gewalt die dich gepackt hat
die schon jetzt nach rache
schreit wie du vor schmerz

nur hass hält dich am leben
und gier vergeltend
sie selbst zu drehen

unseliges schrauben
verewigt
 

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