Die stille Verschiebung der Welt

5,00 Stern(e) 3 Bewertungen

Arcos

Mitglied
Ich trage den Morgen
wie eine Frage in den Händen.
Noch ist er kühl,
noch weiß er nicht,
welches Licht er werden will.

Die Zeit geht barfuß
durch meine Gedanken,
sie hinterlässt keine Spuren,
nur ein leises Verschieben
der Dinge, die ich sicher glaubte.

Ein Vogel hält inne
zwischen zwei Flügelschlägen.
In diesem Augenblick
passt die ganze Welt
in ein ungesagtes Wort.

Ich lerne,
dem Unfertigen zu vertrauen.
Dem Zittern vor dem Mut.
Dem Atem vor der Entscheidung.

Und irgendwo,
ohne Namen und ohne Ziel,
beginnt etwas in mir
zu bleiben.
 

Anders Tell

Mitglied
Du hast die einzigartige Gabe, mit Worten Bilder zu erschaffen, für die ich eine Beschreibung nicht möglich fand. Diese poetische Kraft ergreift mich immer wieder.
 



 
Oben Unten