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Mondnein

Mitglied
Redundanz

Lieber Karl im Urlaub!
"Tatsachen" - und dann noch einmal "Tatsachen" - ?

War die Landschaft so häßlich?

grusz, hansz
 
Nein, lieber Hansz,
ich wohne in einem oberbergischen Hochtal. Einmal Tatsachen ist natürlich überflüssig. Danke für Deinen Hinweis.
Herzlichen Gruß
Karl
 
morgendliche nebelwände
schaffen schemenhaft tatsachen
ins morgenrot verschwimmt
lüstern das schwebende hochtal
auf den buchen am hang
krächzen heiser krähen
signale aus dem hinterhalt
nebelscheinwerfer ertasten
die blüten am straßenrand
und kaum zu erkennende zerrgestalten
verschrecken und schützen
vor den realitäten der niederung

doch schon reißen die schleier
 

Mondnein

Mitglied
Bitte entschuldige, Karl,

ich dachte bei "Hochtal" an Alpenurlaub.
Jetzt aber ist es (wenn ich Dich richtig verstehe) das Bergische Land, nördlich der Sieg oder irgendwo östlich von der Einemillionstadt Köln. Und das ist dann die "tatsächliche" Alltags-Landschaft für Dich, nicht eine touristische Genußlandschaft.

Ist es so?

grusz, hansz
 

Perry

Mitglied
Hallo Karl,

eindrucksvolle Morgenstimmung, bei der ich nur über Kleinigkeiten wie

das zweimalige morgen in "morgendliche und morgenrot",
statt lüstern würde mir lüsternd besser gefallen,
ohne das "und" könnte das Bild "am straßenrand" mehrdeutig gelesen werden, denn dann bliebe es dem Leser überlasen, ob er die Zerrgestallten den Blüten oder Fußgänger etc. zuordnen will

nachdenken würde.
LG
Manfred
 
wandernde nebelwände
schaffen schemenhaft tatsachen
ins morgenrot verschwimmt
lüstern das schwebende hochtal
auf den buchen am hang
krächzen heiser krähen
signale aus dem hinterhalt
nebelscheinwerfer ertasten
die blüten am straßenrand
und kaum zu erkennende zerrgestalten
verschrecken und schützen
vor den realitäten der niederung

doch schon reißen die schleier
 
wandernde nebelwände
schaffen schemenhaft tatsachen
ins morgenrot verschwimmt
lüstern das schwebende hochtal
auf den buchen am hang
krächzen heiser krähen
signale aus dem hinterhalt
nebelscheinwerfer ertasten
die blüten am straßenrand
kaum zu erkennende zerrgestalten
verschrecken und schützen
vor den realitäten der niederung

schon reißen die schleier
 
Lieber Manfred,
danke Dir für Deine Hinweise. Ich habe sie - bis auf "lüsternd" berücksichtigt, da ich das Verb lüstern nicht kenne...
Herzliche Grüße Karl
 

Perry

Mitglied
Hallo Karl,

ja "lüstern" ist ein Adjektiv und bedeuted soviel wie etwas mit Begierde ansehen.
Im Text beziehe ich es auf das Hochtal, das für mich mit dem Partizip lüsternd eine Personifizierung erhielte.
LG
Manfred
 

Monochrom

Mitglied
Hi,

Worüber ich nachdenken würde, sind "Nebelscheinwerfer".
Irgendwie passt das nicht für mich. Kannst Du es erkären?

Worüber ich verwundert bin, ist das Klangbild. Das ist so zerfressen, so im Stakkato. War das Absicht?

Grüße,
Monochrom
 
wandernde nebelwände
schaffen schemenhaft tatsachen
ins morgenrot verschwimmt
lüstern das schwebende hochtal
auf den buchen am hang
krächzen heiser krähen
signale aus dem Hinterhalt
scheinwerfer ertasten
die blüten am straßenrand
kaum zu erkennende zerrgestalten
verschrecken und schützen
vor den realitäten der niederung

schon reißen die schleier
 
wandernde nebelwände
schaffen schemenhaft tatsachen
ins morgenrot verschwimmt
lüstern das schwebende hochtal
auf den buchen am hang
krächzen heiser krähen
signale aus dem Hinterhalt
scheinwerfer ertasten
blüten am straßenrand
kaum zu erkennende zerrgestalten
verschrecken und schützen
vor den realitäten der niederung

schon reißen die schleier
 
Hallo Monochrom,
das Gedicht ist nach einer morgendlichen Autofahrt im Nebel entstanden. Daher die (Nebel-)Scheinwerfer und das Stakkato.
Die Scheinwerfer habe ich jetzt entnebelt, um Wiederholung zu vermeiden...
Außerdem ist diese Nebellandschaft für mich Ausdruck, der (Zeitdruck-)Realität entgehen zu wollen. Und das gelingt nicht...
Herzliche Grüße
Karl
 

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