Du

Sturm

Mitglied
Du klebst überall. Du verfolgst und belästigst mich. Gequält von den Träumen, in denen du wanderst, wache ich auf. Wenn ich vor dem Spiegel stehe, drängst du dich an meine Hüften und ich spüre deine klebrigen Finger an ihnen entlangstreifen, sie bewegen sich zwischen verwegen und verboten.

Die Luft steht im tösenden Zug nach Hause und dein verschwitzter Körper schmiegt sich an meinen. „Wir schaffen das.“ Flüsterst du mir ins Ohr, dabei bist du eigentlich schon nicht mehr da. Erwartungen und unausgesprochene Worte wabern durch den Raum. Und ich würde so gerne mit dir reden, doch wenn ich neben mir blicke, dann habe ich Angst, dass da nur noch Leere ist.
 

Oben Unten