Domina

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Anonym

Gast
Domina

Sei bereit, sag’ ich dir.
Keine Scheu, gehorche mir.

Zieh dich aus. Hier, ein Kuss.
Gönn’ ihn deinem Dominus.

Zick’ nicht ’rum, mach’ schön mit,
freu’ dich auf ’nen Höllenritt.

Sei schön brav, lass das Fleh’n,
bringt doch nichts, du wirst schon seh’n,

das macht Spaß, das wird nett,
das wird gut mit mir im Bett.

Beuge dich diesem Brauch:
was ich will, das willst du auch.

Und auf dich hab’ ich Lust.
Du willst nicht? Egal, du musst!

Du gehörst mir allein.
Still nun, Weib, bist heut’ Nacht mein.

Hörst du nicht? Los komm her.
Dein Begehr? Das zählt nicht mehr.

Los, sieh her, sieh mich an,
leg dich hin, jetzt bist du dran.

Du hast Angst? Oh, wie geil.
Schau mal hier, ich hab ein Seil,

leg ich dir um den Hals.
Ja, Süße, das ist nur, falls

du dich mir widersetzt.
Sei schön brav und lerne jetzt,

was es heißt, mein zu sein.
Ich, dein Herr, krieg’ dich heut’ klein.

Kein Pardon, Beine breit.
Keiner hier, der dich befreit,

keiner, der dich hier hört,
der mein Spiel mit dir nun stört.

Also los, Stoß um Stoß
nehm’ ich dich jetzt richtig – bloß ...

was soll das, was hast du –
tu das nicht, nein, stich nicht zu …

Schau, wie’s spritzt, sprudelt fast.
Schneid’ sie ab, die Manneslast.

Schau wie klein er nun ist,
wie bedeutungslos du bist.

Schau wie viel Angst DU hast
und wie wenig du erfasst

was ICH bin, was ICH kann.
Ich sag’ dir, du bist kein Mann,

wenn du glaubst, wenn du denkst,
dass du mir irgendwas schenkst,

wenn mich dein Teil beglückt,
bist, glaubst du, doch toll bestückt.

Aus, vorbei. Nimmermehr
quälst du mich im Zwangsverkehr.

Mich stoßen wolltest du?
Tja, Gliedloser, schaust nun zu,

wie ich dich geleite,
hin zur dunkleren Seite,

wo du nichts fühlst als Schmerz.
Noch ein letzter Stich ins Herz:

Da fließt sie, rote Lust,
wird sie schwarz, wird dir bewusst,

was deiner Art gebührt,
wenn sie unsereins verführt.

Sag’ Adieu, kleiner Schwanz,
Schnitter bittet dich zum Tanz.

Ach, sieh an, du willst nicht?
Bittest mich im Angesicht

baldigen Hinscheidens
um das End’ deines Leidens?

Armer Wicht, totenblass,
sehnst und flehst um Straferlass.

Nun, diesen letzten Kuss
schenk’ ich dir und dann ist Schluss.

Männchen klein, sieh nun ein,
wirst kein Dominus mehr sein!
 

revilo

Mitglied
Ich musste mich quälen, dieses Gedicht ganz zu lesen. Der Absang auf den abgeschnittenen Schwanz war vorhersehbar und ist viel zu lang geraten.......Lg Oliver
 

Anonym

Gast
Hi Oliver, stimmt schon, der Text ist etwas zu lang. Irgendwie wollte ich aber beiden "Stimmen" gleich viel Raum geben. Wie auch immer, danke Dir fürs Lesen und Kommentieren.
 

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