Dürre

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Walther

Mitglied
Dürre


Am grauen Himmel wallen Wolken:
Sie wären gerne ausgemolken.
Braun ist das Gras; es würd gern trinken.
Die Tümpel in der Ebne stinken.

Der Wind greift unter feste Bahnen,
Verwirbelt Staub in fahle Fahnen,
Die Fenster knarren, Tücher flattern,
Und fest verschlossne Türen knattern.

Gestalten, die vorm Brunnen kauern,
Und Hunde, die im Schatten lauern,
Erwarten Blitz und Donnergrollen,
Die schon seit Stunden kommen wollen.
 

Tula

Mitglied
Hallo Walther
Das Bild finde ich sehr gelungen, auch wenn mir beim Titel eher wolkenloser Himmel einfällt. Vielleicht ginge auch 'Sommerabend' o.ä.
Das Herausschneiden unbetonter Silben (siehe Ebene, verschlossne) ist mMn nicht notwendig oder visuell sogar etwas störend. Ich lese diese Stellen auch so 'richtig'.

LG
Tula
 

Walther

Mitglied
Hi Tula,

vielen dank für deinen kommentar und deine wertung.

es ist diese spezifische wetterlage gemeint, die dunkle wolken bringt, aus der auf einer ebene aber nichts abregnet. manchmal gibt es sogar blitz und donner, was dann zu buschbränden führt.

in der tat könnte man die elisionen weglassen, dann aber hätten wir hier eine andere debatte, und zwar die über das korrekte metrum. :)

ich darf noch eine bitte hinterschicken: bitte unterstütze mein petitionsvorhaben, das ich hier beschrieben habe: https://www.leselupe.de/lw/forumdisplay.php?forumid=53 und teile dieses vorhaben anderen mit. danke!

lg W.
 

JoteS

Foren-Redakteur - tippende Inquisition
Teammitglied
Z2 Das Gras ist braun... (klingt besser, liest sich besser) und niemals nicht die "knatternden Türen" ändern, die finde ich grandios (die Gattin schickt mich auch immer zum Knattern vor die selbige aber ich weiß schon, dass das nicht gemeint ist). :D
 

Walther

Mitglied
hi JoteS, danke fürs werten - hatte das so stehen, aber wegen des doppelten anfangsartikels umgestellt. ich denke, beides ist akzeptabel. :) lg W.
 

Mondnein

Mitglied
Lieber Walther,

zähle ich richtig (die jetzigen 1510 minus 10), daß dieses hier das 1500ste Gedicht von Dir in der Leselupe ist?

Gibts diese Eintausendfünfhundert in gebundener Form, erwerbbar? Im dahinsiechenden Buchhandel? Hier in Görlitz haben die beiden Buchhandlungen keine Lyrikecke mehr, man muß wissen, was man bestellen will, am Monitor, es gibt kein sinnliches Durchmustern, Hängenbleiben und Begehrlichwerden an magischen Versen.

Ich würde lieber in einem Papierband stöbern, als in der Werkeliste hier. Es braucht 5 x 15, d.i. 75 mal das Anklicken der "nächsten Seite", um an die Anfänge zu gelangen.

grusz, hansz
 

Walther

Mitglied
Hi Mondnein, hi Patrick,

danke der ehre, von der ich glaube, daß sie zu viel ist. es sind in wahrheit weit über 2.000 gedichttexte, die ich seit 2002 geschrieben habe. nicht alles ist in der lupe und nicht alles online (oder nicht mehr online). ich werde sicherlich immer wieder auch in der lupe löschen.

in buchform gibt es gedichte von mir, die man auch bei mir bestellen und damit das projekt zugtextet.com fördern kann. dafür werden die einnahmen verwendet. bestellen (und vorher die kosten anschauen) kann man hier: http://www.zugetextet.com/?page_id=235

es sind noch restbestände der beiden Sonettbände "So nett gelebt" mit jeweils ca. 130 Sonetten daran vorhanden. die zusammenarbeit mit dem verlag habe ich aus persönlichen und politischen gründen beendet, daher bewerbe ich sie nicht mehr öffentlich. sie kosten € 19 je buch, bis alle autorenexemplare weg sind. es sind noch einige da.

ich habe gerade zwei manuskripte bei der dahlemer verlagsanstalt. ob und wann diese erscheinen, weiß ich nicht. aber ich denke, ich werde das im laufe des dezember erfahren.

lieber gruß W.
 

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